|
Nach Aliens geht es nun Zombies an den Kragen. Leider muss man bei diesem Spiel von einer Mogelpackung reden. Obwohl es nach Alien Shooter 2 erschien, basiert es auf Alien Shooter 1. Es ist die gleiche Engine, ja sogar Musik und Waffentexte sind identisch und lediglich die Levels und Menüs wurden neu erstellt. Es scheint fast so, als wollte man mit wenig Mühe schnell Geld machen. Immerhin erscheint das Spiel zum Budgetpreis und bei 15€ kann man schon fast darüber hinweg sehen.
Eine Handlung gibt es nicht, im Spiel gibt es auch keine Zwischentexte oder sonst was. Es geht von Mission zu Mission, dazwischen wartet nur der Shop mit Ausrüstung. Gut eine Handlung ist eh überflüssig und würde wohl etwa so lauten: „Zombies machen Stress, pack die Pumpgun aus“. Vor dem Spielstart wählt man einen Charakter. Die beiden unterscheiden sich ein wenig in Sachen Geschwindigkeit und Zielgenauigkeit, was aber nicht so schlimm ist, da man während des Spiels sowieso Erfahrungspunkte sammelt und seinen Charakter aufwerten kann.
Neben EXP, Medipacks und natürlich Munition findet man auch Geld. Dieses kann man im Shop ausgeben. Es gibt 3 Arten von Rüstungen, kleines Spielzeug wie eine Sonde die um die Figur kreiselt und Gegner automatisch anvisiert, eine Taschenlampe und ein völlig unbrauchbares Nachtsichtgerät. Neun Waffen finden den Weg ins Inventar. Anfangs hat man nur 2 billige Pistolen, später findet man die Pumpgun. Die Waffen sind allesamt recht konventionell gehalten. Granatwerfer, Raketenwerfer, Minigun, Flammenwerfer. Einzig die „Magma-Minigun“ ist mal was Neues, verhält sich aber nicht viel anders als die normale Minigun oder der Laser. Immerhin kann die Waffen noch um jeweils 3 Levels aufwerten, dann richten sie mehr Schaden an und feuern schneller. Vor allem der Flammenwerfer sollte aufgerüstet werden. Auf Stufe 3 kann man innerhalb kürzester Zeit hunderte Zombies braten.
Wie schon bei den Alien Shootern, hat man es auch mit unzähligen Gegnern zu tun. Man stürmt einen Raum und schon grunzt es aus allen Ecken und man ist umzingelt. Leider gibt es keine Statistik, aber ich schätze mal, dass man in den 10 Levels schon locker 6-7000 Gegner vernichtet. Und irgendwie sieht es auch witzig aus, wenn nach einem Gemetzel der gesamte Raum blutrot ist und diverse Einzelteile am Boden liegen, es hat schon fast was von einem Teppich. Neben normalen Zombies gibt es zur Abwechslung noch andere Monster. Ratten, Zombiehunde, Mutationen in verschiedenen Größen und Soldaten mit Laserwaffen, die irgendwie unpassend wirken. Sie sind auch die härtesten Gegner, da sie schon auf größere Distanz hin aus allen Rohren feuern und auch recht viel aushalten. Es gibt wieder einige Geheimräume zu entdecken und man muss praktisch immer Dynamit finden um sich den Weg zum nächsten Abschnitt frei zu sprengen. Leider liegt das Dynamit so offensichtlich rum, dass man nicht danach suchen muss, man hätte es dem Protagonisten auch gleich in den Rucksack stecken können.
Man sollte also immer einen Blick auf die Gesundheitsanzeige haben und schnell zu Medipacks flüchten. Ist man schwer getroffen wird das auch noch durch ein großes transparentes Auge visualisiert, das sich über das Bild legt. Das Ganze sieht ganz merkwürdig aus…
Leider ist das Spiel schon nach 10 Levels zu Ende. Diese sind auch nicht all zu lang, so kann man das Spiel auf Easy locker in etwa 3 Stunden durchspielen. Alien Shooter 2 war irgendwie länger und abwechslungsreicher…
Aber es gibt ja noch zwei weitere Spielmodi. In Gun Stand steuert man eine Kanone die eine Schutzwand um sich hat. Es strömen immer mehr Monster an und zerstören die Mauer und dann die Kanone selbst. Hier geht es nur darum, so lang wie möglich zu überleben und so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Als kleine Hilfe kriegt man immer nach einiger Zeit eine Nuke, die alles zerstört was gerade auf dem Bildschirm ist. In Survive steuert man wieder einen der beiden Charaktere. Anfangs nur 2 Pistolen ausgestattet, kämpft man auf einer Wiese gegen Zombies. Immer mal wieder taucht ein Boss auf, der nach seinem Ableben die nächst Beste Waffe hinterlässt, gleichzeitig strömen immer mehr und stärkere Gegner aufs Feld. Auch hier geht es nur darum, so viele Punkte wie möglich zu machen. Beide Spielmodi sind ganz nett für zwischendurch.
Grafisch wird wieder auf eine Isoperspektive gelegt. Die Räume, wie Forschungslabors oder große Hallen sind auch recht abwechslungsreich gestaltet, aber natürlich ist die Grafik sehr veraltet. Das ganze wäre wohl auch schon 1997 möglich gewesen. Animationen sind relativ in Ordnung. Musikalisch gibt es elektronisches Gedudel und gitarrenlastiges Gedudel, beides nicht gerade toll, aber es nervt zumindest nicht. Die Soundeffekte der Waffen sind gut und auch die Geräusche der Gegner gehen in Ordnung.
Um ehrlich zu sein, hatte ich mir mehr erhofft. Alien Shooter 2 war spaßig, weil es auch in den Missionen noch einiges gab. NPCs, eine Handlung, mehr Abwechslungsreichtum. Zombie Shooter macht auch noch Spaß, gerade wegen den unglaublichen Gegnermassen. Aber auf Dauer fehlt einfach was. Wer allerdings viel Spaß mit den Vorgängern hatte, wird auch hiermit glücklich finden. Aber es bleibt zu hoffen, dass Sigma beim nächsten Spiel ein paar Schritte vorwärts, statt rückwärts macht. Vor allem ein Co-op Modus wäre wirklich was für solche Spiele.
Publisher: Sigma Developer: Sigma Erscheinungsjahr: 2007 Erschienen für: PC Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Wählbar
 
| Grafik | 5/10 | | Spielspass | | Sound | 5,5/10 | 5,5/10 | | Gameplay | 6/10 |
Im Forum kommentieren |