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Heaven & Hell PDF Drucken
Geschrieben von Minsc   
23.06.2007

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Die Hand Gottes...
und so ein bisschen erinnert das Spiel auch an Black & White oder Dungeon Keeper, man kann loben und transportieren.
Doch worum geht es? Nun, man ist Gott. Im ersten Teil der Kampagne ein guter Gott, und in comicmäßiger, an die Siedler erinnernder Grafik, ist es die Aufgabe, Gläubige zu gewinnen. Dazu kann man verschiedene Handlanger erzeugen, vor allem Taufliab, den Priester, der den Pöbel mit Engelserscheinungen oder Regenbögen überzeugt – und vor allem mit viel Geschwätz. Damit seine Predigt erhört wird, müssen die Ungläubigen in seine Nähe gebracht werden. Oder eben verkloppen, denn man kann den Glauben auch einprügeln. Dabei sieht man nur noch eine Staubwolke, aus der Kampflaute dringen, wie bei Asterix.  Außerdem gibt es noch einen Spion, der den Glauben an den „falschen“ Gott einer Stadt senken kann oder Mana klauen. Oder man baut Vergnügungsgebäude und lockt so Personen des anderen Glaubens auf seine Seite. Andere Propheten können komplette Städte konvertieren oder die Sintflut herbeirufen.
Aber all das kostet Mana.

Geld ist Macht, Mana auch...

Wenn man nun endlich einen Bewohner von sich überzeugt hat, kann man sein Haus umwandeln in Manaproduktion oder Gesinnung. Das kann noch in 3 Stufen ausgebaut werden, je höher die Gesinnung, desto schwerer haben es gegnerische Priester -  am Anfang der Kampagne die Seite des Bösen, dessen Taufmael versucht, die Botschaften des Heavy Metal und Satans zu verbreiten. So ringt man um Dörfer, erzeugt Propheten, die einen unterstützen, wobei es eben stets darum geht, ein Gleichgewicht aus Manaproduktion und Stadtabsicherung zu schaffen.

Gott sieht alles...

auch diese nett gemeinte, recht lustige Grafik. Wirklich gut ist das nicht, und wo Figuren noch liebevoll sind, ist die Landschaft schon sehr platt. Das Umwandeln von gut zu böse ist gut zu sehen anhand der Farben und Gebäude, die Zwischensequenzen gefallen mir. Comicmäßige Frösche fangen in Zeitlupe Fliegen, Schafe stehen dümmlich am Weg.
Die Gebäude selbst sind recht unterschiedlich, jedoch hat man sehr schnell alles gesehen, das senkt die Motivation. Soundeffekte, Musik und Sprecher gehen in Ordnung.

Gott sein...

Am besten folgt man erstmal der Kampagne, hier werden nach und nach alle Propheten erklärt, ab und an eine nette Zwischensequenz. Als guter Gott kann man noch Froschplagen auf den Gegner loslassen, oder Götzen mit Erdbeben zerstören, dazu kann man Blitze erzeugen. Umgekehrt hat der teuflische Gegner Heuschrecken parat, mit denen er einen beharken kann. Das ist so weit alles ganz nett, und wirkt wie eine Mischung aus Siedler und Black and White, was auch ok gewesen wäre, wenn man das Spiel von Anfang an als Budget vertrieben hätte, denn 43 Euro sind dafür allerdings nicht angemessen.
Alles wird aufgeteilt, das Böse ist in der Nacht stärker (also ist für die Guten das bauen und Propheten rekrutieren teurer), das Gute hat am Tag Vorteile. Erstere sind eher Schwarz und Rot gehalten, letztere in Weiß. Und am Anfang macht das auch Spaß, die wuseligen Wesen zu sehen, die Seelen zu bekehren und sich über Manazuwachs zu freuen, oder die neuen Propheten, oder darüber, dass man wieder eine Mission geschafft hat.
Diese sind aber einfach auf Dauer zu einfallslos und manchmal auch leicht zu durchschauen. In der einen Mission greift das Böse nur in der Nacht an, Ziel ist es einen bestimmten Propheten zu erschaffen. Macht man das, sobald man genug Mana hat, wird es schwer – baut man jedoch erstmal gemütlich das Dorf aus, denn die Nacht beginnt erst, wenn dieser eine Prophet erschaffen wurde und eben nicht nach einer bestimmten Zeit, ist das problemlos zu schaffen. Und so gibt es einige Stellen, wo man sich das Leben erheblich leichter machen kann, wenn man bestimmte Ziele absichtlich erst später erfolgt.

Die Hand Gottes (2)...
und somit zur Steuerung. Mit der Maus geht das recht gut, allerdings hat man nicht immer die Kontrolle, wenn ein Prophet ein Wunder wirkt (z.B. Predigen) kann man ihn da nur schwer unterbrechen und muss manchmal zusehen, wie er stirbt, was meist ein Neuladen zur Folge hat. Auch so greift man mal den falschen und auch die Krieger steuert man indirekt, so dass manchmal wenige Gegner vorbeirennen eine Stadt plündern, während die Krieger mit den eigenen Horden dumm einen Priester verfolgen. Das nervt schon sehr, wenn man deshalb Dörfer erneut erobern muss.

Das Wort Gottes...

wäre hier vielleicht etwas anmaßend, trotzdem erlaube ich mir ein Fazit. Für 2-3 Tage oder eine handvoll Spielstunden ist Heaven and Hell sehr unterhaltsam, aber sobald man alles gesehen hat ist die Luft raus, zumal auch alle Missionen im Prinzip nach dem ewig gleichen Schema ablaufen. Außerdem stören ein paar Kleinigkeiten, wie die KI oder die etwas fummelige Steuerung.
Aber eine Zeit lang macht der Göttermix aus gruseligem Heavy Metal, Fröschen und Comicgrafik schon Spaß – und so kann man bedenkenlos zugreifen, wenn man Echtzeitstrategie mag und man das Spiel mal für wenige Euro als Vollversion in einer Zeitschrift entdeckt.

Publisher: CDV
Developer: Eigelb
Erscheinungsjahr: 2003
Erschienen für: PC
Anzahl Spieler: 1 und Multiplayer
Schwierigkeitsgrad: leicht

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Grafik5/10  Spielspass
Sound5/10
5/10
Gameplay 6/10
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