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RoboCop PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
10.02.2008

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RoboCop ist schon eine arme Sau. Als er damals 1987 die Kinos stürmte war das ein recht genialer Film. Aber was folgte dann nur? Zwei mehr schlecht als rechte Filme und unzählige miese Videospiele. Das einzig gute war wohl der RoboCop vs. Terminator Crossover Comic.
Jahrelang war es dann ruhig, bis dann 2003 überraschend ein neues Spiel erschien.

Dieses heißt einfach nur RoboCop und ist ein Ego-Shooter. Aber zuerst sehen wir ein grob aufgelöstes und verpixeltes Intro. Das ist so verpixelt, wie man es aus Spielen von etwa Mitte der 90er kennt.

Das Menü sieht auch fies aus, man kriegt sofort den Eindruck, das Spiel kommt von der Konsole. Denn es gibt kaum Optionen, vor allem an der Grafik kann so gut wie nichts verändert werden.
Also starten wir einfach mal und nach einer Zwischensequenz hab ich erstmal noch auf das Erscheinungsdatum schauen müssen. 2003? Es sieht eher aus 1998. Pixelig, grob, undetailliert. Worum es so wirklich geht weiß ich nicht mal. Man muss wohl Gangster festnehmen und so kann man sich vor dem Start erstmal die Karteien der Ganoven ansehen. Wirklich viel Sinn macht das nicht.

Kurze Ladezeit und schon stehen wir in der Stadt. Straßen, Häuser, viele Mülltonnen und Kisten. Dazwischen einige Gangster. Da RoboCop ein Cyborg ist, hat er es natürlich leicht. Zivilisten werden blau umrandet, die Bösen rot. So weiß man, auf wen man schießen muss und auf wen nicht.
Man stapft also rum und feuert auf die rotumrandeten Bösen. Diese ploppen auch einfach mal so in die Szenerie, man bewegt sich die Straße entlang, die man gerade gesäubert hat und wird plötzlich von dort angeschossen weil ein Gegner respawned. Das ist nervig.
Sonst hat man nicht wirklich was zu tun. Man sammelt Munition und muss in Level 1 Sprengstoff suchen. Der ist natürlich in einer offensichtlichen Nebenstraße. Das Spiel ist so extrem linear, man kann sich gar nicht verlaufen.
Ab und zu passiert es, das Böse aufgeben, das wird durch einen blitzschnellen Wechsel des Kästchens angezeigt, zumeist gerade dann, wenn man eine Salve auf sie feuert. So passiert es oft, dass man bestraft wird, weil man Zivilisten angeschossen hat.
Level 2 spielt wieder in den Straßen, dann geht es in die Kanalisation. Es kommen wieder die gleichen Gegner, bis auf eine gigantische Mutantenratte, die so gar nicht in das Spiel passt. Auch sonst gibt es in Sachen Gegnervielfalt nicht viele Variationen.
Waffen gibt es zwar auch unterschiedliche wie Maschinengewehr und Raketenwerfer, aber eigentlich ist die Standardpistole absolut ausreichend.
Das Beste allerdings ist: Stirbt man z.B. in Level 2, darf man wieder in Level 1 anfangen. Checkpoints oder eine Quicksavefunktion, gibt es nicht.

Wobei es sehr schwer ist, durch das Feuer der Gegner zu sterben, denn die KI ist so was von minderbemittelt, dass sie sogar einem Virtua Cop unterlegen ist.
Die meiste Zeit dagegen stirbt man, weil man auf Fässer schießt und diese dann explodieren. Scheinbar kann RoboCop unglaublich viel Pistolenfeuer einstecken, aber eine kleine Druckwelle haut ihn sofort um. Ach ja: In diesem Spiel ist es auch möglich, durch Explosionen zu sterben, die in einem anderen Raum stattfinden. Die Wände sind wohl aus Papier (Halten aber Dauerbeschuss stand).

Grafisch ist das Spiel wie gesagt eine Katastrophe. Auch die Musik und die Soundeffekte sind sehr schlecht. Musik aus dem Film? Vergesst es. Sehr merkwürdig ist auch der Lautstärkelevel. In Zwischensequenzen ist alles sehr leise, im eigentlichen Spiel sehr laut. Auch das stört ganz extrem.
Hinzu kommen die dämlichen Kommentare von RoboCop. „Meet your Maker“, klasse.

RoboCop ist ein richtig schlechtes Spiel und das sowohl bei Technik als auch Gameplay. Was wirklich Gutes konnte ich nicht finden. Bis auf die Steuerung im Spiel, die ist solide.

Publisher: MGM Interactive
Developer: Titus
Erscheinungsjahr: 2003
Erschienen für: PC, Playstation 2, Gamecube, Xbox, Gameboy Advance
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik3/10  Spielspass
Sound3/10
1,5/10
Gameplay 1/10
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