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Holiday Island PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
12.06.2007

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Urlaub. Lieben wir ihn nicht alle? Meistens im Sommer geht es auf in ein sonniges Land. Man wird in einem riesigen Betonbunker untergebracht, wo garstige Animateure schon darauf warten, dem Urlaub durch miese Musik und schlechte Witze auch das restliche bisschen Spaß zu nehmen.
Seit dem Jahr 1996 kann man aber selbst zeigen, wie man es richtig macht: Mit Holiday Island am PC.

Das schöne an Holiday Island ist der Funktionsumfang und der beginnt schon bei Spielstart. Man kann wählen ob man ein Spiel ohne Ziel startet und dann in 60 Spieljahren ein Urlaubsparadies aufbaut oder ein Szenario wählt. Auch wenn in der Anleitung 12 aufgeführt sind, haben es ins Spiel dann doch nur 6 geschafft. Die restlichen wurden später mit einem Addon nachgeliefert. Ein wenig merkwürdig wirkt das schon.
In den Szenarios werden die üblichen Ziele geboten, so muss man bei einem in 20 Jahren 500 Millionen Mark einnehmen und in einem anderen mindestens 10.000 Urlauber im Monat haben. Schon wesentlich interessanter ist da ein Szenario, wo man 10 Jahre Zeit hat 4000 Surfer zu locken.
Hat man sich entschieden wie man spielen will, kann man noch die Map festlegen. Soll es eine Insel sein, eine Inselgruppe oder ein Atoll? Eher hügelig? Mit vielen Flüssen? So entsteht bei jedem Start eine neue Herausforderung.

Dann landet man auf der Insel. Noch ist alles schön grün, aber nicht mehr lange, denn man will ja Geld scheffeln und die Insel kann man mit über 60 Gebäuden aus 12 Kategorien zubetonieren.
Am wichtigsten sind natürlich die Hotels, Bungalows und Campingplätze. Ein Flughafen wäre auch toll, denn irgendwie müssen die Gäste ja ankommen. Alternativ kann auch ein Hafen her. Dann braucht man ein Elektrizitätswerk, eine Müllkippe und eine Kläranlage, damit es den Urlaubern nicht allzu bald stinkt. Für Unterhaltung und Spaß muss auch gesorgt werden, scheinbar wird in den Hotels zum Glück auf Animateure verzichtet. So baut man noch Discos, Spielhallen, Fußball- und Tennisplätze, Minigolfanlagen, Wasserparks und natürlich Supermärkte und Restaurants. Auch den Strand darf man voll machen mit Surfverleih, Strandbar und Beachvolleyball.
Am Strand stößt man aber schon auf das erste Problem: Die Urlauber selbst, die breiten sich nämlich auch so vor dem Meer aus und wo sie liegen kann man nichts mehr bauen. Sehr schnell stößt man so auf das Problem, dass man z.B. das Terrain bearbeiten will um eine schöne gerade Fläche zu erhalten, kann das aber nicht machen weil da jemand auf seinem Strandtuch faul in der Sonne liegt und nicht weg will.

Am Anfang hat man natürlich weder das Geld zur Verfügung um sofort das Urlaubgsparadies zu erschaffen, noch die richtigen Gebäude dafür. So baut man erstmal 2 billige Hotels und einen Flughafen mit sandiger Landebahn und einer Strohhütte als Tower. Erst im weiteren Verlauf kommen die richtig guten Gebäude dazu und so kann man dann zwischen 8 Hotelanlagen wählen.

Die Konkurrenz schläft natürlich nicht, denn man muss sich natürlich gegen andere Spieler (Nur CPU) zur Wehr setzen. Allein mit tollen Anlagen und günstigen Preisen schafft man das kaum und so greift man schnell zu miesen Tricks. Ob man mal eben ein paar Piranhas in den Pool wirft, die Landebahn mit Schmierseife verfeinert oder ein Hotel mit einer schönen Sprengladung plättet, an Bosheiten wird hier nicht gespart. Aber natürlich können diese auch daneben gehen und man selbst leidet alsbald unter einem schlechten Ruf.

Damit das Spiel auch nach einiger Zeit noch Spaß macht, gibt es ab und zu Versteigerungen. Hier darf man sich besondere Attraktionen wie die Statuen der Osterinsel ersteigern oder Wettbewerbe wie die Surfmeisterschaft und die Wahl zur Miss Holiday Island, welche noch mehr Besucher anlockt.
Üblich bei solch einem Spiel sind natürlich auch die Katastrophen wie Ölpest, Tornado und Erdbeben. Auf Wunsch kann man diese aber auch deaktiveren.

Grafisch wird das Spiel aus der Isoperspektive präsentiert. Diese ist WiSim typisch recht zweckmäßig, bunt und wie üblich im Comicstil gehalten.
Auch typisch für Wirtschaftssimulationen ist die schlechte Musik, da wird hier keine Ausnahme gemacht, am besten deaktiviert man sie. Die Soundeffekte sind nett, aber gerade der Baulärm nervt doch sehr schnell.

Holiday Island ist ein nettes kleines Spiel, das mit reichlich Features und netten Ideen überzeugt, aber schlussendlich die gleichen Langzeitmotivationsprobleme wie beinahe alle WiSims hat. Da helfen auch die Versteigerungen nicht viel, nach der 5. Tennismeisterschaft hat man davon einfach genug. Der Schwierigkeitsgrad ist auch nicht allzu hoch, es stört die Besucher nicht mal wirklich, wenn man den Campingplatz neben die Müllkippe setzt, denn ist der Ruf der Hotelanlage sehr hoch, kommen sie ja trotzdem.
Auch fehlt einfach ein Multiplayer Modus, denn mit ein paar Freunden um die schönste Urlaubsinsel zu wetteifern, macht einfach mehr Spaß als mit den gesichtslosen CPU Gegnern. So bleibt es eben ein nettes kleines Spiel für die 10 Minuten zwischendurch.

Publisher: Sunflowers
Developer: Sunflowers
Erscheinungsjahr: 1996
Erschienen für: PC
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Leicht-Mittel

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Grafik6,5/10  Spielspass
Sound7,5/10
6/10
Gameplay 8/10

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