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Theme Park PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
08.07.2006
An Peter Molyneux scheiden sich ja seit jeher die Geister. Er verstand es immer, interessante, neue Spielprinzipien zu entwickeln, aber seine Spiele waren zum Großteil nie absolut überzeugend. Anfangs machen sie großen Spaß, weil es einfach etwas Neues ist und es viel zu entdecken gibt, aber nach einiger Zeit stellt man dann schnell Unzulänglichkeiten fest. So ist es bei seinen aktuelleren Spielen wie Black & White oder The Movies und so war es früher bei Populous oder Magic Carpet.

Theme Park entwickelte er 1994. Es ist eine Wirtschaftssimulation rund um das Thema Vergnügungsparks. Man hat ein bisschen Geld und kauft sich damit ein Stück Land, das man dann mit allerlei Attraktionen und Geschäften vollstellt. Anfangs hat man nur wenige Fahrgeschäfte wie ne Hüpfburg oder eine Geisterbahn und man muss erst Geld in die Forschung investieren, die dann immer größere und schönere Attraktionen erfindet. Highlight ist dann natürlich die Achterbahn mit Loopings und Schrauben. Wie man seinen Park vollstellt, bleibt dem Spieler selbst überlassen, ob man nun einen Themenpark baut oder einfach alles kreuz und quer Marke Oktoberfest baut. Das hat auch keine allzu große Auswirkung auf die Besucher. Diese haben generell kaum etwas zu sagen: Die Achterbahn kann 25 Loopings und 30 Schrauben haben und sie fahren immer noch voller Begeisterung und auch lange Wanderwege nehmen sie recht locker hin. Das ist schon etwas etwas enttäuschend, weil einfach unrealistisch. Schade, dass es da nicht unterschiedliche Besucher gibt, welche, die eben extreme Achterbahnen mögen und welche, die es lieber ruhiger angehen.

In den Geschäften kann man dann auch die Preise festlegen und z.B. dafür sorgen, dass die Pommes extra salzig sind, so dass die Besucher was zu trinken kaufen. In die Cola stecken wir dann extra viel Eis, so verdienen wir mehr. Bei den Gewinnspielen und Schießbuden kann man auch festlegen, wie leicht man etwas gewinnen kann oder auch nicht. Nur sollte man das nicht zu extrem sein, weil sonst verlieren die Besucher schnell das Interesse daran. Ganz dumm sind sie dann doch nicht.

Natürlich gibt es auch zahlreiche Objekte zur Parkverschönerung. Bäume, Brunnen und Laternen werden geliefert, aber das hebt die Laune der Besucher scheinbar nicht wirklich an. Ganz anders dagegen natürlich ein spektakuläres Feuerwerk, das teuer ist, aber auch für gute Laune sorgt.

Angestellte gibt es natürlich auch. Putzleute sorgen dafür, dass der Park schön sauber ist und Mechaniker reparieren die Fahrgeschäfte, so dass sie nicht explodieren und Besucher umbringen. Die KI dieser Arbeiter ist nicht die beste. Teilt man ihnen keinen festen Bereich zu, rennen sie kreuz und quer durch die Gegend und machen gar nichts. Wo die KI gezeigt wird, ist bei den Gehaltsverhandlungen, die immer mal wieder vorkommen und wenn man ihnen dann nicht nachgibt, kommt es zum Streik.

Daneben gibt es noch einige Konkurrenten, die auch Vergnügungsparks haben, leider darf man diese Parks nicht sehen und von der Konkurrenz kriegt man meistens nur am Jahresende was mit, wenn der beste Park prämiert wird. Hat man seinen Park toll aufgebaut und sich eine goldene Nase verdient, kann man diesen auch verkaufen und sich irgendwo auf der Welt ein neues Gelände suchen. Leider sind diese immer eben grüne Flächen und der größte Unterschied ist wohl das Wetter, welches anzeigt, wie viele Besucher man erwarten kann und wie lang diese bleiben.

Grafisch präsentiert sich das ganze im bunten Comiclook und trotz des Erscheinungsjahres 1994 sieht das Ganze nicht mal so schlecht aus. Leider ist die Auflösung natürlich sehr gering und so sieht man immer nur recht wenig vom Park, es ist also viel Scrollen angesagt, vor allem beim Bau von Achterbahnen. Die Musik ist recht unspektakulär, passt aber zur Thematik, ist fröhlich und ich hab sie gleich abgestellt.

In der CD Fassung hat man noch die Chance einige Attraktionen in Form kurzer Videos selbst zu erleben. Bei der Diskettenfassung und auf dem Mega Drive gibt es das nicht.

Theme Park war zur damaligen Zeit sicher eine Sensation, das sieht man ja an den Bewertungen der Magazine. Aus heutiger Sicht muss man allerdings feststellen, dass es nach einiger Zeit recht öde wird, weil die Parks immer gleich aussehen und vor allem die Rollercoaster Tycoon Reihe hat mittlerweile ja auf brilliante Weise gezeigt, wie man so ein Spiel wirklich gut macht. Deshalb sollte man auch lieber zu diesen greifen, während Theme Park nur noch für einen 5 Minuten Nostalgietrip ausreicht auch wenn es besser als seine furchtbaren 3D Nachfahren ist.

Publisher: Electronic Arts
Developer: Bullfrog
Erscheinungsjahr: 1994
Erschienen für: PC, Amiga, Mega Drive, SNES, Apple, Atari Jaguar
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik8/10  Spielspass
Sound7/10
6,5/10
Gameplay 6/10

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Letzte Aktualisierung ( 27.02.2007 )
 
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