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F1 Challenge '99-'02 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
17.09.2007

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Eigentlich ist die Formel 1 stinklangweilig. Gäbe es Waffen an den Fahrzeugen oder tödliche Fallen auf der Strecke wäre das ganze lustig. Aber so kurven 22 Fahrzeuge 2 Stunden lang über einen Rundkurs ohne dass groß was passiert.
Zum Glück gibt es ja Videospiele, leider sind die F1 Sims dort auch eher real gehalten, aber man kann wenigstens andere Fahrer von der Strecke kicken. Leider hält Sony seit Jahren die Exklusivrechte und so ist dieser Titel hier das letzte F1 Spiel für den PC.

Wie der Titel des Spiels schon sagt, werden gleich 4 Saisons mit allen jeweiligen Fahrern und Strecken geboten. Leider hat man die Chance versäumt, daraus wirklich eine kurze Karriere zu basteln. Man wählt eine Saison, seinen Fahrer und dann geht’s los, ist die Saison vorbei klickt man zur nächsten Saison, wählt seinen Fahrer. Eine Verbindung des Ganzen wäre interessanter gewesen.
Was bei F1 Sims seit praktisch jeher fehlt, ist gar eine richtige Karriere. Man erstellt seinen Fahrer und muss dann beispielsweise erstmal auf einem Kurs Runden fahren. Je besser man sich dabei schlägt, desto besser ist das Team das auf den Spieler dann zukommt. Aber ich denke mal, so weit denken die Entwickler heutzutage nicht mal mehr…

Man wählt also einen der Fahrer und darf dann seinen eigenen Namen eingeben, das Portrait darf nicht geändert werden, was die Namenssache auch schon wieder überflüssig macht.
Geboten wird das Übliche: Einzelrennen wo von Testrunde bis Qualifying und Rennen alles geboten wird, ein schnelles Rennen und eben die Meisterschaft. Dazu kommt noch eine Multiplayeroption. Back to Basics lautete wohl das Motto.

Auch sonst wird optionstechnisch nicht wirklich was gebracht. Man kann am Auto rumschrauben, was in 2 Arten möglich ist. Eine simple, wo man nur 4 Optionen wie Über- und Untersteuern, Grip und Geschwindigkeit mit Schieberegler reguliert und eine ausführlich komplizierte für Profis, wo man alles ganz genau einstellen kann, verbunden mit den Testrunden holt man so natürlich das Optimum aus seinem Rennwagen raus.
Natürlich kann man auch die üblichen Optionen wie Runden, Schwierigkeitsgrad und Regelauslegung einstellen.

Dann geht es auf die Strecke. Die Testläufe überspring ich meist, so geht es direkt zur Qualifikation. Aus der Boxengasse und raus auf die Strecke. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad und Fahrhilfen präsentiert sich das Spiel entweder als lockerer Arcaderacer wo man nicht viel selbst machen muss oder als knallharte Simulation, wo selbst der kleinste Fahrfehler bestraft wird. Hinzu kommen die Strecken selbst, die realistisch abgebildet sind, mit allen Unebenheiten und Belagsfehlern, was vor allem in Brasilien zu einer holprigen Fahrt führt. Bei meiner Meisterschaft gab es da dann noch starken Regen der nach der ersten Runde einsetzt und so wurde das ganze mehr oder weniger zur Höllenfahrt, aber so kann man Angriffe auf andere Fahrer zumindest gut tarnen.
Seine Fahrt kann man aus unterschiedlichen Kameraperspektiven erleben, wobei die Cockpitperspektive eindeutig die beste ist, da sie ein realistisches Fahrgefühl mit gutem Geschwindigkeistgefühl vereint. Am schlechtesten dagegen die 3rd Person Ansicht, hier ist das Auto zu schlecht lenkbar.
Eine Replayoption gibt es auch, man kann das ganze rennen aufzeichnen und das dann abspeichern.

Während des Rennens kriegt man ständige Meldungen aus der Boxengasse, was die anderen Fahrer so machen, wer in die Box fährt und wie viele Sekunden man Vorsprung oder Rückstand hat. Manchmal gibt es auch ein wenig Lob für gute Runden oder weil man gerade das Rennen gewonnen hat.
Präsentationstechnisch gab man sich generell etwas Mühe. Die Strecken werden von einem Sprecher vorgestellt, der später auch beim Rennen die Fahrer aufsagt und noch kleinere Kommentare abgibt. Alles wirkt eigentlich so wie bei der echten Formel 1. Bis auf die Siegerehrung, da gibt es nur ein kleines billiges Video mit einem Pokal. Keine Siegerfeier, was einfach enttäuscht.

Grafisch sieht alles sehr gut aus. Auf höchster Detailstufe kann das Spiel auch heute noch überzeugen. Die Rennautos sehen sehr gut aus, auch die Strecken überzeugen mit sehr vielen Details.
Die Musik ist eher nervtötendes Elektrogedudel. Die Soundeffekte dafür extrem gelungen und realistisch. Die Sprachausgabe ist in Ordnung, vielleicht hätte man aber nicht gerade Sprecher mit britischem Englisch nehmen sollen.

Die künstliche Intelligenz der Fahrer ist sehr gut. Sie suchen die Ideallinie, hintere Fahrer machen Platz wenn man als erster anrauscht. Lediglich große Überraschungen darf man nicht erwarten. Schumacher ist auch in der Computerrennwelt der dominierende Fahrer.
Steuerungstechnisch ist ein Lenkrad empfehlenswert oder zumindest ein analoges Gamepad. Mit Tastatur braucht man sich an das Spiel nicht ranwagen.

F1 Challenge ’99-02 ist eine gelungene Formel 1 Simulation, allerdings nicht ganz so stark wie Grand Prix 4 von Geoff Crammond, das in Sachen Fahrphysik einfach noch mal eins draufsetzt.
Beide Spiele enttäuschen dafür aber bei den Spielmodi, es fehlt einfach eine richtige Karriere und etwas Abwechslung.

Publisher: Electronic Arts
Developer: Image Space Inc.
Erscheinungsdatum: 2003
Erschienen für: PC, Playstation, Xbox, Gamecube
Anzahl Spieler: 1-22
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik9/10  Spielspass
Sound7/10
8/10
Gameplay 9/10
Multiplayer 8,5/10
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