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Erinnert ihr euch noch an die gute alte Zeit? Als Ego-Shooter noch Shooter waren und nicht eine eierlegende Wollmilchsau mit Rollenspiel- und Adventureeinlagen? Damals ging es nur um das töten, aber nach Deus Ex und System Shock schien diese Zeit vorbei zu sein. Doch dann erschien 2001 völlig überraschend Serious Sam, ein Spiel von einem kleinen kroatischen Entwickler, namens Cro-Team, welche bis dato lediglich Jahre vorher durch einen Sensible Soccer Klon auffielen, für den sie vor Gericht gezerrt wurden. Serious Sam ist ein richtig guter Shooter der alten Schule, es gibt viele Waffen, viele Gegner und das Ganze ist sogar noch hirnfreier als ein durchschnittlicher Mann, aber es macht verdammt viel Laune. Serious Sam ist wie Duke Nukem ein Held, der durch viele dümmliche Sprüche und große Waffen auffällt. Unterstützt wird Sam von einem Computer, der Tipps und Infos über Level und Gegner liefert und dabei mindestens genauso doofe Sprüche macht. Sehr unterhaltsam. Seine Mission ist es, Mental zu besiegen, der typische Ausserirdische, der furchtbar böse ist und alles erobern will. Um das zu schaffen, reist er in bester Terminator-Manier in die Vergangenheit und landet im alten Ägypten, wo er sich zwischen Pyramiden und Obelisken eine epische Schlacht gegen tausende Gegner liefert. Man merkt, dass die Story löchriger als ein Käse ist, aber wen interessiert die Story bei nem Shooter? Von der ersten Sekunde geht es in diesem Spiel zur Sache. Die Levels sind alle an bekannten Orten angesiedelt, wie der großen Pyramide oder dem Hatschepsut-Tempel. Das Spiel baut natürlich ein noch viel größeres Feeling auf, wenn man schon mal in echt an diesen Orten war und dann Geschichten erzählen kann wie „Hier habe ich mit nur einer Pumpgun hunderte Gegner abgeknallt.“ Die Einwohner gucken dann immer so schön doof. Waffen gibt es insgesamt 10, vom Messer (welches eine überraschend starke Waffe ist) bis hin zu einer Kanone, die atomare Kugeln verschießt, die alles töten, was im Umkreis davon rumsteht. Ein richtiger Klassiker ist die Tommy Gun, mit der das Ganze am meisten Spaß macht. Gegnertypen sind genauso zahlreich. Lavamonster, Killerfrösche und Riesenroboter. Zwischendrin rennen immer die „Enthaupteten Bomber“ rum und schreien laut, man lernt sie sehr schnell lieben. Der Schwierigkeitsgrad ist wählbar, wobei die ersten beiden auch für Shooteranfänger sehr einfach zu bewältigen sind. Richtig schwer ist der versteckte Mental Modus, bei dem die Gegner immer nur für kurze Momente sichtbar sind. Man kann das ganze nicht nur alleine spielen, sondern auch im Co-op Modus mit bis zu 16 Leuten, wobei das schon zu viele sind. Aber mit 2-3 Leuten ist dieser Modus einfach absolut genial. Daneben gibt es noch den typischen Deathmatch Modus Grafisch sieht das Spiel immer noch beeindruckend aus, zur damaligen Zeit war es genial. Die Level sind riesig und mit bis zu 600 Gegnern pro Level ist mächtig viel geboten, vor allem, wenn sich bis zu 50 gleichzeitig auf dem Bildschirm tummeln. Überraschenderweise ist die Engine dabei so gut programmiert, dass auch ältere PCs mit dem Spiel keine Probleme haben. Die Musik ist sehr episch und stimmungsvoll, bei großen Schlachten wird das Tempo merklich angezogen. Die Soundeffekte, vor allem der Waffen sind sehr gut. Die Sprachausgabe ist genauso wie bei Duke Nukem 3D absolut gelungen und passt mit den Sprüchen immer gut ins Spielgeschehen. Serious Sam ist wie gesagt kein intelligenter oder „anspruchsvoller“ Ego-Shooter, aber durch sein einfaches Spielprinzip unterhält er sehr gut. Vor allem der Co-op Modus ist klasse. Publisher: Take 2 Developer: CroTeam Erscheinungsjahr: 2001 Erschienen für: PC Anzahl Spieler: 1-16 Schwierigkeitsgrad: Wählbar
 
| Grafik | 9/10 | | Spielspass | | Sound | 9/10 | 8,5/10 | | Gameplay | 9/10 | | Multiplayer | 9,5/10 |
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