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Indiana Jones and the Last Crusade PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
20.11.2010

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Seit langer Zeit ist es normal, das man Filme zusätzlich vermarktet in dem man allerlei Merchandise veröffentlicht. Seit den 80ern zählen auch Videospiele dazu. Indiana Jones bekam tonnenweise schlechte Videospiele zu jedem Film und auch Indiana Jones and the Last Crusade blieb davon nicht verschont. Miese Jump n‘ Runs von US Gold und Taito. Zur gleichen Zeit arbeitete auch Lucasfilm Games (Später dann LucasArts) an einem Spiel zum Film.
Anders als die Hüpf und Rennspiele der anderen Hersteller, hielt sich Lucasfilm Games an das, was sie konnten: Adventures. Point & Click Adventures um genau zu sein.

Wer jetzt den Film kennt, erwartet, dass man einfach das gleiche nochmal mit einigen Rätseln erlebt, aber da irrt man sich. Das Spiel ist quasi eine komplette Neu-Interpretation der Handlung. Auch wenn es natürlich im Grund immer noch darum geht, Henry Jones Sr. und den heiligen Gral zu finden.

Nach dem Intro startet man am Barnett College und kann erstmal trainingsweise einen Boxkampf abhalten. Wie im Film gilt es dann den aufmüpfigen Schülern zu entkommen, was man auf mehrere unterschiedliche Arten erledigen kann. Das ist auch das schöne an diesem Spiel: Viele Rätsel kann man auf unterschiedlichste Art und Weise erledigen. So kann man beiden Schülern etwa einfach eine Ausrede benutzen oder man schickt sie zu einem anderen Lehrer, dessen Namen man vorher in einem Gespräch mit Donovan erfährt. Das zieht sich durch das gesamte Spiel, wodurch es sich lohnt, auch ein zweites Mal mit Indy auf den letzten Kreuzzug zu starten.
Nach dem College geht es zu Donovan und dann direkt nach Venedig wo man auch auf Elsa trifft. Es geht in das Museum und die unterirdischen Katakomben. Von hier an verläuft das Spiel recht anders als der Film. Man trifft nicht auf die Gralverteidiger, dafür muss man im Museum mehr Zeit verbringen um den Eingang zur Katakombe zu finden und selbige ist eine von zwei Labyrinthen. Das andere trifft man im Schloss Brunwald an. Das ist auch ein kleines Labyrinth mit vielen Räumen und vielen bösen Nazis. Diese kann man verprügeln oder durch Ausreden und Tarnungen verwirren. Eine witzige Szene ist mit einem großen bösen Obernazi. In einem Faustkampf ist man ihm unterlegen. Also schnappt man sich einen Pokal, füllt ihn mit Bier und bringt diesen zu ihm. Er trinkt den Krug auf einen Zug und ist besoffen, so dass man ihn mit einem Schlag KO setzen kann.
Nach dem Schloss geht es optional nach Berlin oder, wenn man Donovan austrickst direkt zum Tempel wo der Gral ist, wodurch man aber viele Schauplätze vermisst. So geht es dann nach Berlin und man trifft auf Hitler. Man kann ihm auch aufs Maul hauen, aber dann wird man erschossen und das Spiel ist vorbei. Es ist wirklich vorbei. Erinnert ihr euch noch an die Zeit, als man in LucasArts Adventures sterben konnte? Dies ist eines davon. Sackgassen gibt es dafür keine, alle nötigen Gegenstände kriegt man eigentlich immer direkt aufgetischt. Lediglich am Ende, bei der Gralsauswahl kann es mitunter etwas kompliziert werden, wenn man sich die vorherigen Hinweise nicht notiert.

Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad der Rätsel in Ordnung, manche sind etwas schwerer, aber mit etwas Denken kommt man immer weiter. Schade, das LucasArts später immer weiter den Schwierigkeitsgrad senkte, bis man dann bei selbst ablaufenden Spielen wie Full Throttle oder „Monkey Island 3“ (Ich weigere mich noch immer, zu akzeptieren, das es mehr als 2 Monkey Island Spiele gab) landete.

Leider wurden sehr viele Schauplätze ausgelassen. Den Bootskampf gibt es nicht, die Panzerszenen gibt es nicht, vielleicht hätte man zwischendurch auch mal Brody und Sallah spielen können auf der Flucht vor den Nazis. Stattdessen taucht Sallah gar nicht erst auf und Brody ist nur eine immer mal wieder auftauchende Figur. Das ist schade, man lies hier viel Potential liegen und da man das Spiel in recht wenigen Stunden durchspielen kann, wäre es schon wünschenswert gewesen, etwas mehr zu präsentieren.

Gesteuert wird das Spiel über das SCUMM System: Anklickbare Verbe, ein Inventarsystem das hier noch mit Begriffen und nicht mit Bildern arbeitet. Kennt man ein altes LucasArts Spiel, kommt man sofort mit der Steuerung klar. Lediglich die Kämpfe und Actionszenen laufen mit dem Nummernblock der Tastatur ab. Die Tasten 9,6,3 sorgen für Schläge, mit 8,5,2 blockt man und mit 7.4.1 geht man einen Schritt zurück. Die Kämpfe sind ungewohnt, aber die kann man am Anfang eben trainieren.
Anders sieht es da schon bei der Flugsequenz aus. Das Flugzeug steuert man mit dem Nummernblock und man muss dafür sorgen, dass man immer recht stabil vor den Nazifliegern herfliegt, so dass Papa Jones sie abschießen kann. Ich habe es nie geschafft, diese Sequenz (20 Flieger muss man abschießen) zu überstehen, ich wurde immer irgendwann abgeschossen. Das Spiel läuft dann weiter und man muss mit dem Auto von Grenzposten zu Grenzposten fahren und irgendwie die Soldaten dort überwinden. Je nachdem, wie lange oder kurz man in der Luft muss man sich mit mehr oder weniger Grenzposten  rumschlagen.

Grafisch ist das Spiel nett, wobei es drauf ankommt, welche Version man hat. Auf dem PC gibt es eine EGA und eine VGA Version, wobei man bei der VGA Version etwas schlampig vorging und manche Animationen und Hintergründe im EGA-Stil belassen wurden. Besser ist hier die FM Towns Version.
diese bietet auch eine bessere Musik, wobei der PC hierbei auch keine so schlechte Figur macht. Lediglich einige Soundeffekte klingen mehr nach PC Speaker. Aber die Indyatmosphäre wird schon sehr gut eingefangen.

Insgesamt hat mir Indiana Jones and the Last Crusade Spaß gemacht, es ist ein unterhaltsames Adventure das vieles richtig macht. Leider ist es etwas zu kurz geraten und es hätten noch andere Schauplätze genutzt werden können aber mir gefällt es auch so besser als der Film.

Publisher: Lucasfilm Games
Developers: Lucasfilm Games
Erscheinungsjahr: 1989
Erschienen für: PC, FM Towns, Amiga, Atari ST
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Mittel

Grafik: 7,5/10
Sound: 7/10
Gameplay: 8/10
Spielspaß: 8/10

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Grafik8/10  Spielspass
Sound7,5/10
8/10
Gameplay 8/10

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