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In den letzten 3-4 Jahren sind Zombies wieder ziemlich ins Rampenlicht gerückt, wenn sie auch meist als Opfer herhalten müssen. Spieleserien wie Left 4 Dead oder Dead Space sind entstanden, aber auch im so genannten Casual- und Indybereich erfreuen sich Zombies großer Beliebtheit. Zombie Driver ist ein Beispiel dafür und erschien bereits 2009, ohne dass viele Leute davon etwas mitbekommen haben. Entwickler Exor Studios ist auch nicht gerade bekannt und durchlief bei diesem Spiel einige Publisher. Worum es geht ist schneller erzählt und eigentlich könnte man es als GTA 1 mit Zombies bezeichnen: Man fährt in einer Stadt herum und kann dabei über hunderte, tausende Zombies fahren. Bei GTA macht das überfahren von Passanten heute noch Spaß, mit Zombies ist das noch witziger. Im Storymodus gibt es naturgemäß aber auch noch einige Aufgaben zu erledigen. Insgesamt 17 Missionen wollen durchgespielt werden, wobei das Konzept meist das gleiche ist: Es gilt Menschen zu retten, mal mehr, mal weniger. Nebenmissionen wie „säubere eine Polizeistation“ oder Herausforderungen wie „Schaffe die Mission in einer bestimmten Zeit“ gibt es auch, die sind optional, bringen aber Geld. Geld ist wiederum wichtig um seine Fahrzeuge aufzuwerten. Eine stärkere Rüstung, mehr Geschwindigkeit, Nitroboost und natürlich Waffen wollen in immer besseren Levels an das Fahrzeug angebracht werden, damit man gegen die Zombiehorde eine Chance hat. Bei den Waffen gibt es ein handliches Maschinengewehr, einen Flammenwerfer, Raketen sowie die Railgun. Startet man anfangs mit einem verbeulten Taxi, bekommt man im Verlauf des Spiels bessere Fahrzeuge wie einen Krankenwagen, eine Limousine oder das Supercar. Jedes Fahrzeug hat grundsätzlich Vor- und Nachteile in den Geschwindigkeits- und Rüstungswerten, durch Tuning kann man sie alle auf bessere Levels bringen und so entscheidet meist die Größe darüber, welches Fahrzeug man nimmt. Es kann nämlich sein, das man bis zu 11 Menschen in einem Level retten muss, da ist dann die Limousine, wo man direkt 6 Leute mitnehmen kann, natürlich besser geeignet als das Sportauto in das nur 3 Mitfahrer passen. Die Missionen laufen also so ab, das man zu dem Ort, wo sich die zu rettenden Menschen aufhalten fährt. Unterwegs liegen immer wieder verstreut einige Gegenstände zum einsammeln rum. Geld etwa oder Waffen um die Vorräte aufzufüllen und ein Icon, das das Auto repariert. Eigentlich sollte man ja nicht denken, dass Zombies einem Auto sonderlich gefährlich werden können, aber in dem Spiel ist das tatsächlich der Fall. Die normalen Zombies sind keine große Gefahr, genauso wie die Zombiehunde. Dagegen sind die mit Steine werfenden Zombies schon gefährlicher. Lediglich zwei weitere Zombietypen gibt es: Die Bodybuilderzombies sowie die fetten Zombies die mich etwas an die Boomer von Left 4 Dead erinnern und bei Kontakt explodieren – die Explosion kann man aber auch zum eigenen Vorteil nutzen und andere Zombies dadurch schaden. Ist man an dem Ort angekommen, wo die Menschen sich verschanzen, trifft man meist auf eine richtig große Horde Zombies, die sich davor versammelt hat. Erst wenn man die alle beseitigt hat, kann man anhalten und die Menschen einsammeln, die man dann wieder zum Ausgangspunkt der Mission zurück bringen muss. Aufgelockert werden die Missionen durch teilweise sehr witzige Kommentare der Geretteten. Ansonsten darf man von der Handlung natürlich nichts erfahren und es fehlt schon etwas an Abwechslung, jede Mission ist vom generellen Ablauf her identisch. Neben diesem Spielmodus gibt es noch zwei weitere: Das Blood Race und Survival. Survival ist wie der Name sagt ein Überlebenskampf. Man sucht sich einen Teil der Stadt aus, der wird abgesperrt und dann kämpft man so lange gegen immer größer werdende Zombiehorden an, bis das Auto zerstört wird. Es geht dabei rein darum, Punkte zu sammeln. Mehr Punkte erhält man durch Combos, je mehr Zombies man in schneller Abfolge überfährt, abfackelt oder abschießt, desto besser. Das ist ganz spaßig für zwischendurch und da es, wie heutzutage üblich, Leaderboards gibt, kann man seinen High-Score mit Spielern aus aller Welt vergleichen. Das Blood Race erinnert so ein wenig an das alte Death Rally von Remedy. Man fährt gegen 3 computergesteuerte Gegner, man kann Waffen einsetzen und Zombies sind im Weg, die man überfahren kann. Es geht auch hierbei darum, Geld einzusammeln, denn abermals kann man seine Fahrzeuge tunen und hat so eine bessere Chance gegen die Computergegner. Sehr schade ist allerdings, dass es keinen Multiplayermodus gibt. Um den Spielspaß noch etwas länger aufrecht zu erhalten, dürfen Achivements natürlich nicht fehlen. An der Steuerung gibt es wenig auszusetzen. Mit dem Gamepad spielt es sich etwas besser als mit der Tastatur, das sollte aber auch klar sein. Grafisch sieht das Spiel recht nett aus. Es gibt ein paar unterschiedliche Kameraperspektive, allerdings sind die alle aus der Top-Down Perspektive. Eine First Person Ansicht wäre sicher witzig gewesen. Generell sieht das Spiel in Ordnung aus. Die Stadt ist realistisch dargestellt, Effekte wie Bloom fehlen auch nicht und die Zombies hinterlassen enorm viel Blut. Die Musik ist in Ordnung, wenn auch arg unscheinbar, größtenteils nimmt man sie nicht wirklich wahr. Die Soundeffekte sind in Ordnung, wobei das Geräusch für die Combos etwas arg schepprig klingt. Die Sprachausgabe ist gut und wohl bewusst Over the Top. Zombie Driver ist natürlich kein Spiel, das man 5 Stunden am Stück spielen kann. Dies auch, weil der Hauptmodus trotz 17 Missionen nicht allzu lang dauert und eben sehr repetiv ist. Aber gerade das Blood Race und Survival sind sehr perfekt für 10 Minuten zwischendurch. Wer die alten GTA Teile mochte und generell gern Zombies plättet, ist bei diesem Spiel gut aufgehoben. Publisher: Excalibur Publishing Developer: Exor Studios Erscheinungsjahr: 2009 Erschienen für: PC Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Wählbar bzw. Missionsabhängig
| Grafik | 7/10 | | Spielspass | | Sound | 6,5/10 | 7.5/10 | | Gameplay | 7,5/10 |
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