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Bionic Commando: Rearmed PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
22.07.2009

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Bionic Commando ist Kult. Zumindest das 1988 erschienen NES Spiel, wird auch heute immer noch zu den besten 8-Bit Spielen überhaupt gezählt. Erst 1999 erschien auf dem Game Boy Color ein Nachfolger, dann wurde es wieder ruhiger um diese Serie.

Bionic Commando Rearmed ist allerdings auch kein Sequel sondern ein Remake. Capcom scheint sich in letzter Zeit so ein wenig im Retrowahn zu befinden, aber solange tolle Spiele wie Mega Man 9 dabei rauskommen, ist das ja in Ordnung.

Hieß der Hauptcharakter im Original einfach nur Ladd, so nennt er sich jetzt Nathan „Rad“ Spencer und auch unter diesem Namen macht er sich auf zum Kampf gegen das Böse. Leider hat es Capcom vorgezogen, die zensierte NES Version als Vorlage zu benutzen, so kämpft hier nicht gegen Zombie Hitler sondern „The Leader“, der aber immer noch ein wenig wie Hitler aussieht.

Wirklich viel geändert hat sich auf den ersten Blick nicht. Immer noch fliegt man auf der Landkarte (Die jetzt in 3D dargestellt ist) von Mission zu Mission um zwischendrin immer wieder Halt in Stützpunkten zu machen. Hier holt man sich wichtige Ausrüstung wie Stiefel mit Stahlkappen oder Waffenupgrades ab, kriegt Extraleben und kann sich am Hindernissparcours versuchen. Diese verschiedenen Level stellen den Spieler vor große Herausforderung, es gilt von A nach B zu schwingen und das so schnell wie möglich. Die Zeit wird automatisch gespeichert, so das man immer wieder versuchen kann, sie zu verbessern.

Das eigentliche Gameplay wurde dagegen ziemlich überarbeitet. Vorbei die Zeit als man Hitpoints hatte und so schnell das Zeitliche segnete, nun ziert ein Lebensenergiebalken den oberen Bildschirmrand. Gefallene Gegner hinterlassen Orbs, welche die Leiste auffüllen und auch in den Räumen wo man sich per Hacking in die Gespräche der Feinde einklinkt, kann man solche Orbs bekommen. Das Hacking läuft jetzt nicht mehr automatisch ab, stattdessen hat man ein kleines Spiel eingebaut. In einem 3D Würfel, gilt es eine Kugel in ein farbiges Quadrat zu bugsieren. Je höher der zu Spielstart gewählte Schwierigkeitsgrad, desto komplizierter ist dieses Spiel, auf dem höchsten muss man das Ganze gar noch unter einem knappen Zeitlimit bewältigen.

Nathan kann natürlich immer noch nicht schwingen und so schwingt er mit seinem bionischen Fangarm von Decke zu Decke. Aber auch dieser Arm ist nun im 21. Jahrhundert angekommen. So kann man nun Kisten und Tonnen damit schnappen und sie auf Gegner werfen oder man schnappt sich direkt einen Gegner und wirft ihn effektvoll gegen eine Wand.
Das Waffeninventar ist nun immer dabei und es ist gut gefüllt. Der normale Revolver, der auch geupgraded werden kann, ist hervorragend gegen menschliche Gegner geeignet, wogegen man Roboter eher mit dem Raketenwerfer beharken sollte. Laser und andere Waffen dienen meist zur Zerstörung von Barrieren. 
Auch die Bosskämpfe sind nun um einiges spannender und komplett neu. Bei diesen riesigen Vehikeln ist meist Taktik gefragt. So ist der erste Endgegner ein großer Flugkörper, den man erstmal mit einem Fass abwerfen muss und dann aus allen Rohren auf ein blinkendes Feld feuern.  Bei einem anderen Gegner muss man sich an die Unterseite hängen und ihn so zu Boden bringen. Erst dann kann man ihn zerstören.

Trifft man auf der Levelselect Map auf einen Hubschrauber, geht es wie immer in eine Zwischenstage. Dargestellt wird diese aus der Vogelperspektive und man muss sich in bester Commando oder Mercs Manier bis zum Ende durchschlagen und dort einen Panzer zerstören, erst dann wird man vom eigenen Helikopter wieder abgeholt und darf weiter machen.

Die Gegner verhalten sich vor allem in den höheren Schwierigkeitsgraden sehr intelligent. Sie gehen in Deckung, werfen mit Granaten oder nutzen höhere Etagen zur kurzzeitigen Flucht. Lediglich auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad sind sie recht stupide und das Spiel ist dabei schon fast ein gemütlicher Spaziergang.

Die beste Neuerung ist allerdings der Coop Modus. Leider kann man den nur an einem PC nutzen (Ein Onlinemodus wäre sehr wünschenswert gewesen) aber zu zweit macht die Hatz sogar fast noch mehr Spaß.

Technisch ist es sehr beeindruckend, wie Capcom den Spagat zwischen 8-Bit Stil und Moderne schaffte. Zwar sind die Levels in 2D gehalten, haben aber einen sehr gelungenen 3D Look. Die Animationen der Charaktere sind hervorragend und vor allem Feuereffekte sehen ebenso wie Explosionen richtig gut aus. Zwischengegner kündigen sich meist mit markigen Sprüchen an, die durch kleine Bilder unterlegt sind.
Bei der Musik ist es ebenso, das diese zwar modern und elektronisch ist, aber eben diesen typischen 8-Bit Sound bietet. Mir gefällt die Musik sehr gut, sie ist abwechslungsreich und passt zu den Stages. Die Soundeffekte sind schön laut, die Explosionen sind schön laut.
Leider gibt es keine Sprachausgabe (Bis auf das „Hey“ der Pilotin), das wäre noch recht wünschenswert gewesen, aber man kann wohl nicht alles haben.

Bionic Commando Rearmed zeigt, wie ein Remake aussehen muss. Es hat noch das gleiche Flair und spielt sich genauso wie das Originalspiel, aber die sinnvollen Neuerungen und die grandiose Musik sind gute Verbesserungen, die ein eigentlich schon grandioses Spiel noch besser machen.
Vor allem im Coop macht Bionic Commando richtig viel Spaß.

Publisher: Capcom
Developer: GRIN
Erscheinungsjahr: 2008
Erschienen für: PC, Xbox 360, PS3
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik8,5/10  Spielspass
Sound9/10
9/10
Gameplay 9/10

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Letzte Aktualisierung ( 22.07.2009 )
 
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