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Need for Speed ist eine der langlebigsten Spielereihen, die auch heute noch fortlaufend neue Sequels erhält. Das Ursprungsspiel wurde 1994 von EA Canada entwickelt. Hinter diesem Namen steckt Distinctive Software, die zuvor für Accolade Spiele entwickelten, darunter auch die Test Drive Reihe, die man quasi als geistigen Urvater von Need for Speed bezeichnen könnte. Nachdem The Need for Speed 1994 für das 3DO erschien, folgte 1995 die PC Fassung. Ein Jahr später erschien dann die Special Edition. Die Neuerungen der Special Edition sind eine komplette Unterstützung für Windows 95 und dadurch ein Netzwerk/IPX Multiplayer Modus. Eine DOSfassung ist trotzdem noch enthalten. Zusätzlich gibt es zwei neue Rennstrecken. Desweiteren wurde die Grafikengine überarbeitet, mehr Details, etwas mehr Physikspielereien sowie neue Musik. Das wichtigste sind allerdings die Fahrzeuge und da gibt es von Beginn an acht Vehikel: Lamborghini Diablo, Chevrolet Corvette ZR-1, Ferrari 512TR, Dodge Viper RT/10, Porsche 911 Carrera, Toyota Supra Turbo, Acura NSX und Mazda RX-7. Zusätzlich gibt es mit dem Warrior ein neuntes Fantasyfahrzeug, das man erst freischalten muss. Für Strecken gilt das gleiche, es gibt acht Strecken, 4 Rundkurse und 4 A nach B Rennen. Sowie eine weitere neunte Strecke, die auch erst freigespielt werden muss. Die Autos werden im großen Stil präsentiert. Damals war „Multimedia“ angesagt und kaum ein Spiel kam noch ohne Videos aus. In Zusammenarbeit mit dem Automagazin Road & Track, werden so im Spiel sämtliche technische Daten der Fahrzeuge aufgelistet, es gibt einige Fotos und Videos, welche die Fahrzeuge gelungen einfangen. Dazu klärt uns ein Sprecher über die Fahrzeuge auf, erzählt aber wenig Neues. Es ist schon schade, dass dieses Feature schnell wieder fallengelassen wurde. Andererseits wäre das wohl heutzutage, wo man mitunter hunderte Fahrzeuge bekommt und zusätzliche als DLC runterladen kann, wohl auch nicht möglich. An Spielmodi wurde etwas gespart. Man kann ein Head-to-Head Rennen gegen einen weiteren CPU-Fahrer bestreiten und dabei frei das gegnerische Fahrzug wählen. Dann gibt es noch ein Rennen, wo man gegen sieben CPU-Fahrer antritt, die entweder 7x das gleiche (wieder wählbare) Modell aufbieten oder „The Pack“ wo jedes übrige Auto einmal im Feld dabei ist. Dann gibt es noch ein Turnier über alle Strecken, gewinnt man dieses, kann man die Strecke und das Fahrzeug freischalten. Was den Head-to-Head Modus auszeichnet und was ein Markenzeichnen von Need for Speed wurde, waren der zusätzliche Verkehr auf der Strecke und die Polizei. Die Cops sehen solche illegalen Straßenrennen gar nicht nennen und nehmen natürlich direkt die Verfolgung auf. Wird man von einem Polizeiwagen gestoppt, gibt es einen Strafzettel. Nach drei Strafzetteln geht es in das Gefängnis und das Rennen ist vorbei. Spielerisch ist The Need for Speed eine Mischung aus Arcade und Simulation. So muss man auch bei Automatikgetriebe zum Rennstart die Gangschaltung betätigen, außerhalb der Strecke bremst das Auto stark ab und Kollisionen werden ebenso berücksichtigt. Auch wenn die Fahrzeuge eher wie Gummibälle von einander abprallen oder bei einer Frontalkollision durch die Gegend fliegen. Die Steuerung ist einfach und auch Drifts per Handbremse gehen leicht von der Hand. Gamepad oder Lenkrad sind der Tastatursteuerung auf jeden Fall vorzuziehen. Die KI der Gegner ist recht in Ordnung, auch wenn sie zu sehr wie auf Schienen fahren. Sehr gelungen sind die einfallsreichen Strecken, von Standardsettings wie einer Stadt oder einer Strecke an der Küste, geht es in die Berge und nach „Lost Vegas“. Die zwei neuen Strecken der SE sind eine futuristisch wirkende, dunkle Stadt und eine verlassene Goldgräberstadt samt Mine durch die man rast. Es gibt auch nette Streckendetails, so fährt man durch Tunnels oder in den Bergen an Wasserfällen vorbei. Grafisch war das Spiel damals richtig toll und ich finde, dass im Hinsicht auf das Alter, es auch heute noch recht passabel aussieht. Schade ist, das die Fahrzeuge keine optischen Schäden nehmen. Musikalisch befinden wir uns in der Zeit, bevor EA schrecklichen Alternacrap und Rapmist lizenzierte und lieber eigene rockige Musikstücke komponierte. Eine eigene Musik-CD ist natürlich immer noch das Beste, aber die Musik ist nett. Die Soundeffekte schwanken zwischen gut und merkwürdig. Gut sind die Motorensounds der Fahrzeuge, merkwürdig das eher gummiartige Geräuscht, wenn zwei Fahrzeuge aneinander krachen. Die Special Edition ist der Originalversion auf jeden Fall vorzuziehen und trotz der Tatsache, das gerade Renn- und Sportspiele von moderner Technik noch am meisten profitieren, macht The Need for Speed auch heute noch Spaß. Es gefällt mir gar besser als manch neuerer Serienvertreter wie etwa NFS: Underground. Für Rennspielfans einen Blick wert. Publisher: Electronic Arts Developer: EA Canada Erscheinungsjahr: 1996 Erschienen für: PC Anzahl Spieler: 1-8 Schwierigkeitsgrad: Fahrzeugabhängig 
| Grafik | 9/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 7/10 | | Gameplay | 7,5/10 |
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