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OutRun 2006 - Coast 2 Coast PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
08.07.2006

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OutRun galt Mitte der 80er als bester Arcaderacer überhaupt und hat unter Fankreisen diesen Ruf lange Zeit verteidigen können. Obwohl Sega einige Nachfolger wie Battle OutRun oder OutRun 2019 veröffentlichte, gelang es nicht, an die Qualität dieses Spieles heranzukommen. Erst Mitte der 90er, durch den Ableger Outrunners, sollte sich dies ändern und 2003 erschien dann endlich der offizielle Nachfolger OutRun 2.

Auf jenem basiert auch OutRun 2006, welches eine überarbeitete und erweiterte Fassung ist. Sumo Digital brachte das recht überraschend auch für den PC heraus. Gegenüber den Konsolenfassungen hat sich nichts verändert, ausser der Möglichkeit, die Auflösung zu erhöhen und Anti-Aliasing zu aktivieren. Auch wenn das nun einen schlechten Eindruck machen mag: Das Spiel wurde sehr gut konvertiert, an der Grafik sieht man natürlich etwas die Konsolenherkunft. Die Texturen hätten sicher noch besser aussehen können. Aber - und das ist ja das wichtigste - OutRun 2006 ist schnell, verdammt schnell sogar und das selbst in höchster Auflösung mit Anti-Aliasing auf etwas älteren PCs. Daran sollten sich andere Hersteller mal ein Beispiel nehmen.

Was wird nun geboten? Einerseits natürlich die komplette Arcadefassung mit 15 Stecken, die man auch rückwärts abfahren kann. Hinzu kommen noch weitere 15 neue Strecken. Wie es sich für einen Arcaderacer gehört, sind die Strecken natürlich recht kurz, länger als 1 Minute wird man kaum fahren. Aber das ist ja auch gut so, da die Strecken dafür extrem abwechslungsreich und unglaublich detailreich sind. Eigentlich genau das, was man bei Rennspielen wie Need for Speed vermisst. Hier rast man z.B. mal durch düstere, neblige Nacht an alten Häusern und alten Bäumen vorbei. Diese Sleepy Hollow mäßige Strecke nennt sich dann auch zu recht Ghost Ruins. In einer anderen Strecke fährt man nachts am Eiffelturm vorbei, dann geht es durch den Dschungel und die wohl eindrucksvollsten Strecken führen an einem großen Wasserfall vorbei bzw. durch einen Wald mit riesigen Bäumen. Die Strecke empfiehlt sich auch am besten für den Geschwindigkeitsrausch: In Egoperspektive und mit 300 KM/H unter den umgestürzten Bäumen hindurch ist einfach ein Erlebnis.

An Spielmodi wurde auch nicht gespart. OutRun - typisch ist der Arcademodus, in dem man Streckenkombinationen gegen die Zeit abfährt und an Wegverzweigungen die Wahl zwischen links und rechts hat, wobei links die leichtere Strecke zu finden ist. Time Attack ist auch Standard bei Rennspielen. Dann gibt es noch den so genannten Heart Attack Modus: In OutRun habt ihr ja immer eine Beifahrerin, welche auch die Freundin des Fahrers ist und jene steht auf abgefahrene Fahrleistungen. In diesem Modus werden Sachen wie Drift oder so knapp wie möglich am Gegenverkehr entlangfahren von euch abverlangt und je besser ihr diese absolviert, desto glücklicher ist eure Freundin.

Coast 2 Coast ist dann der Single Player Modus. Hier absolviert man Rennserien gegen 5 Gegner und man muss eine bestimmte Position am Ende des Rennens haben. Schafft man dies, kriegt man Geld. Das kann man auch gut brauchen, weil man am Anfang keine große Auswahl an Fahrzeugen oder Strecken hat. Diese muss man erst kaufen, genauso wie viele Musikstücke und Fahrzeuglackierungen. Dadurch ist auch für Langzeitmotivation gesorgt.

Natürlich fährt man nicht nur gegen gegnerische Rennfahrer, auch den typischen Gegenverkehr gibt es wieder und wie im Original fahren die kreuz und quer und wechseln auch schon mal ganz plötzlich die Spur, natürlich genau zu jener, auf der man sich gerade befindet. An Autos gibt es Ferraris und davon recht viele: vom Ferrari F40 über die diversen Enzo Ferrari Modelle bis hin zum Originalwagen aus OutRun, dem legendären Testarossa, ist alles vorhanden, was man von den Italienern geil findet. Die Autos sind in 3 Kategorien bewertet: Handling, Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung. Zusätzlich gibt es die Fahrzeuge auch noch in einer normalen und einer getunten Fassung, wo sie noch besser sind. Allein mit dem ausprobieren aller Fahrzeuge ist man schon ewig beschäftigt.

Multiplayer gibt es auch noch. Netzwerk und Online kann man gegen Fahrer aus aller Welt antreten, natürlich auch hier bis zu 5 Gegner gleichzeitig. Die hier erzielten Fahrerfolge werden in einer Statistik festgehalten.

Grafisch ist das ganze recht hübsch anzusehen. Die Grafik ist bunt und sieht einfach typisch Arcade aus. Natürlich ist Need for Speed MW noch schöner, dafür hat es die wesentlich lahmere Umgebungsgrafik und nicht so viele Effekte und Gimmicks wie z.B. das Flugzeug aus Afterburner, das schon mal über der Szenerie kreist. Musikalisch wird viel geboten. Einerseits die Originalsongs aus OutRun 1 in Remixfassung, dann noch Songs aus Battle OutRun, alle Songs aus OutRun 2 und noch einige zusätzliche neue Songs. Die meisten klingen sehr gut, teilweise haben sie noch Gesang. Passt einfach perfekt zum Spiel. Der Sound ist dann eher enttäuschend, weil er zu sehr im Hintergrund steht, die Motoren etwas zu schwach klingen und das einfach unspektakulär wirkt. Sprachausgabe ist auch vorhanden, so gibt die Beifahrerin öfters mal sinnlose Sprüche ab. Die Steuerung ist natürlich sehr simpel. Gas, Bremse - und mehr braucht es nicht. Wobei die Bremse natürlich nicht zum Bremsen ist sondern zum kunstvoll driften. Das wird in dem Spiel auch exzessiv verwendet, da es viele Haarnadelkurven gibt. Das Driften ist auch absolut genial gemacht. Mit der Tastatur sollte man das nicht spielen, das ist Mist. Ein Gamepad ist Pflicht und ein Lenkrad natürlich das Beste.

OutRun 2006 ist wie OutRun 2 ein würdiger Nachfolger des Originals. Es gibt zahlreiche Strecken, viele Autos und eine Menge Spielmodi, dazu viele Dinge zum frei schalten und da es auf dem PC sowieso kaum anständige Arcaderacer gibt, ist OutRun 2006 absolute Pflicht.

Was man als negativ bezeichnen könnte, ist die Tatsache, das OutRun 2006 nur auf 60Hz Bildwiederholrate richtig flüssig läuft. Hat man nun einen Override drin, wie es z.B. das Catalyst Control Center anbietet und stellt das ganze auf 85Hz läuft das Spiel rund doppelt so schnell, was zwar gerade noch spielbar ist, aber man recht schnell unter Motion Sickness leiden wird. Hat man so einen Override aktiviert, sollte man ihn vor dem Spiel am besten komplett abschalten, dann läuft alles so wie es sein soll.

Grafik: 8/10
Sound: 8,5/10
Gameplay: 8,5/10
Spielspaß: 8,5/10

Publisher: Sega
Developer: Sega/Sumo Digital
Erscheinungsjahr: 2005/2006
Erschienen für: PC, Xbox, PS2, PSP
Anzahl Spieler: 1-6
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik8,5/10  Spielspass
Sound8,5/10
8/10
Gameplay 8,5/10
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Letzte Aktualisierung ( 25.02.2007 )
 
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