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Rennspiele gibt es ja wie Sand am Meer. Rennsimulationen, Arcaderacer…und ganz früher gab es mal Stunts. Ein Spiel, das anders war, anstatt immer nur auf langweiligen geraden Strecken zu fahren, raste man dort durch Loopings, Schrauben und flog durch die Luft. Jahrelang gab es keinen richtigen Nachfolger, bis Trackmania erschien. Das Spiel konnte zwar nicht ganz an Stunts heranreichen, war aber endlich mal wieder ein außergewöhnlicheres Rennspiel. Trackmania Sunrise ist nun der offizielle Nachfolger. Geändert hat sich an sich nicht viel. Der Hauptkritik liegt nach wie vor bei den Fahrzeugen, es gibt zwar 3 Grundmodelle, aber keine unterschiedlichen Versionen. Autos die sich in Geschwindigkeit oder Handling unterscheiden und das in großer Zahl wäre besser, als ein Modell, das man lediglich bemalen kann. Genauso wenig Auswahl gibt es bei den Szenarien, alles spielt am Strand oder zumindest auf einer Insel, wenigstens kann man noch die Tageszeit ändern. Unterschiedliche Wetterverhältnisse gibt es nicht. Beim wichtigsten hat man aber zum Glück nicht gespart: Den Spielmodi. Neben normalen Rennen gibt es noch den Plattform Modus, hier spielt die Zeit keine Rolle, eher soll man in so wenig wie möglichen Versuchen über die verwinkelten Kurse fahren. Das ist eine große Herausforderung, vor allem da man bei den Strecken Bronze, Silber und Gold erreichen kann, je weniger Versuche, desto besser wird man ausgezeichnet. Für Gold muss man die Strecken schon perfekt kennen. Beim Puzzle Modus wird man in den Streckeneditor befördert, man hat eine bestimmte Anzahl an Streckenteilen und muss nun eine Strecke fertig bauen und diese dann erfolgreich durchfahren. Im Stuntmodus gilt es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Weite Sprünge, 180° Drehungen oder Slides müssen geschafft werden, hier erinnert Trackmania schon mehr an Tony Hawk. Der Crazy Modus muss erst frei geschaltet werden, hier warten dann noch abgefahrenere Rennen, aber die darf dann jeder selbst erkunden… Durch das erfolgreiche Bestehen der Strecken und Modi bekommt man Copper. Das ist die Währung des Spiels und man kann sie im Editor für den Kauf von Streckenteilen einsetzen. Je mehr davon hat, desto besser. Die Strecken sind größtenteils sehr ausgefallen. Loopings sind schon fast Standard, Sprünge werden meist quer über Häuser oder Streckenabschnitte vollzogen und teilweise muss man erstmal schauen, wo es nun weiter geht. Vor allem im Plattformmodus ist die Übersicht bei einigen Maps nicht wirklich gegeben. Aber trotzdem macht das Spiel ungeheuren Spaß, man rast so schnell es geht durch Kurven, fliegt meilenweit und ärgert sich nicht mal, wenn man mal wieder mitten im Wasser landet. Einige Strecken beinhalten auch andere Kameraperspektiven, man fährt z.B. durch den Checkpoint und plötzlich fährt man in der Vogelperspektive weiter oder bei extrem weiten Sprüngen wird der Sprung geradezu cineastisch zelebriert. Gegner auf der Strecke gibt es schon, allerdings nur im Ghostmode. Man kann also durch sie hindurch fahren und sie sind somit nur dazu da, sich an der Rundenzeit zu orientieren. Aber mit echten Gegnern würde das Spiel wohl auch arge Probleme kriegen, mehr als einmal würde man in der Luft zusammenstoßen. Schon angesprochen wurde der Editor. Hier hat man fast unbegrenzte Möglichkeiten um abgedrehte Strecken zu bauen. Man kann eigene Inseln erstellen und dann bauen was geht. Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Um die Strecken perfekt in Szene zu setzen, gibt es den Mediatracker, die oben angesprochenen Kamerawechsel kann man hier auch für seine eigene Strecke anwenden, aber das ist noch nicht alles. Man kann auch ein Intro erstellen und auf der Strecke Spezialeffekte oder eigene Sounds einfügen. Die mittlerweile sehr große Community zeigt auf unzähligen downloadbaren Strecken was hier möglich ist. Natürlich kann man Trackmania Sunrise auch im Multiplayer spielen. Wer das nicht im Internet oder per Netzwerk will, kann das mit Freunden sogar direkt im Hot-Seat Modus machen, wo jeder nacheinander fährt. Auch hier hat Nadeo wieder an alle Möglichkeiten gedacht. Grafisch sieht das Spiel recht hübsch und bunt ausgefallen aus. Die Musik dagegen ist wirklich klasse. Nicht zu aufdringlich, sondern immer recht passend, werden hier verschiedene Stile von Pop bis Elektro präsentiert. Kritik muss trotzdem noch geübt werden. Einerseits, weil hier mal wieder der ultimativ beschissene Kopierschutz zum Einsatz kommt: Starforce. Man weiß ja, dass der nichts taugt und nur nervt, so auch hier, wo vor jedem Start die Disc überprüft wird und dafür erstmal 30 Sekunden rotieren darf. Als zweiter Punkt steht die Werbegeilheit von Entwickler Nadeo. Bedenkt man, dass sie sowohl das normale TM Sunrise, als auch den kostenlosen Patch im Handel für gutes Geld veröffentlichen und mit TM United bald noch mal das gleiche, fragt man sich schon was das soll. Einerseits sind im Handbuch rund 8 Seiten Werbung und im Spiel finden sich Werbetafeln, die per Onlineverbindung immer mit dem neuesten Mist aktualisiert werden. Muss so etwas sein? Und wenn ja, warum bringt man das Spiel dann nicht wenigstens für einen günstigen Preis in den Handel? Trackmania Sunrise ist aber trotz dieser Kritik ein sehr gutes Spiel, das sich klar aus dem Wust der 08/15 Renner abhebt und dank großer Strecken- und Modusvielfalt absolut überzeugen kann. Publisher: Deep Silver Developer: Nadeo Erscheinungsjahr: 2005 Erschienen für: PC
 
| Grafik | 8/10 | | Spielspass | | Sound | 8,5/10 | 9/10 | | Gameplay | 9/10 | | Multiplayer | 9/10 |
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