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Rise of the Robots PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
06.05.2006

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Allein dieser Titel sollte schon Furcht und Schrecken auslösen, zumindest allen, die Rise of the Robots gespielt oder den extremen Hype mitgemacht haben. 1993 entwickelte Mirage dieses Spiels und schon Monate im Voraus gab es exzessiv viel Werbung und riesige Previews in allen Magazinen zu bestaunen. Damals sah man nur die Grafik und die Versprechungen der Programmierer, das genialste Beat ’em Up aller Zeiten - besser als Mortal Kombat, besser als Street Fighter und besser als der Rest - zu erschaffen. Außerdem warb man damit, dass Brian May von Queen den Soundtrack machen würde. Das klang alles zu gut um wahr zu sein. Die Grafik war zugegebenermaßen genial und das führte zu der Vermutung, das Spiel müsse eben so genial sein. 1994 kam es in die Läden und die Enttäuschung war groß….

Die Story ist zumindest interessanter, als bei den meisten anderen Prüglern. Ein Virus hatte viele Roboter befallen, diese wurden aggressiv, machten sich selbständig und ein Cyborg, der von diesem Virus nicht befallen werden kann, weil Cyborgs generell irgendwie noch ein bisschen menschlich sind, soll das Problem richten, in dem er ein paar Roboter plättet. Cyborgs können von diesem Virus nicht befallen werden, weil sie irgendwie ja immer noch ein bisschen menschlich sind. Warum das dann nur 6 Stück sind, bleibt fraglich, aber scheinbar war das ein sehr schlecht gemachter Virus. Immerhin sind diese dehr abwechslungsreich, vom Fabrik- bis zum Kampfroboter ist alles vertreten. Nach und nach tritt man also gegen jene Roboter an und muss sie besiegen. Präsentiert werden sie vor jedem Kampf in Form kurzer Render Videos, mehr zur Geschichte erfährt man allerdings nicht und wenn man die Hand voll Roboter bezwungen hat, ist das Spiel auch schon vorbei. Im 1-Spieler Modus darf man nur den blauen Cyborg spielen und muss in immer gleicher Reihenfolge gegen die Roboter antreten, einen Skirmish Modus, wo man seinen und den gegnerischen Roboter wählen darf, wäre hier vielleicht ganz interessant gewesen aber den sucht man vergebens. Zumindest darf im 2-Spieler Modus jeder seinen Kämpfer frei wählen.

Das hauptsächliche Problem ist das total versaute Gameplay, zum Ersten gibt es nur ganz wenige Special Moves, ansonsten muss man mit normalen Tritten und Schlägen spielen. Aber gerade spektakuläre Special Moves zeichnen jedes Beat ’em up aus. Zum zweiten ist da die träge Steuerung, die dem Spielspaß den Rest gibt. Während die CPU einen Schlag nach dem nächsten los lässt und das in einer geradezu atemberaubenden Geschwindigkeit, benötigt der Cyborg ewig, bis er sich mal zu einem Schlag durchringen kann. Die KI ist genauso schlecht, der Computer schlägt meist einfach nur zu und springt, wenn man selbst auch springt. Mehr kann man da nicht erwarten. Zusätzlich erlaubten sich die Programmierer einen groben Schnitzer beim Schwierigkeitsgrad. Hard ist da tatsächlich einfacher als Easy: Während auf Hard die Blockversuche immer gelingen, wird auf Easy bei einem geblockten Treffer immer noch Energie abgezogen. Das führt dazu, dass man von der CPU ganz schnell besiegt wird, während man sich bei Hard einfach nur hinknien und blocken muss, bis man nach dem Schlag des Gegners selbst attackiert und so recht einfach gewinnt. Wie man sieht, liegt hier einiges im Argen.

Kommen wir zum technischen Aspekt. Die Grafik ist für die damalige Zeit sehr beeindruckend. Vor allem auf dem PC in SVGA sehen die Rendersequenzen, aber auch die Kämpfe, sehr genial aus. Selbst auf VGA oder schwächeren Kisten wie dem Amiga kann die Grafik mehr als überzeugen. Hier hat Mirage also ganze Arbeit geleistet und scheinbar 99% der Programmierzeit investiert. Der Sound ist eher enttäuschend. Mirage hatte damit geworben, dass sich Brian May um den Soundtrack gekümmert hatte, in Wirklichkeit waren das aber gerade mal ein paar Riffs im Titellied. Ansonsten ist die Musik recht öde. Über die Soundeffekte hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens. Die Steuerung ist mit dem Keyboard am besten. Sagt das nicht schon wieder alles? Game Pad und Joystick haben noch schlechtere Reaktionszeiten und es ist unglaublich, das Mirage das zustande gebracht hat.

Bleibt abschließend die Frage: Ist Rise of the Robots wirklich das schlechteste Spiel aller Zeiten? Das ist in der Tat schwer zu beantworten, wenn man Konkurrenten wie Legend of Success Joe, The Incredible Crash Dummies oder Dark Castle kennt. Ihnen voraus hat RotR die hübsche Grafik, aber trotzdem zählt es wohl locker zu den 10 miesesten Spielen aller Zeiten und ist ohne Frage das überhypeteste Spiel überhaupt und mir tun alle Menschen leid, die damals 120-150 DM dafür gezahlt haben.


Publisher: Time Warner
Developer: Mirage
Erschienen für: PC, Mega Drive, Amiga, SNES, 3DO, Game Gear, CD-I
Erscheingsdatum: 1994
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wälhbar

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Grafik9/10  Spielspass
Sound5/10
1/10
Gameplay 1/10
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Letzte Aktualisierung ( 27.02.2007 )
 
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