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1988 schickte Al Lowe seinen Schwerenöter wieder daran, sämtliche Festplatten unsicher zu machen. Dabei sieht am Anfang noch alles gut aus, denn Larry ist tatsächlich noch mit Eve, seiner Eroberung aus dem ersten Spiel, zusammen. Zumindest glaubt Larry das, aber Eve kann sich schon gar nicht mehr erinnern, wer er ist und jagt ihn schnell davon. Armer Larry... Vor dem Spiel muss man erstmal einen nervigen Kopierschutz überstehen. Hier gilt es, die richtige Telefonnummer für das verpixelte Bild zu finden. Ich spreche das nur an, weil die in der Anleitung abgebildeten Schwarzweiß Bilder so schrecklich minderwertig sind, dass dies schon fast ein eigenes Adventure ist. Mehr als einmal hab ich die falsche Nummer eingetippt. Nervig. Hat man das überstanden darf man auch schon bald die Steuerung Larrys übernehmen und wandert mit ihm durch die Stadt. Schon bald landet man als Gast in einer Datingshow – und zur Überraschung aller (und vor allem für die Frau, die hier verkuppelt werden soll) gewinnt man. Die Karibikkreuzfahrt hat man sich aber auch verdient, ebenso wie die Million Dollar, die Larry in der Lotterie gewinnt. Danach aber zeigt sich schon bald wieder das typische Pech Larrys. Erst wieder mit einem Geheimagenten verwechselt, dann ist ihm das KGB auf den Fersen und das Date aus der Fernsehsendung hat gar keine Lust auf Larry und hat ihr Reiseticket an ihre Mutter vermacht – die eher auf SM steht. Hier hilft nur die Flucht und schon bald findet man sich, immer noch vom KGB gejagt, auf einer Tropeninsel wieder – auf der allerdings auch noch ein verrückter Wissenschaftler lebt... Viel zu tun gibt es also für Larry und den Spieler, die Handlung ist um ein vielfaches umfangreicher und dichter als die dünne „Such dir eine Frau“ Aufgabe aus dem Vorgänger. Steuern kann man Larry dieses Mal auch mit der Maus, was um einiges leichter von der Hand geht als die Tastatursteuerung. Aktionen werden aber nach wie vor über einen Parser eingegeben, der nach wie vor Probleme bereitet. Viele Phrasen erkennt er nicht und man muss teilweise schon ganz genau wissen, was man da nun für ein Wort verwenden muss. Richtig fies sind auch jene Szenen, wo man so schnell wie möglich die richtigen Wörter eintippen muss. An einer Stelle muss sich Larry über einen Fluss voll Piranhas bewegen, er schwingt von Liane zu Liane. Hier muss man extrem schnell immer den Parser aufrufen und den Befehl eingeben, ansonsten fällt Larry ins Wasser und stirbt. Sterben kann man hier wieder mal an jeder Ecke. Fast überall warten die bösen KGB Agenten oder haben gemeine Fallen in form hübscher Frauen aufgebaut. Noch etwas gemeiner sind Bildschirmtode erzeugt dadurch, das man gar nicht weiß, was man machen muss. Bei der Flucht vom Kreuzfahrtschiff, stürzt man sich mit einem Rettungsboot ins Meer. In dem kurzen Moment, wo man das Boot vom Schiff treiben sieht, muss man einige Befehle eintippen, ansonsten stirbt man. Darauf zu kommen ist schwer, zumal man danach minutenlang Larry im Boot sieht, hier allerdings keine Befehle eintippen darf. Mir haben einige dieser Rätsel nicht gefallen, da sie einfach auch etwas unlogisch sind. Hinzu kommen auch die Sierratypischen Sackgassen. Hat man vergessen einen Gegenstand mitzunehmen, kann man meist direkt von vorn beginnen. Anders als in Teil 1 kann man nämlich nicht mehr an altbekannte Orte zurückreisen. Ebenso missfallen hat mir der harmlose Humor. In den späteren Teilen wird das zum Glück wieder etwas besser, aber hier hat man den Eindruck, das Sierra das Spiel kindertauglich machen wollte. Abgesehen von 2-3 Szenen ist nicht mehr viel übrig geblieben vom anzüglichen Humor Larrys und das ist es ja eigentlich, was diese Reihe von den meisten anderen Adventures abgehoben hat. Grafisch hat sich einiges getan. Zwar gibts immer noch nur EGA Grafik mit 16 Farben, allerdings ist die Auflösung etwas höher und alles ist um einiges detaillierter. Man erkennt sogar die haarlose Stelle an Larrys Hinterkopf. Vor allem einige der Zwischenbilder sind auch sehr nett gezeichnet. Musikalisch gibts Midi Dudelei, die aber zum Glück nur ab und zu eingespielt wird, dazu noch ein paar Soundeffekte. Insgesamt gibt es hier aber nur recht wenig zu hören. Leisure Suit Larry 2 hat mir nicht wirklich Spaß gemacht. Die Handlung ist zwar nett und die vielen Schauplätze abwechslungsreich, aber schon allein die vielen kruden Rätsel auf deren Lösung man mit rationalem Denken kaum kommen kann, nerven einfach. Dazu fehlt auch einfach der typische Humor, auch wenn man mit dem Friseur krampfhaft versucht hat einen Running-Gag einzubauen. Zum Glück wird die Serie mit den späteren Teilen wieder um einiges besser. Publisher: Sierra Developer: Sierra Erscheinungsjahr: 1988 Erschienen für: PC, Amiga, Atari ST Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Nervig 
| Grafik | 6,5/10 | | Spielspass | | Sound | 5/10 | 4,5/10 | | Gameplay | 5,5/10 |
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