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Painkiller Ressurection PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
21.12.2009

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Und noch mehr Painkiller, denn kurz vor Resurrection habe ich mich mit Overdose gelangweilt. Resurrection kam erst kürzlich auf den Markt und wieder musste man feststellen, dass People can fly, die Originalentwickler nicht beteiligt waren. Stattdessen hat sich das österreichische Unternehmen Homegrown Games an die Arbeit gemacht. Deren Motto ist das abgenudelte „Von Spieler für Spieler“ und „Wir machen die Spiele, die wir gern selbst im Handel sehen würden“. Wie originell.

Die Originalität fängt schon direkt beim Intro an. Kleine Comicbildchen und Sprachausgabe, süß wie bei Max Payne und zwar absolut wie bei Max Payne oder angers gesagt: absoluter Rip off und irgendwie passt dieser halbe Film Noir Stil so gar nicht zu Painkiller. Hier erfahren wir die tragische Geschichte von William Sherman, ein CIA Agent, der sich bei einem Einsatz selbst ins Jenseits gesprengt hat. Nun wartet er im Fegefeuer auf sein Schicksal, aber natürlich kriegt er nochmal eine Chance und muss sich deshalb durch tonnenweise Gegner kämpfen.

Los geht es in einer Kathedrale mit der Painkillerwaffe. Eine nervige Stimme quakt laufend rum und soll wohl Tipps und Hinweise geben, aber irgendwie ist das so überflüssig wie es nur geht. Die ersten Gegner spawnen, auf ins Gefecht und während der Painkiller durch ein paar Gegner schnetzelt, stellt man fest, das die allermeisten von ihnen an den Treppen hängenbleiben und so gar nicht angreifen. Das man bei solch einem Spiel keine geniale künstliche Intelligenz erwarten darf, ist klar. Aber zumindest den Weg zur Spielfigur sollten die Gegner finden, hier wird allerdings direkt ein neuer Rekord in Sachen Dummheit aufgestellt, denn es kommt ständig vor, das die Gegner irgendwo hängen bleiben, an Bänken, Tischen, Türen, Treppen und manchmal am Leveldesign.

Leveldesign ist direkt das nächste Stichwort. Resurrection bietet ohne Übertreibung das mieseste Leveldesign das in diesem Jahrzehnt den Weg auf die Festplatte fand. Ich hab schon lange keinen solchen Mist mehr erlebt. Painkiller, das Original, bot schöne offene Landschaften zum metzeln. Selbst das uninspirierte Overdose bot zwar öde Settings und war nicht gerade spannend, aber machte zumindest die offenen Flächen richtig und Resurrection? In der Kathedrale bin ich gute 10 Minuten rumgerannt und habe den weiteren Weg gesucht, dieser findet sich in einem verdammt kleinen Loch in einer Holzwand, an der ich sicher 5x vorbei gerannt bin, weil die Aussparung gar nicht auffällt. Später ist man dann in einem Höhlensystem unterwegs, hier ist es dunkel, eng und ständig ist man mit springen beschäftigt, da alles so schief und uneben ist, dass man nur schwer voran kommt. Für die dummen Gegner gilt das auch, die bleiben praktisch ständig stecken und kommen keinen Meter voran. Ich irre also so durch die Gegend, höre eine Frau stöhnen (?!) und als ich denke, den Ausgang gefunden zu haben, bin ich plötzlich in einem „Geheimraum“, wobei das aber eben der lineare Weg nach vorne war. Stattdessen ging es nach oben, wo man wieder mit viel Glück springen muss. Nach einem weiteren Kampf durch einen Trümmerhaufen, der auch wieder nur dafür sorgt das man oft hängen bleibt, kommt eine eingestürzte Treppe. Diese soll man nach oben laufen, dummerweise rutscht man die meiste Zeit oder bleibt hängen und fällt runter. Diese ganze Scheiße sind gerade mal die ersten paar Abschnitte dieses Spiels und wer so mutig ist und trotzdem weiterspielt, hat mal wieder einen Orden verdient, denn das Leveldesign bleibt auch später, wo es an solch ausgefallene Schauplätze wie einen Friedhof oder dunkle Verliese geht, gleich schrecklich. Hier gibt es dann zwar wieder ein paar offene Schlachtfelder, aber nur all zu oft kommen dann wieder diese blöde Tunnels und diese ganzen Designfehler, die den Eindruck erwecken, die Macher haben noch nie in ihrem Leben einen First Person Shooter gespielt. Dazu kommt das Respawnen der Monster, es passiert oft genug, dass man durch den Level rennt, das Monster spannt und zwar direkt über der eigenen Spielfigur, mir ist es auch passiert, das ein Gegner in eine Holzbank gespawnt wurde.

Was fehlt noch bei einem schlechten Spiel? Klar: Bugs.
Auch davon gibt es hier mehr als genug, die KI ist ein einziger Bug. Dazu kommen Grafikfehler und Ragdollbugs, wo sich die Texturen der Gegner in die Länge ziehen, man kennt das von vielen anderen schlechten Spielen. Dazu gibt es immer mal wieder Abstürze bis hin zum Reboot des PCs
Auch sonst wirkt das Spiel absolut beschissen hinprogrammiert, die Ladezeiten der Levels sind recht enorm, Resident Evil 5 zum Beispiel benötigt zum laden der Levels nichtmal 1/5 so lang.

Hinter all dem Mist steckt dann im Prinzip auch Painkiller das Urprogramm. Die Waffen sind identisch, die Menüs und der Ladebildschirm sind identisch und man sammelt wieder lustig grüne Seelen ein. 
ALLES ist das gleiche wie 2004, abgesehen eben von den Bugs und den neuen, uninspirierten Monstern, die aber nicht der Rede wert sind, denn Kapuzenheinis mit Äxten hat man auch schon vor 10-15 Jahren in First Person Shootern gesehen. 

Auch bei der Grafik ist die gleiche Engine am Werk, die nur durch ein bisschen arg übertriebenes Bloom erweitert wurde. Mitunter blendet die Helligkeit sogar. Der ganze Rest ist dafür auf dem Stand von 2004 und auch wenn Painkiller damals toll aussah, ist das nach einem halben Jahrzehnt eben nicht mehr der Fall.
Die Soundeffekte sind ebenfalls die gleichen wie beim Originalspiel. Die Musik ist auch die selbe, nur die Sprachausgabe ist neu. Auch hierhat man wieder einen Held mit One-Linern, die aber mal wieder völlig langweilig sind und zigfach wiederholt werden. Hört man beim ersten Gegner noch den Satz „This is Madness!“, wirkt das gut und passend, nach dem 50. Mal dagegen nervt es nur noch.

Multiplayer gibt es auch und sogar einen Coop Modus, der allerdings so fehlerhaft und unbrauchbar ist, das die Entwickler in ihrem Forum direkt einen Workaround posteten, der allerdings auf Deathmatch-Basis funktioniert und eben kein echtes Coop ist. Enttäuschend.

Ich weiß gar nicht, worüber ich mich zuerst aufregen soll: Darüber, das man im Prinzip ein 5 Jahre altes Spiel nochmal schlechter vorgesetzt bekommt oder darüber, das der Kunde mal wieder mit einem völlig verbuggten Programm verarscht wird. Beides kombiniert ist aber eine absolute Dreistigkeit. Wenn Painkiller: Resurrection das Spiel ist, das die Macher gern selbst im Handel sehen würden, muss ich ernsthaft am Verstand dieser Menschen zweifeln.

Publisher: JoWood
Developer: Homegrown Games
Erscheinungsjahr: 2009
Erschienen für: PC
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik5,5/10  Spielspass
Sound6/10
2,5/10
Gameplay 5/10

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