American Wasteland ist mittlerweile der 7. Teil der Tony Hawk Reihe und während die ersten 3 Spiele noch richtig genial waren, merkte man in den späteren, dass den Entwicklern doch so langsam die Ideen ausgehen. In den beiden Undergroundteilen versuchten sie das Problem mit einem Storymodus zu umgehen, in dem man nicht mehr, wie in den klassischen Teilen, 2 Minuten lang auf einer Map fahren kann, um verschiedene Aufgaben wie das Sammeln von Buchstaben oder das Erreichen einer bestimmten Punktzahl zu erfüllen. Mir persönlich haben die Undergrounds aber nicht so wirklich gefallen, da im Storymodus einfach zu wenig los war und es zu wenig Abwechslung gab, es war eben doch nur das rumgefahre und Aufgaben lösen, die hier nur langweiliger waren. American Wasteland geht den Weg aber weiter und kommt mit einer noch viel bekloppteren Story daher. Man spielt also ein Landei, das nach LA kommt und Skateprofi werden will. Negativ hierbei ist mir aufgefallen, dass man dieses Mal keinen eigenen Skater entwerfen darf, sondern sich bei Spielstart einen aus 5 vorgefertigten aussehen muss. Die sehen alle nicht sonderlich toll und Frauen gibt’s gleich gar nicht. Insofern fand ich das schon sehr enttäuschend. Heutzutage muss es einfach drin sein, dass man sich einen eigenen Charakter entwerfen kann. In LA angekommen, darf man zunächst nicht die ganze Stadt betreten, sondern nur einen Teil: Hollywood. Erst wenn man viele Aufgaben (Die sich meist auf Skatetricks beschränken, da muss man in einer Combo eben 100.000 Punkte machen oder einen Kickflip über einen Filmstar zeigen) geschafft und sich Respekt verschafft hat, geht es weiter. Dabei ist man nicht nur auf dem Skateboard unterwegs, sondern auch zu Fuß und neuerdings auch auf einem BMX. Wobei da die Steuerung nicht ganz so gelungen ist wie beim Skaten. Auch zu Fuß ist die Steuerung recht steif und man kriegt vor allem große Probleme mit der Kameraansicht, die kann man nicht frei bewegen und so sieht man des öfteren gar nicht, wo man nun hinrennt. In den einzelnen Stadtteilen gibt es noch Shops, da kann man sich neue Skateboards oder Kleidung kaufen, Tattoos machen und das haben die Entwickler ganz toll von GTA San Andreas abgeschaut. Beim Skateshop findet man auch eine Aufgabenliste, die man bis Sonnenuntergang erfüllen muss, dadurch steigen die Skillwerte. Hat man sich genug Respekt verschafft, kann man die anderen Stadtteile wie Beverly Hills betreten. Ladezeiten zwischen den Stadtteilen werden in Form einer Busfahrt bzw. eines langen Tunnels gelöst, durch den man durchfahren muss. Spätestens hier stellt man die grausame Performance des Spiels fest. Ich weiß nicht, was die Entwickler gemacht haben, aber auf dem PC ruckelt sich das Spiel zu Tode und gerade nach gefundenen Gaps kommt es zu Aussetzern. Das macht so nicht wirklich viel Spaß. Neben dem Storymode gibt es natürlich auch den Klassikmodus, hier hat man 2 Minuten für eine Map und die oben erwähnten Aufgaben. Dafür wurden einige Level aus den Vorgängern recycled. Auch wenn man einen selbst entworfenen Skater nicht im Storymodus verwenden kann, kann man sich trotzdem einen für den Klassik-, Online- oder Skate for Fun- Modus erstellen. Leider sind die Möglichkeiten hier arg begrenzt Es gibt dann noch weitere Create Modi, die man auch aus den Vorgängern kennt wie Create-a-Park, Create-a-Logo und man kann sich auch eigene Tricks erstellen. Grafisch präsentiert sich das Spiel wie eine typische Konsolenumsetzung. Es sieht nicht sonderlich toll aus und seit den Undergroundteilen ist bei Tony Hawk ja sowieso mehr der Comic-Look angesagt. Visuell kann das Ganze also nicht so wirklich überzeugen. Die Soundeffekte sind sehr gut, die waren bei der Reihe ja schon immer sehr gut. Die Musik gefällt mir dieses Mal nicht. Es gibt wieder die typische Mischung aus Rock, Punk und Hip Hop, aber ich muss sagen, dass die Teile 1-4 eindeutig die beste Musik boten und seit dem wurde es immer schlechter. Insgesamt ist Tony Hawk’s American Wasteland kein schlechtes Spiel. Aber man merkt, dass der Reihe die Luft ausgeht und es einfach an wirklich guten Ideen mangelt. Die Einschränkungen beim Storymodus nerven und insgesamt wäre es doch mal angebracht, einen wirklichen Karrieremodus zu starten, in dem man von Turnier zu Turnier zieht und immer berühmter wird. Das wäre doch wesentlich abwechslungsreicher als das fahren durch eine Stadt, wo man eine stupide Aufgabe nach der anderen erfüllen muss. Ich kann nur dazu raten, wer sich das Spiel kaufen will und eine PS 2 oder Xbox hat, sollte sich das Spiel unbedingt dafür holen. Da ruckelt wenigstens nichts. Publisher: Activision Developer: Neversoft (PC Fassung von Aspyre) Erscheinungsjahr: 2005/2006 Erschienen für: PC, PS2, Xbox, Xbox 360, Gamecube Anzahl Spieler: 1-2 Schwierigkeitsgrad: Wählbar
 
| Grafik | 6,5/10 | | Spielspass | | Sound | 7,5/10 | 7/10 | | Gameplay | 8/10 |
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