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The Westerner PDF Drucken
Geschrieben von Minsc   
02.03.2007

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Juchu, Fenimore Fillmore ist wieder da, nach seinem Auftritt in 3 Skulls of the Toltecs. Bis auf den Titel kenne ich das nicht mal weiter, aber das tut dem „Spaß“ an The Westerner sicher keinen Abbruch...

Fenimore Fillmore ist also in einer Westernstadt, und so eilt er in einem wirklich lustigen und comichaften Vorspann dem farmer Banister zur Hilfe – gegen ein paar mächtig fiese Gangster, und wie das nun mal so ist, lassen die sich das nicht gefallen – und werden sicher zurückkehren.
Also muss ein Plan her, um diesen endgültig den Garaus zu machen – gegen die Einfallslosigkeit der Designer hilft das allerdings nicht.

Fangen wir mit dem guten an, die Charaktere sind allesamt recht stimmig in dieser Comic-Westernwelt, die Grafik schaut wirklich gut aus, die Atmosphäre passt, die Musik, die Soundeffekte, sogar die Synchronsprecher sind größtenteils in Ordnung und die Steuerung mit der Maus ist an sich auch gelungen. Die Rahmenbedingungen für ein gutes Adventure stimmen also, außerdem gibt es hin und wieder nette Details.

Allerdings sind alle Charaktere auch sehr klischeehaft, hier wird nichts ausgelassen, die Story ist so originell, wie eine strickende Oma im Schaukelstuhl, schwarz gekleidete Gangster oder dass es einen Saloon gibt.
Und das ist genau das Problem: Man hat einfach alles schon gesehen, das ist jetzt gar nicht unbedingt auf das Szenario bezogen, das wäre so weit ok – aber dass es einen Masterplan gibt, um Feinde in die Flucht zu schlagen, das erinnert schon sehr an Runaway, überhaupt sind die Dialoge alle doch recht bieder und einfach uninspiriert, die Rätsel wirken teilweise wie ein „Best Of Adventures“, an dieser Stelle sei nur das völlig misslungene Beleidigungsduell im späteren Verlauf des Spiels erwähnt. Bei Monkey Island genial und lustig, hier einfach nur unoriginell, peinlich und aufgesetzt.

„Im späteren Verlauf des Spiels“ heißt auch, dass man da erstmal hinkommen muss. Wie kann man nur auf die Idee kommen, ein Pferd wieder und wieder mit Karotten füttern zu müssen – und als wenn das nicht nervig genug wäre, muss man die erst noch anpflanzen bzw. bewässern. Und das Pferd frisst die eben recht gern, so dass man allein damit schon einige Zeit beschäftigt ist – sehr nervig.

Nervig ist auch, dass man quasi alles absuchen muss, um ein paar Dollarnoten zu bekommen – und sich dabei teilweise wieder und wieder die selben Sequenzen anschauen muss. Und Feld braucht man an allen Ecken und Enden. Dazu kommt noch eine Kamera, die häufig unbrauchbare Ausschnitte liefert oder man einfach Gegenstände oder Orte eher durch Zufall erreicht, weil man vorher wenige Millimeter falsch geklickt hatte.

Letztlich kommt dazu eben die biedere Story und irgendwann vergeht einem die Lust an dem Spiel, was schade ist, Potenzial hätten Fenimore Fillmores Abenteuer durchaus gehabt. Warum dieses Adventure aber in den Zeitschriften Traumwertungen über 80 abgeräumt hat, ist mir ein absolutes Rätsel, ein Runaway ist um Welten besser, lustiger und origineller. Und wieder einmal ist bewiesen, dass es nicht nur auf die Präsentation ankommt.

Publisher: Crimson Cow
Developer: Revistronic
Erscheinungsjahr: 2004
Erschienen für: PC
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: leicht - mittel

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Grafik8/10  Spielspass
Sound8/10
3,5/10
Gameplay 7/10

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