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Die Pizza..für manchen Deutschen das Grundnahrungsmittel überhaupt und auch die Inspirationsquelle für Pac Man, erfreut sie sich so großer Beliebtheit, dass es auch schon seit recht langer Zeit Pizza in Fast Food Form gibt. Diese Beliebtheit kann man natürlich auch gut ausnutzen und Software 2000 tat dies in Form einer Wirtschaftssimulation rund um die belegte Teigscheibe. Pizza Connection ist aber mehr, als nur eine nüchterne Wirschaftssimulation, in der man sich mit öden Tabellen rum schlägt. Gleich zu Beginn muss man sich ein Alter Ego aussuchen, es gibt zahlreiche vorgefertigte Charaktere, mit Werten wie Energie, Kochen, Management, aber auch Image und wie man auf fremde Menschen wirkt. Je höher die Werte, desto besser und jeder Charakter verfügt über unterschiedlich viel Geld. Das alles legt also praktisch auch den Schwierigkeitsgrad fest. Dann gilt es sich eine Stadt auszusuchen. In der deutschen Fassung beschränkt sich das auf Europa, mit Städten wie Berlin, Rom und Moskau. Die US-Fassung, published von Microprose unter dem Titel Pizza Tycoon, bietet weniger europäische Städte, dafür kann man aber auch in die USA. In der Wunschstadt angekommen, muss man sich nun einen Laden suchen. Diese haben unterschiedliche Größen und es ist auch wichtig, wo sich dieses Geschäft befindet. Die Stadtteile sind verschieden reich und bevölkert, von Kindern über Jugendliche zu Studenten bis hin zu Rentern gibt es viele unterschiedliche Schichten, die alle einen eigenen Geschmack haben. Das bezieht sich nicht nur auf die Pizzas, sondern auch auf die Einrichtung um die es nach dem Kauf/Mieten des neuen Lokals geht. Man wird gerade zu überschwemmt an Möglichkeiten verschiedener Stühle und Tische, an Pflanzen und anderem Dekokram und natürlich dürfen Fernseher und Spielautomaten auch nicht fehlen. Die Küche dagegen wird weniger berücksichtigt, hier kann man nur Ofen kaufen. Eingerichtet und fertig zum öffen, stellt man fest: Das wichtigste fehlt ja noch - die Pizza. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit eigene Pizzas zu erfinden. Auch hier werden dem Spieler sehr viele Zutaten vorgelegt, man kann auch Obst auf die Pizza packen und es gibt schon allein 10 Sorten Käse. Allerdings, stößt man hier auch auf eine Art Kopierschutz. Denn, damit der Pizzaladen zum Erfolg wird, muss man auch mindestens 4 Standardpizzas im Angebot haben, deren Rezept man im, dem Spiel beigelegten Rezeptbuch findet. Die Pizzas werden dann von einer Jury bewertet und man sieht abschließend, wie sie bei den Bevölkerungsschichten ankommen. Dann legt man noch einen Preis fest und wirft sie in die Speisekarte. Angestellte einzustellen gehört natürlich auch dazu. Köche und Bedienungen und einen Manager, der sich z.B. um die Zutatenbeschaffung kümmert. Diese kann man auch noch auf Lehrgänge schicken, was vor allem beim Manager sehr wichtig ist, am Anfang kauft er nur Zutaten beim billigsten und schlechtesten Anbieter. Die Zutatenbeschaffung ist auch gleichzeitig der größte Schwachpunkt vom Spiel. Man muss mühsam alle Zutaten zusammensuchen und diese dann bestellen. Die Mengeneingabe funktioniert nur per Mausklick und nicht per direkter Eingabe durch die Tastatur und dann muss man zunächst einige Einzelbestellungen machen, bevor man Daueraufträge einrichten kann. Das ist echt absolut nervig und man hätte es sicher besser lösen können. Natürlich hat man Konkurrenz und niemand mag Konkurrenz. Man kann etwas gegen sie unternehmen, in dem man beim Waffenhändler lybische Eiscreme kauft, dahinter verstecken sich Waffen wie Bomben oder Giftgas. Mitten in der Nacht bricht man dann in die Läden der Konkurrenz und zerstört sie, so dass sie erstmal ausser Gefecht gesetzt sind. Man darf sich nur nicht von der Polizei erwischen lassen, denn das kostet Geld und der Ruf leidet. Für die Mafia darf man dann auch noch arbeiten und z.B. Geldwäsche betreiben, dadurch steigert man seinen Ruf in der Unterwelt, der ist ebenso wichtig wie der Ruf in der Geschäftswelt. Man sieht schon, in diesem Spiel hat man viel zu tun und es gibt eine Menge auszuprobieren. Langweilig wird Pizza Connection so schnell nicht. Der Schwierigkeitsgrad ist herausfordernd und allein mit dem kreieren der Pizzas und dem Einrichten seiner Lokale (man kann später auch zusätzliche Läden und Filialen in anderen Städten eröffnen) ist man schon sehr lange beschäftigt. Multiplayer gibt es natürlich auch. 1-8 Spieler können abwechselnd gegeneinander spielen. Grafisch wird das ganze im Comic Look präsentiert. Die Figuren, wie der Gebäudemakler, die Mafia oder der Bürgermeister sind Karikaturen berühmter Persönlichkeiten. Mitunter ist Mr. Spock auch Bürgermeister von Berlin. Die Musik ist mit einem Wort schlecht, was typisch ja für deutsche Wirtschaftssimulationen ist. Pizza Connection ist also insgesamt eine sehr gelungene und unterhaltsame Wirschaftssimulation, die sehr viel Spaß macht und lediglich den großen Schwachpunkt mit der Zutatenbestellung hat. Ansonsten ist es aber empfehlenswert. Publisher: Software 2000/Microprose Publisher: Software 2000/Cybernetic Corporation Erscheinungsjahr: 1994 Erschienen für: PC, Amiga Anzahl Spieler: 1-8 Schwierigkeitsgrad: Herausfordernd
 
| Grafik | 8/10 | | Spielspass | | Sound | 4/10 | 8/10 | | Gameplay | 8,5/10 |
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