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Geschrieben von ShadowAngel
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29.01.2009 |
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Zwar war Maniac Mansion nicht das erste Adventure von Lucas Arts (Das war Labyrinth), trotzdem könnte man es aber als Startpunkt für viele Jahre genialer Adventurespiele ansehen. Erst 1993 erschien das Sequel und der Tag des Tentakels brach an.
Gegenüber Maniac Mansion hat sich ein bisschen was geändert. Konnte man hier noch vor Startbeginn aus mehreren unterschiedlichen Charakteren auswählen und erhielt so unterschiedliche Endsequenzen, ist Day of the Tentacle (abgekürzt DOTT) in der Hinsicht schon wesentlich konventioneller. Bernard Bernoulli als Hauptfigur feiert aber zumindest ebenso eine Rückkehr wie Fred Edison und seine durch geknallte Familie.
Im Intro erleben wir wie an einem wunderbar sonnigen Tag wie zwei Tentakel aus dem Wald hüpfen. Sie stehen an einem Fluss in der Nähe von Edisons Haus, aus einem Rohr gelangt grüne Flüssigkeit in den Fluss und trotzdem trinkt das Purpur-Tentakel das Wasser. Es mutiert und bekommt zwei Arme, was ihn direkt dazu bewegt die Weltherrschaft an sich zu reißen. Das grüne Tentakel beobachtet das alles und wendet sich in der Not an Bernard an, der sofort mit seinen zwei Freunden Laverne und Hoagie anrückt. War Fred Edison im ersten Teil noch der Antagonist, so schlägt er sich hier auf die Seite der Weltenretter und schickt sie mit Hilfe einer eigens entwickelten Zeitmaschine zurück. Der eigentliche Plan war es, das purpurne Tentakel vom Wasser fernzuhalten. Das misslingt aber, da Edison nur einen Imitatdiamanten gekauft hat, der zerbricht und die drei Helden werden in unterschiedliche Zeiten geschickt. Bernard landet wieder in der Gegenwart, Hoagie 200 Jahre in der Vergangenheit, als George Washington, Thomas Jefferson und John Hancock gerade an der Verfassung arbeiten. Laverne dagegen landet 200 Jahre in der Zukunft, als die Tentakel schon die Welt erobert und die Menschheit unterjocht haben.
Die meisten Rätsel sind recht logisch aufgebaut und die Zeitreisenthematik spielt dabei meist eine große Rolle. So muss Hoagie in der Vergangenheit etwa Essig besorgen. Wie macht er das? Er stellt Jefferson eine Flasche Wein für eine Zeitkapsel zur Verfügung. Diese überlebt die Zeit und Laverne findet diese in der Zukunft. Der Wein hat sich bis dahin in Essig verwandelt und so schickt man die Flasche einfach zurück in die Vergangenheit. Sackgassen gibt es ebenso wenig wie die Möglichkeit zu sterben (Was in Maniac Mansion ja noch möglich war) und dadurch, dass die meisten Rätsel recht logisch sind, ist es auch etwas einfacher als etwa Monkey Island oder Indy 4. Bestens unterhalten wird man trotzdem und schon allein aufgrund der ganzen skurrilen Charaktere. George Washington oder Benjamin Franklin wurden gelungen karikiert. Die Edisons sind sowieso recht durchgeknallt und man trifft sogar auf ein sprechendes Pferd – dem man das Gebiss klauen muss.
Zu diesen durchgeknallten Figuren passt auch der Grafikstil bestens. Es ist schön bunt und comichaft gezeichnet. Die Animationen sind auch gelungen. Aus heutiger Sicht mag das alles etwas pixelig aussehen, aber es hat einfach Charme – und sieht wesentlich besser aus als modernde 3D Adventures mit langweiliger „realistischer“ Grafik. Die Musik ist ebenso gelungen, jede Epoche hat eine passende Musik. Die Soundeffekte sind ebenfalls ins comichafte übertrieben. Die englische Sprachausgabe ist sehr gelungen. Die deutsche dagegen weniger, da die Sprecher (Bis auf Hoagie) irgendwie gelangweilt klingen. Die deutsche Übersetzung lässt auch sonst einiges an Sprachwitz vermissen. Man sollte also auf jeden Fall zur Originalversion greifen.
Mit Day of the Tentacle hat Lucas Arts mal wieder bewiesen, dass sie früher die besten Produzenten von Point & Click Adventures waren. Zwar ist das Spiel eben nicht sonderlich schwer, aber es macht einfach Spaß und man wird bestens unterhalten.
Publisher: Lucas Arts Developer: Lucas Arts Erscheinungsdatum: 1993 Erschienen für: PC Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Leicht-Mittel
 
| Grafik | 8,5/10 | | Spielspass | | Sound | 8,5/10 | 9/10 | | Gameplay | 9/10 |
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