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Das Geheimnis der Druiden PDF Drucken
Geschrieben von Minsc   
11.05.2007

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House of Tales ist spätestens seit dem guten The Moment of Silence allen ein Begriff. Ihr erstes Spiel war Das Geheimnis der Druiden, welches 2001 erschien und dann später nochmal als Special Edition, mit besserer Musik und nur marginal veränderten Grafik- und Dialogoptionen.
Welche Version sollte man sich also zulegen? Die Antwort fällt leicht, keine von beiden.

Die Geschichte klingt einfach wie millionenfach gehört, mal wieder London, Stonehenge und mysteriöse Skelettfunde. Klar, dass da einiges im Argen ist – und so ermittelt man als Detective Brent Halligan und alsbald kommt man der Wahrheit auf die Spur. Was zunächst nach einer handelsüblichen Mordserie aussieht, entpuppt sich als blutiger, druidischer Ritualmord – und es geht natürlich um nichts geringeres als die Weltherrschaft dieses Zirkels!

Die Charaktere sind dabei genauso klischeehaft, da ist die schöne, steuerbare Doktorin Melanie Thurner (zumindest sollte sie das wohl sein, bei der Grafik sieht man ihr das wirklich nicht an), der mürrische Kollege Lowrie, der allwissende Druidenzirkelforscher, wirre Wissenschaftler und ein launischer Chef.
Immerhin sind die Orte ganz nett gewählt, Museum, Hafen, Polizeirevier uvm. – da ist schon eine gewisse Abwechslung, auch wenn alles sehr steril wirkt. Bei einem Syberia wäre das nicht so schlimm, weil es dort die Surrealität des Spiels unterstreicht, hier stört das schon: Wasser bewegt sich nicht, kein Blatt wiegt sich im Wind.
Aber immerhin schaut das alles hübsch aus – für 2001.

Gelungen ist die Sprachausgabe – und die Musik (zumindest in der Special Edition), es klingt alles sehr gut und unterstreicht die Atmosphäre des Spiels. Ebenfalls überzeugend und stimmungsvoll sind die schönen Zwischensequenzen. Aber kann das das Spiel retten?

Eher nicht, denn der größte Schwachpunkt des Spiels ist leider genau das, warum man ein Adventure spielt: die Rätsel. Einfachste Dinge, wie das Ausfüllen von Formularen (was ohnehin nervig genug wäre) werden so zur Qual – und hier wird wohl auch der umständlichste Weg gezeigt, wie man aus einer Telefonzelle ein Gespräch führt. Natürlich erst, nachdem man einem Obdachlosen selbst hergestellten Alkohol gebracht hat, für den man in einem Labor nur eine ganz bestimmte Flasche nehmen darf – obwohl dort zig Flaschen ein gleiches Etikett tragen... Und das ist nur ein Teil dieses Rätsels, man muss da minutenlang irgendwas hin- und hertragen, mit Leuten quatschen, ehe man dann endlich etwas Geld für ein Gespräch hat, um mit Mrs. Thurner im Museum reden zu können. Konstruierte Langeweile, Spielfluss kommt so kaum auf.

Genauso nervig sind die (viel zu) zahlreichen Dialoge, wieder und wieder muss man sie von vorn beginnen, nur weil man im Verlauf des Gesprächs, warum auch immer, bestimmte Fragen nicht mehr stellen kann – sehr schwach.

Das Geheimnis der Druiden ist ein enttäuschendes Adventure. Wer die mysteriöse Geschichte mag, kann vielleicht zuschlagen, aber allen anderen rate ich eher davon ab. Die Story ist immerhin noch recht stimmungsvoll umgesetzt, die Charaktere stören nicht, um es vorsichtig zu sagen – aber Rätsel und Dialoge sind zum davonlaufen. Und auch die Steuerung entpuppt sich teilweise als nervige Millimeterarbeit. Wenn man sich überhaupt für dieses Spiel entscheidet, sollte man zumindest zur überarbeiteten Special Edition greifen – oder noch besser, man greift daran vorbei und nimmt lieber Still Life oder Ni-Bi-Ru aus dem Regal...

Publisher: CDV Software
Developer: House of Tales
Erscheinungsjahr: 2001
Erschienen für: PC
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: nervig

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Grafik5/10  Spielspass
Sound7/10
3,5/10
Gameplay 5/10
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Letzte Aktualisierung ( 11.05.2007 )
 
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