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Fatal Racing PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
05.06.2007

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Rennspiele, bei denen es weniger darum geht, als erster durchs Ziel zu kommen, sondern darum, möglichst viele Gegner zu zerstören, erfreuen sich spätestens seit Destruction Derby recht großer Beliebtheit. Zeitgleich mit jenem Spiel brachte auch Gremlin eine Zerstörungsorgie auf den Markt. In den USA hieß es Whiplash.

Die acht größten Wagenhersteller finden sich jedes Jahr zusammen um zu sehen, wer das beste Auto hat. So war es zumindest ursprünglich und niemand hat sich dafür so wirklich interessiert. Dann hat man flugs die Regeln geändert, nämlich zu „Es gibt keine Regeln“ und schon lief die Geschichte. Natürlich unterscheiden sich die 8 Rennwagen recht stark. Das französische L’Auto Ariel ist absoluter Durchschnitt. Das Fahrzeug der Amerikaner von Global ist recht stabil und erreicht eine gute Höchstgeschwindigkeit, hat aber eine miese Beschleunigung und der Merkur GT vom deutschen Hersteller Reise Wagen ist ein sehr schweres, allerdings auch schnelles Gefährt, das sich nicht wirklich steuern lässt. Insgesamt gibt es 7 Kategorien, wie Handling, Beschleunigung und Haltbarkeit in die die Autos eingeteilt sind.

Jeder Autohersteller hat 2 Rennstrecken. Allerdings hat man beim ersten Start nur Zugriff auf die ersten 8. Will man den Rest, muss man den Gremlin Cup als Sieger verlassen. Danach werden die letzten 8 Rennstrecken freigeschaltet und es gilt den Premier Cup zu bezwingen. Hier werden auch die erweiterten Fahrzeuge freigeschaltet, alle Acht werden also getuned und haben bessere Eigenschaften. Schafft man dies auch noch im höchsten Schwierigkeitsgrad kommt der letzte Pokal dazu, dessen Strecken keine Namen haben und Strecken bietet, die man so wohl kaum in einem anderen Rennspiel sehen wird.
Die Rennstrecken sind auch das Highlight des Spiels. Wo die meisten anderen Rennspiele mit langweiligen Rundstrecken anöden, durften sich die Designer hier so richtig austoben. Von Loopings über Schrauben, zu Sprungschanzen gibt es auch Labyrinthe auf der Rennstrecke, sich verändernde Streckenteile, halbe Loopings und geteilte Strecken, wobei die eine Hälfte etwas höher liegt. Das ist perfekt um sein Auto auf das des Konkurrenten zu werfen der unten fährt.
Im Pokal geht es wie gesagt weniger darum unbedingt zu gewinnen, denn Punkte gibt es auch für die Zerstörung gegnerischer Wagen und das macht sowieso viel mehr Spaß. Man rammt den Gegner oben auf dem Looping, er fällt runter und explodiert. Aber nicht nur so nehmen die Autos Schaden, sondern natürlich auch durch die Rennstrecken. Hohe Sprünge bei denen man die Front zerstört, Wände gegen die man kracht oder Schrauben aus denen man fällt, sind nicht sonderlich gut für die Karosserie. Eine kleine Anzeige unten beim Tacho gibt darüber Aufschluss wie kaputt das Auto ist. Ist der Schaden zu groß, sollte man in die Boxengasse zur Reparatur fahren, was natürlich viel Zeit kostet.

Allerdings hat man noch den kleinen Vorteil, dass man immer als Team fährt. Insgesamt sind so immer 16 Autos auf der Rennstrecke und seinem Teamkollegen kann man Anweisungen rüber schicken, dass er Jagd auf ein bestimmtes Auto machen soll, die hinter ihm liegenden blockieren soll oder versuchen soll zu Gewinnen. Aber auch der Computerfreund gibt öfter Anweisungen oder Kommentare durch.
Insgesamt ist die KI sehr interessant. Es gibt sechs Schwierigkeitsstufen und auf den höchsten hat man eigentlich kaum eine Chance. Auch verhalten sich die Fahrer sehr unterschiedlich. Die Franzosen fahren gemütlich dahin ohne groß auf Unfälle wert zu legen. Die Amerikaner sind da schon aggressiver und die Fahrer des einen Japaner haben das Spiel nicht so ganz verstanden und stürzen sich in bester Kamikazemanier als Geisterfahrer auf die anderen Fahrer.

Natürlich kann man das Spiel auch mit Freunden spielen. In der nicht zu empfehlenden Diskettenfassung nur 2 Spieler per Splitscreen, in der CD-Rom Fassung gibt es eine Netzwerkunterstützung für insgesamt 16 Spieler. Man kann hier einfach sagen: Je mehr menschliche Spieler, desto besser.

Nach einem Rennen hat man noch die Möglichkeiten, die besten Unfälle und spektakulärsten Aktionen im Replay aus unterschiedlichsten Kameraperspektiven anzusehen und aufzunehmen um sie immer wieder anzusehen.

Technisch war das Spiel damals in erster Linie bekannt für einen abnormen Hardwarehunger. Unter einem Pentium 90 brauchte man erst gar nicht den SVGA Modus anmachen und selbst auf einem 133er ruckelte dieser Modus bei allen Details. Später erschien noch eine wesentlich schöner aussehende Fassung für 3DFX Karten. Aber auch so sieht das Spiel für die damalige Zeit recht gut aus. Gänzlich ohne Details erhält man dafür das wohl hässlichste Spiel aller Zeiten.
Die Musik ist typisches Arcadegedudel, sie nervt und wenn man sie deaktiviert, erhöht sich die Performance des Spiel um gut die Hälfte. Die Soundeffekte sind nett und die Sprachausgabe sehr gut.

Obwohl Fatal Racing damals bei den Magazinen nicht so wirklich gut wegkam, weil alle es mit Need for Speed und Bleifuss (warum auch immer…) vergleichen mussten, kann man dem Spiel seinen hohen Spielspaß einfach nicht absprechen. Vor allem im Netzwerk überzeugt es auch heute noch locker und hat eben Spielen wie Burnout die unrealistischen Strecken voraus.

Publisher: Gremlin
Developer: Gremlin
Erscheinungsjahr: 1996
Erschienen für: PC
Anzahl Spieler: 1-16
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik7,5/10  Spielspass
Sound6/10
8,5/10
Gameplay 8,5/10
Multiplayer 9/10

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