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1994 wurde Die Siedler veröffentlicht, programmiert praktisch im Alleingang von einer Person und trotzdem ein sehr gutes Spiel, das vor allem unter Amiga Fans zum Kulthit avancierte. Wie jedes erfolgreiche Spiel kommt irgendwann ein Nachfolger, das war 1996. Die Siedler 2 hat zum Glück nichts am Grundprinzip des Vorgängers verändert, aber viele sinnvolle Neuerungen eingebracht. Man hat nun die Wahl zwischen 4 Völkern: Römer, Wikinger, Japaner und Nubier. Diese spielen sich zwar alle gleich, aber ihre Gebäude unterscheiden sich in der Architektur. Ich nehme am liebsten die Wikinger, die sind am coolsten und die Bierbrauerei passt da einfach am besten rein. Es gibt eine Kampagne mit den Römern, die echtzeitstrategietypisch abläuft, man hat ein Gebiet, man muss Ziele erfüllen und trifft über kurz oder lang auf einen Gegner. Um ehrlich zu sein habe ich die Kampagne nie wirklich gespielt. Ich finde das zu öde. Zum Glück gibt es ja das Freie Spiel. Hier hat man viele Einstellungsmöglichkeiten. Man sucht sich eine Map und wählt dann die Gegner, jede Map hat eine Begrenzung in Sachen Gegnern. Am besten ist es aber sowieso immer gegen maximal 3 anzutreten, sonst wird es zu eng auf den Karten. Man kann noch einstellen, ob die Karte von Beginn an aufgedeckt ist, wie viele Rohstoffe man besitzt und das Spielziel. Das kann ¾ Besitz des Landes, die Kompletteroberung der Karte sein, oder man entscheidet sich einfach für kein Spielziel und kann dann bis zum jüngsten Tag siedeln. Nach einer kurzen Ladezeit ist man auf der Karte. Man hat ein kleines abgestecktes Gebiet und eine Festung, wird diese zerstört, hat man verloren. Nun gilt es eine funktionierende Siedlung aufzubauen. Für den Rohstoffnachschub benötigt man Steinmetze und Holzfäller. Der Holzfäller allein bringt ja noch nicht viel, also muss ein Sägewerk her, das die Holzstämme zu Brettern verarbeitet werden und damit die Bäume nicht irgendwann ausgehen, baut man einen Förster, der dafür sorgt, dass frische Bäume gepflanzt werden. Diese Warenkreisläufe findet man überall. Bei den Minen, wo man dann z.B. noch eine Schmiede oder einen Werkzeughersteller bauen muss und natürlich bei der Nahrungslieferung. Man baut dabei einen Bauernhof, eine Mühle, einen Bäcker und freut sich jeden Tag über frisches Brot. Das Ziel ist natürlich eine funktionierende Siedlung aufzubauen, in der alle Gebäude logisch angeordnet sind. Dazu muss man noch Wege für den Transport bauen, diese müssen so konstruiert sein, dass Rohstoffe schnell von A nach B kommen, ohne dass es zu Staus kommt. Das Ganze gestaltet sich vor allem im späteren Spielverlauf, wenn die Siedlung immer größer wird, besonders schwer und man muss dann schon richtig planen, wie man welches Gebäude nun wo baut. Militär gibt es natürlich auch. Man baut Baracken, Türme oder Festungen, bestückt sie mit Söldnern, die es in unterschiedlichen Stärken gibt und erobert so neues Land. Man kann auch Gegner angreifen, allerdings nur dessen Militärgebäude und keine zivilen Gebäude, also z.B. einen Bauernhof. Die Kämpfe laufen dann automatisch ab. Als Fernwaffe und Neuerung gibt es noch ein Katapult. Grafisch ist das Spiel besonders liebevoll animiert. Die kleinen Siedler gehen ihrer Arbeit nach, was man sich ansehen kann. Die Transportleute, wenn sie nichts zu tun haben, stehen rum und lesen Zeitung. Insgesamt ist die Grafik in 2D einfach gut. Die Musik untermalt die Szenerie sehr schön. Die Soundeffekte sind auch gelungen. Insgesamt ist Siedler 2 zu Recht ein Kulthit und seinen Nachfolgern natürlich meilenweit überlegen. Es macht auch heute noch sehr viel Spaß und ist ein richtiger Zeitfresser. Grafik: 8,5/10 Sound: 8/10 Gameplay: 8,5/10 Spielspaß Single Player: 9,5/10 Spielspaß Multi Player: 9,5/10 Developer: Blue Byte Publisher: Blue Byte Erscheinungsjahr: 1996 Erschienen für: PC, Mac Anzahl Spieler: 1-2 Schwierigkeitsgrad: Mittel
  | Grafik | 8,5/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 9,5/10 | | Gameplay | 8,5/10 | | Multiplayer | 9,5/10 |
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