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Operation Flashpoint PDF Drucken
Geschrieben von Lukor   
22.09.2007

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Lust auf Sonne, Strand und Meer? Dann ist Everon genau die richtige Insel für Sie!
Leider hat dass ein abtrünniger Sowjet-General das auch schon raus gefunden und besetzt die Insel mit seinen Truppen. Er möchte aber keinen Urlaub machen sondern der Sowjetunion wieder zum alten Glanz verhelfen, auf etwas undiplomatische Weise.
Die Nato, die auf der Nachbarinsel Malden einen Stützpunkt hat, ist davon gar nicht begeistert und entsendet kurzerhand ihre Soldaten.

Ab diesen Moment schlüpft der Spieler in die Haut von "David Armstrong" einen einfachen Infanteristen der US-Army. Damit man nicht unvorbereitet in den Kampf geschickt wird, absolviert man erstmal die Grundausbildung, in der man die Grundlagen der Steuerung erlernt.
Daraufhin beginnt die militärische Karriere als einfacher GI, der die Schrecken des Krieges kennen lernt. Aber im Verlauf der Kampagne steigt man bis zum Offizier auf und befehligt schon bald sein eigenes Kommando.
Als Gruppenführer kann man jeden einzelnen seiner Soldaten Befehle geben und Verhaltensweisen und Formationen festlegen, dadurch kann man sein Vorgehen genau Planen.
Planung wird auch bei den abwechslungsreichen Missionen benötigt, denn Einzelkämpfer a la Rambo kommen sonst nicht weit. Die Einsätze sind sehr spannend Gestalten, ob Patrouillen oder Luftlandeeinsätze. So wird man im Verlauf der Kampagne auch mal mit Widerstandskämpfern zusammen gegen die Russen kämpfen, Langeweile kommt da nicht auf. Damit für Abwechslung gesorgt ist tauscht der Spieler immer wieder mal sein Sturmgewehr gegen ein Lenkrad eines Panzers und sogar den Steuerknüppel eines Kampfhubschraubers. So wird die spannende Story aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt.

In der Standard-Version gibt es ca.20 verschiedene Fahrzeuge und fast alle sind Steuerbar. Darunter sind Vehikel wie der M60 Kampfpanzer, die A10( auch das Warzenschwein genannt) und auch normale Autos wie der Skoda.
Die Steuerung ist teilweise sehr umständlich, vor allem das Fliegen und das Befehle erteilen ist eine hakelige Angelegenheit. So ist es z.B. als Fahrzeugkommandant sehr frustrierend die KI um ein Hindernis herum zu Manövrieren. Da setzt man sich lieber selbst an Steuer. Auch ansonsten sind die computergesteuerten Kameraden nicht die allerhellsten, selbst der Feind legt sich meist lieber auf den Boden und schaut in irgendeine Richtung als ein Feuergefecht zuführen oder Deckung zu suchen.
Vor allem wenn der Spieler zum Scharfschützengewehr greift ist der Gegner keine Herausforderung.
Beim Orts- und Häuserkämpfen oder Panzerschlachten, brennt die Luft, da verzeiht man das kleine KI- Manko schnell und wird in die Atmosphäre des Gefechts gezogen.
Und da unser Protagonisten genauso verwundbar wie der Feind ist, kommt es oft zu einen Neustart der Mission denn es kann pro Einsatz nur einmal Speichern werden, das treibt den Frustfaktor hoch.

Die Spielwelt umfasst die drei Inseln Everon, Malden und Kolgujev, die sich von Vegetation, Klima und Infrastruktur unterscheiden. So findet man idyllische Orte direkt am Meer, von denen aus gerade ein Bus ins Nachbardorf fährt. Und wenn die Weihnachtszeit ansteht, sind die Tannen festlich geschmückt, ein nettes Easteregg.

Operation Flashpoint sieht aus der Ferne wunderschön aus, mit den hübsche Landschaften und Bergen, vor allem bei Sonnenuntergängen.
Aber leider nur aus der Entfernung. Denn aus der Nähe wirkt alles kantig, grob und Pixelig, zudem verwischen die Texturen. Doch die Soldaten und Fahrzeuge sind gut modelliert und die Animationen passen auch. Aber wem interessiert schon die Grafik in der Hitze des Gefechts, wenn neben einen gerade ein Panzerverband durch die feindlichen Linien stößt und Helikopter im Tiefflug über die eigene Stellung fegen.
Ein weiteres Plus ist der realistisch dargestellte Sternenhimmel und auch das Wetter und die Gezeiten werden realitätsnah simuliert.

Der Sound kann im Gegensatz zur Grafik ganz überzeugen. Es dröhnt durch die Lautsprecher wenn neben einen gerade ein M60 vorbei rauscht. Die Waffengeräusche hören sich auch realistisch an und Stille kommt nie auf, denn selbst in der Kampfpause hört man Grillen summen. Selbst die Funksprüche, die während des Einsatzes aus dem Funkgerät kommen hören sich gut an. Aber die sind leider nur auf Englisch, mit deutschen Untertiteln.

Nach der Kampagne warten noch zehn Einzelgefechte, ein umfangreicher Multiplayermodus und ein kinderleicht zu bedienender Missionseditor.
Und wem das noch zu wenig ist kann sich noch die zwei offiziellen Addons zulegen, wo die Story aus der Sicht der Widerstandskämpfern und der Russen gespielt wird.
Das auch noch zu wenig? Die Community ist groß und hat schon gewaltige Arbeit geleistet. So findet man im Internet Mods, die das Spiel komplett Umgestalten. Nicht nur mit neuen Fahrzeugen, Waffen und Karten, sonder auch mit KI- und Grafikupdates.

Bohemia Interactive hat mit Operation Flashpoint die erste waschechte Militärsimulation geschaffen, mit der selbst heute noch das US-Militär trainiert. Im zweiten Teil "Operation Flashpoint 2: Dragon Rising" der 2008 erscheint, wird der Spieler in die Gegenwart geschickt...

Publisher: Codemasters
Developer: Bohemia Interactive
Erscheinungsjahr: 2001
Erschienen für: PC
Anzahl Spieler: 1-64
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik8/10  Spielspass
Sound8/10
9/10
Gameplay 9,5/10
Multiplayer 9,5/10
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