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Generals ist ein Spiel, an dem sich die Geister scheiden. Blasphemie schrien die einen, denn das Spiel hat mit Command & Conquer eigentlich nicht mehr viel zu tun. Einerseits schon, vom Setting her. Es spielt in der realen Welt, allenfalls ein bisschen in der Zukunft. Also kein Nod, GDI oder Yuri, stattdessen USA, China und eine Terrororganisation. Weggefallen sind dadurch auch die lustigen Filme, welche die Geschichte erzählten. Schade, denn die waren immer sehr unterhaltsam. Das wichtigste ist aber sowieso das Gameplay. Auch hier wurde viel überarbeitet. War bislang die Karte und das Baumenü am rechten Rand, sind sie nun dem Genrestandard unten angesiedelt. An sich gar nicht so schlecht. Das kennt man und komfortabel ist es sowieso. Auch das Bauen entspricht nun dem, was man aus anderen Spielen kennt. Bei Command & Conquer war es ja bislang immer so, dass man ein Gebäude zum Bau anklickte, das wurde nun gebaut und kostete kontinuierlich Geld bis es fertig war. Dann konnte man das fertige Gebäude in der Nähe der Hauptbasis platzieren. Mit der Hauptbasis konnte man dann auch lustig durch die Gegend fahren. Bei Generals hat man Bulldozer oder Arbeiter, die bauen in Siedlermanier die Gebäude nach oben. Das Geld wird sofort abgezogen und hat man nicht genug, kann man nicht mit dem Bau anfangen und hoffen, dass bis zur Fertigstellung genug Geld erwirtschaftet wurde. Die Einheiten sind komplett neu und komplett anders. Mauern gibt es z.B. nicht mehr. So kann man eine Basis nur noch mit Hubschraubern, Soldaten oder stationären Waffen sichern. Im Kampf läuft dann alles nach dem Schere-Stein-Papier Prinzip ab. Ein Hubschrauber ist stark gegen Soldaten, Fahrzeuge und auch gegen Gebäude kann man ihn einsetzen. Kommt aber eine Flak ins Spiel, kann man den Hubschrauber von der Inventarliste streichen. Der Patriot - Raketenwerfer macht aus jedem Fahrzeug oder Flugzeug Kleinholz, aber gegen Soldaten ist das Teil nutzlos. Das Balancing ist recht gut gelungen, auch wenn jede Nation ein paar Überwaffen hat. Die USA haben den Aurorabomber, der stark, schnell und getarnt ist. Manchmal ist das etwas zu viel des guten, aber insgesamt ist das schon recht gelungen und man kann nicht einfach eine Armee aus 1-2 Einheiten bauen und dann über die Karte rushen. Abwechslung ist Trumpf. Die 3 Nationen selbst unterscheiden sich auch recht extrem. Jede hat Stärken und Schwächen und spielt sich anders, wenn es darum geht, welche Gebäude man wie bauen kann oder muss. Die USA z.B. brauchen Unmengen an Energie. Das ist ihre Schwäche. 2-3 Kraftwerke zerstört und schon liegt die Basis ohne Strom da und ist ein leichtes Opfer. Die Chinesen setzen größtenteils auf Atomkraft. Atomkraftwerke hinterlassen einen kleinen Atompilz, der noch mal zusätzlichen Schaden anrichtet. Die GLA hat quasi nur alten Schrott als Waffen, so setzen sie in erster Linie auf Terror- und Schleichattacken, setzen Giftgas ein und ärgern sich wohl riesig, das sie keine Flugzeuge haben. Superwaffen gibt es natürlich auch. Die USA haben die Particle Gun, eine Art Laser aus dem Himmel, den man steuern kann. Mit dem kann man auch gut Smilies auf den Boden malen. Die Chinesen haben natürlich eine Atombombe. Schon strahlt die ganze Map, passt auch gut zum Smilie. Die GLA hat eine Scud-Stellung. Im Skirmish Modus kann man diese Waffen natürlich deaktivieren oder limitieren. Natürlich kann man Einheiten auch aufrüsten, so dass Soldaten Gebäude erobern können. Der Ölturm bringt Geld, eine Fabrik verringert den Preis von Fahrzeugen oder es gibt einen Landeplatz, wo regelmäßig Panzer abgeliefert werden. Panzer kann man mit Dronen ausstatten, die entweder die Gegend erkunden oder bewaffnet sind. Man kann auch eine von 3 Taktiken anwenden. Bombardment, Hold the Line und Search and Destroy erklären sich ja quasi von selbst. Mal wird die Durchschlagskraft erhöht oder die Reichweite. Durchschlagskraft ist gut, je mehr man zerstört, desto schneller wird man befördert. Dadurch kann man Punkte vergeben um neue Einheiten zu kriegen. Zum Beispiel Para-Troops oder die Möglichkeit mit einem Klick Gebäude, Waffen, Soldaten in einem bestimmten Bereich zu verbessern. Der Skirmish Modus ist auch ganz klar die Stärke des Spiels. Denn der Single Player Modus ist zwar ganz nett, aber nichts Besonderes und um ehrlich zu sein, habe ich den nie wirklich gespielt. Einzelne Schlachten gegen Feinde sind mir lieber. Eine dicke Basis bauen, Einheiten bauen, sie aufleveln und dann zuschlagen. Das macht Spaß und klappt hier sogar gegen die CPU. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist sie ganz brauchbar, auch wenn sie die typischen Schwächen wie das ständige Wiederaufbauen von Gebäuden an der gleichen Stelle haben. Aber mitunter greifen sie recht intelligent an Aber natürlich macht das gegen einen Menschen wesentlich mehr Spaß. Grafisch sieht das ganze auch heute noch gut aus. Damals war das ganze genial. Alles ist in 3D, die Kamera ist frei drehbar und man kann zoomen. Im Gegensatz zu Red Alert 2 hat man wieder auf einen realistischen Look gesetzt und die Einheiten sehen nicht mehr wie Spielzeug aus. Die Musik ist klasse. Bombastisch und antreibend, so dass sie gut zum Spiel passt. Die Soundeffekte sind sehr gelungen. Sprachausgabe gibt es auch. Die Soldaten und selbst der Baulaster der USA gibt Kommentare ab. Das ist nett, aber natürlich haben die nur 1-2 Sprüche die sie tausendfach wiederholen. Etwas nervig ist das schon. Kritik fällt mir recht schwer. Die Command & Conquer-Diskussion ignoriere ich. Solange mir ein Spiel Spaß macht, ist es mir egal, ob die Vorgänger komplett anders waren. Schwächen gibt es natürlich trotzdem ein paar. Das Balancing ist nicht 100% perfekt und das ganze Spiel ist beschissen programmiert. Bugs gab und gibt es auch nach einigen Patches immer noch und die Performance ist grausam. Meist kracht die Framerate gekonnt in den Keller sobald man mit 4 CPU Gegnern spielt und auf dem Schlachtfeld was los ist. Selbst wenn man die Grafik auf das absolute Minimum reduziert. Hier wurde eindeutig geschlampt, aber das kennt man von Electronic Arts. Command & Conquer Generals ist ein gelungenes Echtzeitstrategiespiel, das vor allem im Skirmish Modus gegen menschliche Spieler sein Potential voll ausspielt. Wie gesagt gibt es ein paar Schwächen und nervige Unzulänglichkeiten, aber das Spiel ist eben von EA und sie werden erst ein bugfreies Spiel herausbringen, wenn Schweine fliegen. Grafik: 9/10 Sound: 9/10 Gameplay: 8,5/10 Spielspaß Single Player: 8,5/10 Spielspaß Multi Player: 9,5/10 Developer: Electronic Arts Publisher: Electronic Arts Erscheinungsjahr: 2003 Erschienen für: PC, Mac Anzahl Spieler: 1-8 Schwierigkeitsgrad: Wählbar
  | Grafik | 9/10 | | Spielspass | | Sound | 8,5/10 | 7/10 | | Gameplay | 8,5/10 | | Multiplayer | 9,5/10 |
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