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In der Abteilung „Sharewarespiele von damals“ begeben wir uns heute in dunkle Höhlen und sammeln Kristalle ein. Erschienen ist das Spiel am 23. Oktober 1991 mit der ersten Episode als frei kopierbares Spiel mit dem Titel „Trouble with Twibbles“ (Die Anspielung sollte jeder verstehen) Im Spiel übernimmt man die Kontrolle von Mylo Steamwitz, der mit seinem Raumschiff im Weltraum rumfliegt und auf der Suche nach Geld ist, Kristalle bringen auch Geld, also wundert er sich nicht länger über seinen doofen Namen sondern fliegt zum Altairian Sternsystem. Dort angekommen geht es in die Höhle, wo sich Türen befinden. Jede Tür ist natürlich ein Level, es gibt 16 insgesamt und in welcher Reihenfolge man die spielt, bleibt dem Spieler selbst überlassen. Crystal Caves ist ein klassisches 2D Jump n‘ Run in seitlicher Ansicht und die Aufgabe ist es, alle Kristalle eines Levels zu finden, erst dann darf man den Ausgang benutzen. So startet man und sucht die meist labyrinth-artig aufgebauten Levels nach den Kristallen ab. Das allein wäre auf Dauer ziemlich öde, also gibt es Gegner die böse sind. Ob das merkwürdige grüne Hüpfdinger mit einem Auge sind, Godzillas, Fledermäuse, große blaue Kugeln mit Augen oder lila Schlangen, sie alle wollen möglichst schnell erledigt werden. Einfaches drauf schießen hilft bei einem Teil, andere erfordern eine andere Strategie. So kann man den großen blauen Ball nur abschießen, wenn er schläft, wenn er rumrollt, ist er unbesiegbar. Das Gegenteil gilt für das Alien das statt Arme zwei große Augen links und rechts hat, die Augen kann man nur zerstören, wenn sie geöffnet sind. Manch andere Feinde, wie die braunen Knäuel auf Beinen (Ohne die Beine würden sie wirklich an die Tribbles erinnern) oder die Minenfahrzeuge lassen sich nur zerstören, wenn man ein Power-Up für die Waffe gefunden hat, dieses ist leider zeitlich begrenzt und verschwindet nach wenigen Sekunden wieder. Andere Gegner, wie die Schlangen hinterlassen quasi ihre Leichenteile und verschwinden nicht, tritt man auf die darauf, verliert man ein Herz. Neben den Kristallen und dem Waffen Power-Up gibt es noch einige andere Gegenstände zum einsammeln. Das wichtigste ist Munition für die Waffe selbst, sonst steht man alsbald vor einem Gegner und es macht nur *klick* *klick*. Eine Pille mit der Aufschrift G verändert für kurze Zeit die Gravitation, so das Mylo an der Decke entlanglaufen kann. Ein Schlüssel sorgt dafür, dass man die zahlreich verstreuten Schatztruhen (Erstaunlich dass keine Piraten auftauchen) öffnen, diese geben einen Punktebonus. Weitere Gegenstände wie Spitzhacken und Kerzen dienen auch der Erhöhung des Punktekontos, genauso wie die ab und zu auftauchenden Früchte, die man wohl Pac-Man geklaut hat. Zu guter letzt tauchen noch Eier auf, die man anschießen sollte, dadurch tauchen Buchstaben auf. Sammelt man alle ein, ergeben sie das Wort Bonus und man erhält noch mehr Punkte. Was fehlt ist ein Symbol zur Erhöhung der Lebensanzahl und das ist gut so, denn dadurch wird das Spiel mitunter schön herausfordernd. Während man generell unendliche Versuche hat, einen Level zu schaffen, hat man in diesem nur 3 Herzen. Wird von einem Gegner getroffen, von auf dem Boden fahrenden Stacheln gepiekst oder von Felsen und Stalaktiten getroffen, verliert man eines der Herzen. Man kann auch sofort den Tod sterben, wenn man statt einem Gegner den Lutfgenerator trifft, dann zerplatzt Mylo. Während Anfänger das Spiel in erster Linie spielen um die Levels zu beenden, haben die erfahreneren Spieler eine größere Herausforderung und das ist der High-Score. Neben den Gegnern und den Gegenständen, erhält man einen großen Punktebonus, wenn man einen Level durchgespielt, ohne ein Herz zu verlieren um das zu schaffen, muss man die Levels schon fast auswendig kennen und schnelle Reaktionen besitzen. Das ist auch, was mir an dem Spiel so gefällt, es spielt sich einfach und flott, ist aber doch recht herausfordernd und ein herausfordernder Schwierigkeitsgrad ist das, was ich bei vielen heutigen Spielen so sehr vermisse. Episode 2 (Slugging it Out) und 3 (Mylo versus the Supernova) folgen dem gleichen Prinzip wie die erste Episode. 16 Levels, das gleiche Gameplay, die gleichen Gegner. Änderungen sind minimal, etwa kann es vorkommen, das man durch dagegen hüpfen versteckte Plattformen aufdecken muss. Vertrieben werden wohl alle jüngeren Spieler und das schon allein durch Grafik und Sound. Die Grafik kommt erwartungsgemäß in 16 Farben EGA daher, trotzdem warten die Levels mit abwechslungsreichen Grafiken auf und die Gegner sind ebenfalls nett gezeichnet. Animationstechnisch darf man nicht viel erwarten. Musik gibt es erst gar keine, zum Glück, denn unterstützt wird lediglich der PC-Speaker und so klingen die Soundeffekte auch. Das Sprunggeräusch muss man schon fast als nervtötend bezeichnend. Während Crystal Caves also in technischer Hinsicht eine mehr als schlechte Figur macht, überzeugt es eben in Sachen Spielspaß. Natürlich ist das kein Spiel, das man nun 2 Stunden am Stück spielen kann, aber so für zwischendurch immer mal 1-2 Levels, ist das eine sehr gute Sache. Mir macht es Spaß. Publisher: Apogee Developer: Apogee Erscheinungsjahr: 1991 Erschienen für: PC Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Variiert von Level zu Level
| Grafik | 6/10 | | Spielspass | | Sound | 4/10 | 7/10 | | Gameplay | 6,5/10 |
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