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Starfleet Command 3 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
11.08.2007

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Der dritte Teil der Starfleet Reihe ist der aktuellste, erschienen 2002 und auch in der Ansiedlung im Star Trek Universum der neueste, spielt er ja in der Epoche von Next Generation, nachdem sich die ersten beiden Teile in der Zeit rund um Kirk & Co. aufhielten.

Friede ist eingekehrt im Universum, zumindest zwischen der Federation und den Klingonen und gemeinsam basteln sie an einer großen Raumstation nahe der Grenze zum romulanischen Imperium, was denen natürlich nicht gefällt. Neben diesen drei Hauptrassen spielen auch alle anderen wie die Borg, die Ferengi, Cardassians und Piraten eine Rolle.
In diesem Getümmel findet man sich selbst als Kapitän eines Raumschiffs. Aber bevor man so weit kommt, muss man sich erstmal in der Kampagne die Seite aussuchen. Klingonen, Romulaner und Federation stehen zur Wahl. Alle Missionen haben zum zentralen Thema die Raumstation. Leider kann man nicht mit den Borg spielen, das wäre sicher sehr lustig geworden.

Hat man seine Fraktion gewählt, landet man im Hauptmenü des Spiels. Eine riesige Hexkarte des Universums und rechts einige Optionen. Anfangs hat man ein schrottiges Raumschiff mit Standardausrüstung und unerfahrener Besatzung. Da es in der Zukunft kein Geld gibt, wird mit Prestigepunkten bezahlt. Je besser man sich in den Missionen schlägt, desto mehr gibt es davon und irgendwann kann sich sein Traumschiff kaufen und es noch aufmotzen. Mehr Power ist eben auch in der Zukunft ein wichtiges Motto. Bessere Transporter, bessere Antriebe und natürlich Waffen. Je besser und moderner das Raumschiff, desto mehr Waffen kann man theoretisch rundherum anbringen. Theoretisch deshalb, weil alles ein Gewicht hat und je besser die Ausrüstung, desto schwerer ist sie und ein Raumschiff hat eben eine Gewichtsbegrenzung.
Die Crew wird durch Einsätze erfahrener und dann kann man noch Zusatzzeug wie Dronen, Soldaten und Minen kaufen. Soldaten kann man dann beispielsweise auf Raumstationen beamen um diese zu erobern.

Leider ist es so, das die Missionen sehr linear ablaufen. Man wird meist zu einem Hexfeld gescheucht, klickt da auf Mission, kriegt eine knappe Beschreibung und dann geht es los. Ist man erfolgreich, geht es zur nächsten Mission, hat man sie verloren ist das Spiel vorbei. Die Missionen laufen immer in gleicher Reihenfolge ab und spielen sich auch immer gleich. Hier hat man eindeutig Chancen vergeben die Kampagne auch für ein zweites Mal interessant zu gestalten.
In den Missionen selbst hat man meist recht wenig zu tun. Man muss z.B. wenn man einen Klingonen spielt zwei Raumfrachter der Federation eskortieren. Es folgt ein kurzes Gespräch bei dem man wählen kann, wie man auftreten will, von freundlich bis klingonisch - aber direkte Auswirkungen scheint das nicht zu haben.

Ein Raumschiff zu leiten wird recht einfach dargestellt. Man sieht sein Raumschiff immer von außen, eine Brückenansicht fehlt leider. Man klickt mit rechts auf einen Gegner, geht in den roten Alarm, die Schilde sind hoch die Waffen geladen und dann kämpft man bis das feindliche Schiff auseinander bricht.
Leider sind die Kämpfe relativ öde, da die Waffen einen Schuss abfeuern und dann erst wieder geladen werden müssen dauert das alles relativ lange. Hat man ein gutes Schiff das komplett ausgestattet ist, sorgt das meist dafür das man sein Schiff lustig im Kreis dreht, aus allen Rohren feuert und hofft das der Feind bald platt ist. Es sieht recht dämlich aus wenn große Schlachtschiffe Pirouetten im Weltraum vollführen.
Für ein wenig Abwechslung sorgen Missionen in denen man z.B. auf Seiten der Federation als Romulanerschiff getarnt in einen Sektor eindringt und dort alle Stationen und Kampfstationen scannen muss. Hierbei muss man sehr vorsichtig vorgehen um die Tarnung nicht auffliegen zu lassen. Hat man alles gescannt, muss man ein Team auf den Planeten schicken und dann mit Warpspeed davonfliegen. Aber auch das ist alles relativ simpel gehalten.

Genauso einfach ist die Bedienung. Man kann im Prinzip alles mit der Maus machen. Die Tastatur benutzt man nur für Shortcuts und um die Kameraperspektive zu ändern. Man muss tatsächlich weder das Handbuch lesen noch die ganzen Tutorials durcharbeiten um in diesem Spiel voranzukommen, man lernt das alles auch mitten im Gefecht sehr schnell.

Neben der Kampagne gibt es noch eine freie Kampagne, wo man einfach durch den Weltraum fliegt und auf Gegner trifft oder z.B. in einem Casino landet wo man Roulette, Blackjack und anderes spielen kann. Auch hier wird auf Grafik verzichtet. Man sieht das Casino von außen und spielt die Spiele per Textfenster.
Ein Skirmishmodus und die Möglichkeit Online zu spielen existiert dann auch noch, wobei das Onlinespiel nicht gerade tauglich ist, da sich Activision mit Paramount überwarf und sich von allen Star Trek Spielen lossagte, was dazu führte das der große angekündigte Patch nie erschien. Das führt auch dazu, dass noch einige kleinere Bugs enthalten sind.

Die KI ist relativ gut. Feindliche Schiffe konzentrieren sich meist auf eine Seite des Raumschiffs um dort die Schilde zu zerstören, während sie selbst versuchen ihre kaputteste Seite abgewendet zu halten. Sie greifen relativ intelligent an und nutzen auch Traktorstrahlen.

Grafisch präsentiert sich das Spiel recht lahm. Der Weltraum sieht in Ordnung aus, aber irgendwie wirkt selbst das alte Freespace 2 spektakulärer. Zwischensequenzen gibt es nicht, das Innere von Raumschiffen oder –Stationen kriegt man auch nicht zu Gesicht und größere Animationen fehlen ebenfalls. Die Raumschiffe sehen ganz nett aus.
Die Musik ist in Ordnung, auch wenn mir irgendwie das Star Trek Theme fehlt, das nur ganz kurz im Intro angespielt wird. Ansonsten ist die Musik unaufdringlich und schön im Hintergrund. Die Soundeffekte klingen Star Trek - typisch und die Sprachausgabe ist recht gut gelungen. Auf Seiten der Federation wird man von Picard in die Missionen eingewiesen, zum Glück konnte man Patrick Stewart dafür ins Studio ziehen, was einen großen Atmosphärebonus mit sich bringt.

Starfleet Command 3 macht die erste Zeit lang schon Spaß. Wenn man die Kampagne gerade gestartet hat und schon sehnsüchtig auf das nächste bessere Schiff wartet, wenn man gerade noch so eine Schlacht gewonnen hat oder den bösen Klingonen mimt. Für Star Trek Fans ist das Spiel auf jeden Fall ein Muss.
Allen anderen sei gesagt, dass es recht schnell an Spielspaß einbüßt, weil die Missionen einfach auf Dauer zu uninteressant und linear sind. Hinzu kommt die mittelmäßige Präsentation und einfach das Gefühl, dass mit etwas mehr Produktionszeit etwas viel besseres hätte herauskommen können.

Publisher: Activion
Developer: Taldren
Erschienen: 2002
Erschienen für: PC
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik5,5/10  Spielspass
Sound8/10
6,5/10
Gameplay 6,5/10

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