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5 Jahre nach Theme Park war es mal wieder Zeit für eine neue Vergnügungsparksimulation. 5 Jahre sind in der Computerwelt eine Ewigkeit und es ist ja schon verwunderlich, dass, trotz des Erfolges von Theme Park, kein weiteres ähnliches Spiel auf den Markt kam. Chris Sawyer hat das erkannt und mal eben praktisch im Alleingang ein neues Spiel entwickelt. Als es dann Anfang 1999 erschien, wurde es von den meisten Magazinen nicht allzu gut bewertet. Die Grafik war veraltet, der Sound auch nicht so toll. Man kann nicht mal die Kamera frei bewegen. Trotzdem war das Spiel sofort ein riesiger Verkaufshit und erreichte sogar Platz 1 in den USA. Zu Recht steht es unter den Top-10 meistverkauften PC Spielen aller Zeiten. Nach Spielstart wählt man erst einmal eine Mission aus. Im Gegensatz zu Theme Park gibt es hier unterschiedliche Landschaften und man muss immer Missionen erfüllen. So gilt es, in 2 Jahren einen Park zu bauen und 2000 Besucher gleichzeitig zu haben. Bei anderen Missionen muss man den Verkehrswert erhöhen oder eine bestimmte Anzahl Achterbahnen bauen. Hat man diese Missionen erfüllt, kann man entweder aufhören oder unendlich weiterspielen. Die Karten sind alle recht abwechslungsreich gestaltet. Da geht es mal in die Wüste, dann muss man um einen See bauen oder man übernimmt einen alten Park, der völlig verrottet ist und muss ihn wieder aufbauen. Die Landschaften selbst kann man vielfältig bearbeiten, man kann Bäume pflanzen oder fällen. Seen kann man erschaffen oder trocken legen und ab und zu kann man den Park auch durch Kauf neuen Landes erweitern. Auch bei den Attraktionen hat man eine große Anzahl. Es gibt nicht nur eine Stahl- und Holzachterbahn, sondern 30 verschiedene Achterbahnen, die man mal besonders verdrehen kann oder in der die Leute stehen oder liegen müssen. Natürlich kann man die Achterbahnen dann selbst bauen und wirklich abgefahrene Konstruktionen erstellen. Nur sollte man darauf achten, dass sie nicht zu extrem wird. Jede Attraktion wird mit G-Kräften und Werten wie Übelkeit oder Aufregung aufgeführt. Nicht alle Besucher des Parks stehen auf abgefahrene Monsterachterbahnen mit zig Loopings. Das unterscheidet Rollercoaster Tycoon von Theme Park. Die Parkbesucher rennen nicht blind in jede Attraktion, sondern geben zu jeder auch eine eigene Meinung ab und beklagen sich auch, wenn der Park z.B. zu verdreckt ist. Generell hat jeder Parkbesucher ein eigenes Fenster, das man öffnen kann. Da erfährt man seinen Namen, wie viel Geld er dabei hat, wie viel Geld er ausgegeben hat, welche Attraktionen er besucht hat und wie lange er schon im Park ist. Das hilft auch, um zu sehen, ob die Parkbesucher auch bis in die letzte Ecke kommen und ob ihnen der Park gefällt. Ist das nicht der Fall, werden sie nämlich recht bald wieder nach Hause fahren. Neben Achterbahnen gibt es noch andere Fahrgeschäfte wie Geisterbahnen, Rutschen und Go-Kart Bahnen oder Wasserattraktionen, die man ähnlich wie die Achterbahnen auch selbst entwerfen kann. Natürlich gibt es auch Geschäfte für Essen, Getränke oder Souvenirs, wo man die Preise selbst festlegen kann. Dazu auch noch Transportmöglichkeiten, wie eine Seilbahn oder einen Zug, der dafür sorgt, dass die Besucher nicht immer nur gehen müssen und dadurch nicht so schnell ermüden. Das verdiente Geld steckt man in die Forschung neuer Gebäude und in Werbung, bei der man vielfältige Möglichkeiten hat und nicht nur Werbung für den Park machen kann, sondern auch für eine bestimmte Attraktion und Freikarten kann man auch verschenken. Angestellte gibt es natürlich auch: Putzleute und Mechaniker kennt man, dazu gibt es noch Sicherheitskräfte, die aufpassen, dass Randalierer nicht Bänke oder Mülleimer beschädigen und Animateure, die man in Tier- oder Ritterkostüme stecken kann und die sich dann zum Clown machen. Außerdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten den Park zu verschönern und man kann auch Mauern bauen. Am besten ist es, viele Bäume an scharfe Kurven der Achterbahnen zu stellen, das erhöht den Aufregungswert. Daneben gibt es noch Brunnen, Statuen und natürlich die obligatorischen Sitzbänke und Mülleimer. Grafisch sieht das ganze wie gesagt, recht schlecht aus. Es wird tatsächlich eine überarbeitete Engine von Railroad Tycoon verwendet, das Spiel war von 1994 und so sieht die Grafik eben aus. Alles läuft in der Iso-Perspektive und man die Kamera nur in 4 feste Richtungen drehen. Teilweise ist das beim Achterbahnbau oder Landschaften umgestalten nicht optimal, aber man gewöhnt sich recht schnell daran. Macht aber nichts, das Spiel entwickelt so schnell einen hohen Suchtfaktor, dass man die Grafik gänzlich vergisst. Der Sound ist vergnügungsparkmäßig und um das Ganze noch nerviger zu machen, kann man bei jeder Attraktion eine eigene Musik machen. Ein Lärmgemisch wie auf dem Oktoberfest, da hier jeder Stil von fröhlich-nervig über Techno zu Rock geboten wird. Insgesamt ist Rollercoaster Tycoon zu Recht ein absoluter Verkaufshit gewesen. Das Spiel ist umfangreich, bietet viele herausfordernde Missionen und die Möglichkeit eigene Achterbahnen zu bauen. So wird man auf jeden Fall einige Wochen beschäftigt sein. Publisher: Microprose/Hasbro Developer: Chris Sawyer Erscheinungsjahr: 1999 Erschienen für: PC, Xbox Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Variabel
  | Grafik | 6/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 9/10 | | Gameplay | 9/10 |
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