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Silent Hill 4 - The Room PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
14.10.2006

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Henry Townshend ist ein ganz normaler Mensch, aber er hat ein großes Problem. Das Problem besteht aus mehreren Ketten und Vorhängeschlössern, die an der Tür zu seinem Apartment angebracht sind. Dadurch konnte er sein Apartment seit 5 Tagen nicht mehr verlassen. Seine Nachbarn scheinen auch eher zur tauben Sorte zu gehören und reagieren nicht auf seine Hilferufe. Natürlich ist sein Telefon tot, sein Fenster geht nicht auf und Strom hat er sowieso nicht. Eine ausweglose Situation, so scheint es, bis eines Tages unverhofft in seinem Badezimmer ein riesiges Loch in der Mauer erscheint. Natürlich klettert Henry sofort rein und findet sich plötzlich in einem U-Bahn Bahnhof wieder und er ist nicht allein…

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das beste an Silent Hill 4 ist die Story mit seinen Zwischensequenzen. Das war aber auch schon immer eine Stärke dieser Reihe. Ansonsten ist dieses Spiel nicht mal ein echtes Silent Hill. Ein Team bei Konami hatte die Idee und wollte damit eine völlig neue Reihe entwickeln, aber die Manager sahen darin ein zu großes finanzielles Risiko. Also pappt man einfach den Namen Silent Hill drauf, weil der blöde Fan wird’s schon kaufen.

Tatsächlich fehlt auch so gut wie alles, was Silent Hill ausmachte. Die Taschenlampe, das Radio um Monster zu orten, das Inventarsystem, die Rätsel, der Nebel, die dadurch entstehende geniale Atmosphäre. The Room ist da viel eher an Resident Evil dran. Man hat ein begrenztes Inventar, andere Gegenstände muss man in eine Kiste im Apartment legen. Anders geht es nicht, man kann sie nicht mal einfach auf den Boden ablegen. Gegner ortet man nun durch Geräusche und Bildrauschen, allerdings sieht das nicht wirklich gut aus. Die Rätsel, die in den Vorgängern herausfordernd und teilweise sehr abgefahren sind, wurden auf ein Minimum reduziert und sind wesentlich einfacher, dafür hat man die Action hochgeschraubt, wesentlich öfter trifft man auf Gruppen von bizarren Monstern, diese sehen auch größtenteils wirklich sehr gut aus. Richtig bizarr und abgefahren, wenn man mal von den Geistern absieht. Diese stellen wohl auch den größten Kritikpunkt an diesem Spiel dar. Sie nerven, sind praktisch unbesiegbar und folgen Henry überall hin, kommen sie der Spielfigur zu nahe, richten sie üblen Schaden an. Natürlich können sie auch durch Wände fliegen und besiegen kann man sie lediglich mit einer einzelnen Waffe. Diese findet man aber auch erst einige Zeit später und so muss man fliehen und gleichzeitig noch gegen die anderen Wesen kämpfen. Klasse.

Atmosphäre wird in erster Linie durch die Soundeffekte erzeugt. Diese sind wie immer sehr stark und sorgen dafür, dass The Room nicht zu einem völlig ungruseligen Abenteuer wird. Denn die Grafik kann da bei weitem nicht mithalten. Einerseits ist das Spiel viel zu hell und fast schon freundlich und durch den fehlenden Nebel geht auch einiges verloren. Der größte Kritikpunkt aber, vor allem bei der PC Fassung, sind die völlig verwaschenen Texturen und alles ist eckig. Das hätte echt nicht sein müssen.

Gespielt wird natürlich wieder aus der Third Person Perspektive. Ausgenommen davon ist das Apartment, in dem man auf die First Person zurückgreift. Eigentlich eine gute Idee, wenn man sie halbwegs gut umgesetzt hätte, aber leider ist die Steuerung viel zu schwammig und ungenau, das anvisieren interessanter Punkte (Die durch ein Auge angezeigt werden), ist schon fast eine größere Herausforderung als das ganze restliche Spiel. Ansonsten hat man natürlich auch wieder mit den Kameraperspektiven zu kämpfen, diese sind meist einfach unübersichtlich platziert und welchen Sinn macht es, wenn man nur stur Henry von vorne sieht, aber nicht, wohin man nun läuft? Hier will man wohl zu cineastisch werden.

Der letzte Kritikpunkt betrifft die Orte an sich. In den Vorgängern hatte man noch große Städte, Wälder und riesige Gebiete, wo man nie wusste ob da nun irgendwo ein Monster steckt oder nicht. Bei The Room ist alles wesentlich kleiner, linearer und z.B. bei der U-Bahn Station weiß man ja, dass die Gegner praktisch nur von vorne kommen können. Langweilig.

The Room merkt man an, dass es kein echtes Silent Hill ist. Aber auch sonst wäre es kein wirklich gutes Spiel. Zu viele Sachen wie das Inventar und das langweilige Leveldesign wurden gemacht und derjenige, der die Geister erfand, soll auf ewig in der Hölle schmoren. Zumindest ist ja die Story spannend inszeniert und die Atmosphäre stimmt dank Sound einigermaßen. Aber das reicht einfach nicht, um sich durch dieses Spiel zu kämpfen. So holt man sich lieber die Vorgänger und hofft, dass Teil 5 wieder ein richtiges Silent Hill wird.

Publisher: Konami
Developer: Konami
Erschceinungsjahr: 2004
Erschienen für: PC, PS2, Xbox
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik6,5/10  Spielspass
Sound9/10
4/10
Gameplay 5/10

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Letzte Aktualisierung ( 27.02.2007 )
 
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