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Burnout Paradise - The Ultimate Box PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
13.09.2009

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Auf den verschiedenen Konsolen erfreute sich die Burnout Reihe großer Beliebtheit, aber erst im Jahr 2009 erschien auch ein Teil dieser Renn- und Zerstörungsorgie für den PC.

Burnout Paradise geht dabei auch einen anderen Weg als die Vorgänger, die noch eher konventionelle Rennspiele mit fest vorgegebenen Stecken waren. In diesem siebten Teil heißt es „Willkommen in Paradise City, mach was immer du willst“. Ja, das Open World Prinzip, das seinerzeit mehr oder weniger von GTA eingeführt wurde, hält nun auch bei den Rennspielen einzug. Ob das aber wirklich eine so gute Idee ist?

Nach dem Spielstart wird man direkt vom sehr bald nervigen DJ dieser Stadt begrüßt: Atomika. Je nach Länderversion ist das nun entweder ein Mann oder eine Frau, recht nervige Sprüche haben sie beide. Eine kurze Einführung folgt und dann kann man die Welt erkunden. Anfangs hat man natürlich erstmal nur ein Auto, das wenig taugt und so gilt es Erfolg zu haben und sich bessere Autos zu verdienen. Bei solch einem Open World Prinzip hätte ich es ja besser gefunden, wenn man für gewonnene Rennen Geld bekommt und dann in einem Autoladen vorbeifährt um neue Gefährte zu kaufen. Aber nun gut.

Das erste was man machen sollte, ist das erkunden der Welt, denn die Stadt mitsamt Ausläufern in Wald- und Berggegenden ist schlichtweg riesig. An jeder Kreuzung der Stadt kann man halten und eines der verschiedenen Rennen starten. So gibt es normale Rennen, von Start- zu Ziellinie, aber auch Stuntrennen, Marked Man oder Road Rage Events. Im Marked Man muss man vor harten Angreifern zu einem Punkt auf der Karte fliehen. Schafft man dies, hat man gewonnen. Aber die Verfolger haben schnelle und stabile Fahrzeuge, von denen man nur allzu leicht in den Gegenverkehr oder eine Mauer gedrückt wird. Drei Volltreffer hält das Auto aus, danach ist es Schrott und der Event automatisch verloren. Road Rage ist dagegen eine wilde Schlacht, wo es das Ziel ist eine bestimmte Anzahl an Fahrzeugen zu zerstören. Die Gegner wollen natürlich das gleiche und ein Zeitlimit hat man auch noch im Nacken. Durch spezielle Zerstörungsmanöver (Gegnerisches Fahrzeug in parkende Autos oder den Gegenverkehr schicken oder so genannte Grinding und T-Bone Crashed) erhält man aber ein wenig mehr Zeit aufs Limit. Bei den Stuntrennen muss man Rampen und andere Straßenteile nutzen um möglichst gekonnt durch die Luft zu fliegen oder zu driften.
Zusätzlich gibt es noch Zeitlimitsrennen, die man aber jeweils nur mit einem ganz bestimmten Auto fahren darf.
Neben den ganzen Rennen sind über Paradise City auch unzählige Burnout Werbetafeln verteilt, die man ebenfalls zerstören sollte um noch mehr Fahrzeuge freigeschaltet zu bekommen. Genau das gleiche trifft auf leuchtend gelbe Absperrgitter zu, die man ebenfalls kaputtfahren muss. Davon sind beispielsweise insgesamt 400 vorhanden. Ebenfalls verteilt sind anfahrbare Gebäude. In der Tankstelle kann man seinen Boost auffüllen, es gibt kleine KFZ-Werkstatten, wo man on the fly sein Fahrzeug repariert bekommt und den Junkyard. Auf der Müllhalde warten alle freigeschalteten Fahrzeuge.

Es gibt also viel zu erleben und eine große Anzahl abwechslungsreicher Rennen überzeugen. Gewinnen muss man immer eine bestimmte Anzahl, um Autos freizuschalten und auch den nächsthöheren Rang zu erreichen, wodurch der Schwierigkeitsgrad steigt. So muss man beispielsweise 20 Rennen gewinnen um von Level C auf B zu steigen.
Und genau hier liegt das ganz große Problem von Burnout Paradise: Jedesmal, wenn man einen Level aufsteigt, werden alle Rennen zurückgesetzt und man darf sie nochmal spielen. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar höher, aber man hat eben auch bessere Fahrzeuge und irgendwann macht es einfach keinen großen Spaß, zum fünften Mal die gleiche Marked Man Route abzufahren. Die normalen Straßenrennen sind da etwas besser, zwar sind auch hier immer Start und Ziellinie gleich, aber da es verschiedene Wege und Abkürzungen gibt, kann man sich das einigermaßen spannend halten.
Trotzdem ist das einfach ein riesiger Kritikpunkt, da der Dauerspaß eben sehr schnell in den Keller fällt.

Zumal man eben dazu gezwungen wird, das alles zu spielen, denn nur so kann man alle ca. 70 Fahrzeuge freischalten. Diese unterscheiden sich nicht nur im Aussehen sondern auch in den Werten wie Geschwindigkeit oder Panzerung. Zusätzlich sind die Autos noch in Kategorien unterteilt, so das man dann den Eindruck erhält, eines ist besser für Road Rages als für Rennen geeignet, wobei das nicht immer stimmen muss. Alle Fahrzeuge sind reine Fantasieentwicklungen, allerdings nur an reale Autos angelehnt, vom typischen Jaguar bis zur 30er Mafialimousine. Mit einem später erschienenen Downloadpack kann man sich gar noch bekannte Filmfahrzeuge wie den DeLorean oder KITT nach Paradise City holen.

Als Bonus gibt es in der Ultimate Box alle Downloadpacks, die sich Konsolenbesitzer einzeln kaufen mussten gratis dazu. Die zwei größten Packs sind die Archievements, die man einsammeln kann. Also beispielsweise ein Rennen ohne Unfall überstehen. Das andere große Pack fügt dem Spiel Motorräder hinzu. Allerdings merkt man diesem Modus sehr deutlich an, das er nur ein nachgeschobener Bonus ist. Zuwenige Rennen und diese fährt man immer nur allein gegen die Zeit, machen keinen wirklichen Spaß.

Die Steuerung ist zum Glück recht simpel gehalten und bedient sich nur weniger Tasten. Mit dabei ist wie der Boost, eine kleine Leiste die man auffüllen kann, in dem man beispielsweise auf der falschen Straßenseite fährt, ganz knapp an anderen Fahrzeugen vorbeirast oder stylische Drifts hinlegt. Mit dem Boost fährt man für einige Zeit schneller, was vor allem in den Rennen und den Marked Man Events sehr von Vorteil ist.

Grafisch sieht das Spiel sehr schön aus. Paradise City ist eine sehr große und abwechslungsreich designte Stadt, die viele Großstädte wie Chicago (Das Football Stadion in PC sieht exakt aus wie das Wrigley Field), New York oder andere, zum Vorbild hat. Auch die nähere Umgebung ist sehr schön dargestellt, mit kleinen Farmen und Country Clubgs. Die Fahrzeuge sehen ebenfalls sehr gut aus. Richtig spektakulär in Szene gesetzt, sind natürlich die Unfälle. In Zeitlupe sieht man, wie die Autos in einander rasen oder an einer Mauer zesrschellen. Sehr schön ist auch die wechselnde Tageszeit in Szene gesetzt, im Menü kann man zwischen 24 Minuten Tag, 24 Stunden Tag oder realer Zeit ändern.
Unterlegt wird das von guten Soundeffekten die realistisch klingen. DJ Atomika ist wie gesagt sehr nervig. Die Musik ist sehr interessant und abwechslungsreich gestaltet. Wenn die Stadt schon Paradise City heißt, ist der gleichnamige Guns n‘ Roses Song natürlich das Titellied, auch andere rockige Songs etwa von Twisted Sister warten auf den Spieler. Dazu gibt es noch Unmengen Musikstücke der vorherigen Burnoutteile und – das ist sehr interessant – klassische Musik. Was gibt es schon schöneres, als eine brachiale Zerstörungsorgie die von Bach oder Tchaikowsky unterlegt ist?

Burnout Paradise: The Ultimate Box ist insgesamt ein sehr unterhaltsames und spaßiges Arcade-Rennspiel, dem es aber durch die immer gleichen Rennen sehr schnell an Abwechslung mangelt. Zwar wird man immer wieder mal ein Stuntrennen oder ein Road Rage starten, aber insgesamt hätte es nicht geschadet, wenn nach jedem erreichten Lizenzlevel neue Start- und Ziellinien für die Rennen gekommen wären. Für Fans solcher Spiele ist es aber auf jeden Fall einen Blick wert.

Publisher: Electronic Arts
Developer: Criterion Games
Erscheinungsjahr: 2006
Erschienen für: PC
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Ansteigend

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Grafik9/10  Spielspass
Sound8/10
7/10
Gameplay 8,5/10

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