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Knight Rider PDF Drucken
Geschrieben von Minsc   
10.02.2008

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Ein Auto, ein Computer, ein Mann.
Die meisten kennen dieses Intro ja, zumindest, wenn man die Achtziger Jahre Fernsehserie um David Hasselhoff und das sprechende Auto KITT kennt. Michael Knight hieß eigentlich Michael Long, er wurde als Polizist schwer verletzt und bekam eine neue Identität, um im Auftrag der Foundation für Recht und Verfassung Verbrecher Dingfest zu machen und Straftaten aufzuklären. Ebenfalls in den Achtzigern kam bereits ein völlig mieses Spiel für den C64 raus – und 2002, wohl im Zuge der Veröffentlichung alter Serien auf DVD, erschien dieser Titel von Davilex.
Davilex? Genau, jene Firma, die uns mit dem Autobahn Raser beglückte...

Vor dem Start kann man einen von drei Schwierigkeitsgraden wählen, seine Einstellungen treffen und am besten die Kampagne starten, erst später kann man auch einzelne Missionen wählen. Völlig unmöglich war es mir, mein Gamepad zu benutzen, da ich es nicht konfigurieren konnte, es blieb mir also nichts über, als das Ganze mit Tastatur zu spielen.

Die Klänge der Knight Rider – Serie stimmen gut auf das Spiel ein. Auch, dass Devon, Bonnie und Michael Knight die originalen Sprecher von damals haben, trägt viel zur Atmosphäre bei – KITT hat verständlicherweise eine andere Stimme, da Gottfried Kramer 1994 gestorben ist.

Im Spiel absolviert man zunächst einen nicht abbrechbaren Testparcours, um KITTs Systeme zu kalibrieren, einmal lasse ich mir das ja gefallen, aber generell sollte so etwas verboten werden, dass man Tutorials nicht abbrechen kann. Denn man muss das bei jedem Schwierigkeitsgrad aufs Neue überstehen. Die Steuerung ist alles andere als realistisch, am Anfang etwas schwammig, aber man gewöhnt sich nach kurzer Zeit dran, ab und zu bleibt man aber gerade bei Sprungpassagen auch mal hängen.  

Die Handlung selbst erinnert an eine überlange Knight Rider – Folge, die kaum Wünsche offen lässt, es geht um den Versuch einer Massenproduktion von KITTs Molekularversiegelung, diese soll aus Panzern unzerstörbare Armeen machen. Garth Knight und sein GOLIATH tauchen auf, man muss ein Wettrennen gegen KARR fahren und diesen später schließlich in einer Art Karambolage - Kampf besiegen. Es gibt Verfolgungsjagden, in manchen Leveln muss man Computer ausspionieren oder Systeme stören, unter Zeitdruck bestimmte Punkte erreichen oder in großen Industriekomplexen erstmal den richtigen Weg finden. Da wird Knight Rider fast zu einem Jump'n'Run dank des Turbo Boosts. Das ist also alles recht abwechslungsreich und geht weit über ein „normales“ Rennspiel hinaus. Gut, dass Davilex es nicht Adventure Raser genannt hat...

Insgesamt 14 Level und das Tutorial umfasst das Spiel. Man ist damit vielleicht 2 Nachmittage beschäftigt und die Steuerung treibt einem manchmal die Zornesröte ins Gesicht. Dafür entschädigen die trashige Handlung und die originalen Sprecher, das alles kommt der Serie doch recht Nahe, zumal KITT auch die bekannten Funktionen hat: Turbo Boost (über Hindernisse springen), Sky Mode (auf 2 Rädern fahren), Super Pursuit Mode (bei Spaceballs würde man sagen „wahnsinnige Geschwindigkeit“), einen Scanner und  ein Nachtsichtgerät (nur ist es in dem Spiel nie dunkel?).

Die Grafik nennen wir mal wohlwollend Retro, Sound und –effekte gehen in Ordnung.

Fans der Serie können einen Blick riskieren, wenn man günstig rankommt, mir hat es zumindest Spaß gemacht, endlich die erste (und bisher einzige) brauchbare Knight Rider- Umsetzung zu spielen. Wer mit der Serie nichts anfangen kann ist natürlich bei Need for Speed und ähnlichem besser aufgehoben.

Publisher: Koch Media
Developer: Davilex
Erscheinungsjahr: 2002
Erschienen für: PC
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: wählbar

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Grafik4/10  Spielspass
Sound7,5/10
6/10
Gameplay 5/10
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