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Knight Rider, das Spiel zur Fernsehserie von Davilex, verkaufte sich offensichtlich recht gut, denn 2004 erschien dazu ein Nachfolger. Um die Spieler nicht zu sehr mit Neuerungen zu überrumpeln, hat man die ohnehin im Vorgänger schon veraltete Grafik gleich beibehalten – hätte man das nur bei anderen Aspekten genauso gehandhabt...
Das Intro mit Spielszenen ist eine gute Einstimmung in das Spiel, vor allem bei der Musik versetzt es einen sofort wieder in die Achtziger. Bis man die Lasergeschosse an KITT sieht, wenn ich mich recht erinnere gab es da tatsächlich mal eine Folge, wo das vorkam, aber nun gut. Im Menü kann man sich einige Ausschnitte aus der DVD ansehen und im Verlauf des Spiels auch weitere Szenen freischalten, darüber hinaus gibt es ein Quiz. Schade nur, dass die Szenen auf englisch sind und das Spiel auf deutsch, es wäre doch viel schöner gewesen, wenn man die gleichen bekannten Stimmen in den Ausschnitten und im Spiel gehabt hätte. Aber auch hier macht Davilex keine halben Sachen, denn so gibt es die Sprecher weder in Szenen noch im Spiel, denn völlig unverständlicherweise hat man dieses Mal irgendwelche ablesenden Allerweltsstimmen genommen. Danke, Kumpel. Schalt auf Überwachung, Kumpel.
Das alles kostet an Atmosphäre, wie auch die lieblos aneinandergereihten Missionen, in denen man ständig Raketen ausweicht, ob sie hinter einem sind, oder vor einem von einem Hubschrauber abgeschossen werden. Man überspringt Hindernisse oder zerschießt sie mit dem neuen Laser. Dabei nerven noch zusätzlich ständige, geskriptete Ereignisse, die oft unnötig sind. Mehr verwirren, als alles Nützen, denn die Perspektive dreht sich und ehe man merkt, dass man wieder selbst steuert, rast KITT schon in den Abgrund. Den Versuch einer trashigen Story habe ich fast schon wieder vergessen, aber im Intro sieht man zumindest noch einmal das Ende von KARR aus dem Vorgängerspiel. Wie so oft verschwindet KARR – und wird wieder auftauchen, das Gesetz der Serie nun auch im Spiel.
Dass die Steuerung gegenüber dem Vorgänger kaum verbessert wurde, fällt da kaum noch ins Gewicht. Nur beim Intro und beim Betrachten der Serienszenen kommt ein bisschen Knight Rider – Nostalgie auf, die unpassenden, miesen Sprecher und die langweiligen, langwierigen und lustlosen Missionen versauen einem den letzten Hauch von Spielspaß.
Kaum zu glauben, aber man möchte nach dem recht gelungenen Vorgänger fast glauben, dass Davilex den zweiten Teil nur deshalb gemacht hat, um alle guten Eindrücke sofort wieder auszulöschen wie die Erinnerung des Michael Knight an die Identität von Michael Long.
Völlig enttäuschend, da können auch die Spezialeigenschaften von KITT, wie Turbo Boost oder dem Super Pursuit Mode (inkl. ausfahrbarem Spoiler wie in den neueren Staffeln der Serie) gar nichts mehr retten. Einzig das Quiz macht für 2-3 Runden Spaß, aber die 10 Fragen sind zu schnell vorbei, um einen Kauf zu rechtfertigen.
Nostalgiker bleiben beim ersten Teil, Knight Rider 2 ist niemandem zu empfehlen, außer vielleicht als Strafandrohung für gewaltbereite Jugendliche. So könnte es zumindest im Geiste der Foundation für Recht und Verfassung noch einer guten Sache dienen...
Publisher: Vivendi Universal Interactive Developer: Davilex Erscheinungsjahr: 2004 Erschienen für: PC Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: wählbar
 
| Grafik | 4/10 | | Spielspass | | Sound | 4/10 | 2,5/10 | | Gameplay | 4,5/10 |
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