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Flatout 2 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
26.04.2008

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Der Nachfolger zu einem Überraschungshit. FlatOut war, als es erschien, ein recht großer Erfolg, mit dem sich Bugbear nach realistischen Rallysims auf neues Terrain wagte.
2006 erschien der Nachfolger. Leider ist auch dieser wieder in Deutschland zensiert. Statt einem menschlichen Fahrer/Fahrerin fliegt wieder ein Dummy aus dem Auto. Mir erschließt sich der Sinn dieser Zensur nicht so ganz.

Vor dem Start legt man erstmal ein Profil an und bekommt etwas Geld. An Spielmodi wird nicht gegeizt. Einzelrennen, Einzel-Event, Stunt und Derby sowie ein Karrieremodus sorgen für längeren Spielspaß. Zumal die meisten Strecken, Stuntevents und Autos erstmal freigespielt werden wollen.
Einzelrennen und Karriere sollten wohl klar sein. Hinter Stunt befinden sich die Minispiele, die es auch schon bei Teil 1 gab. Natürlich kamen noch einige weitere hinzu und so gibt es insgesamt 12. Neben altbekannten wie dem Hochsprung, wo man mit dem Auto auf eine Schanze fährt und dann den Fahrer auf Tastendruck hochfeuert oder dem Weitsprung, geht es vor allem sportlich zu. Beim Bowling muss man Pins mit dem Fahrer umhauen, beim Fußball einen Ball ins Tor bringen und beim Dart viele Punkte erzielen. Für zwischendurch und mit mehreren Spielern sind diese Spielchen ganz nett, aber etwas einfacher hätten sie wohl schon sein dürfen. Gerade Poker ist schon fast eine größere Herausforderung als das restliche Spiel.
Einzel-Events sind Rennen auf besonderen Rennstrecken, die z.B. in Form einer 8 angelegt sind oder Rennstrecken auf unterschiedlichen Ebenen bieten. Derby ist die Wiedergeburt des alten Klassikers Destruction Derby. In einer Arena oder einem Feld, beispielsweise dem Parkplatz vor einem Supermarkt, muss man andere Autos rammen, dabei aber darauf achten, dass man selbst nicht zu viel Schaden nimmt, sonst scheidet man aus. Gewinner ist natürlich, wer als letzter in einem fahrtüchtigen Auto sitzt.

Die Karriere ist das übliche „Fahr dich nach oben“. Man startet mit wenig Geld und sucht sich erstmal ein schrottiges Auto, das man vielleicht noch ein wenig tunen kann. Dann geht es auf die ersten Strecken. Je besser man fährt, desto mehr Geld gibt es. Im Laufe werden die anderen Rennklassen und natürlich Strecken freigeschaltet. Ist das erste Auto dann komplett getuned und trotzdem zu lahm, kauft man sich ein neues und natürlich benötigt man für jede der drei Rennklassen ein separates Auto. Leider besteht dieser Modus tatsächlich nur daraus, ein Rennen nach dem anderen zu fahren. Zwar werden die Gegner in den Ladebildschirmen mit Namen und kurzen Texten vorgestellt, wirklich eigenständige Charaktere haben sie auf der Rennstrecke nicht mehr und wenn man sich die Mühe macht, Charaktere realistisch wirken zu lassen, hätte man doch gleich den Karrieremodus mit einer kleinen Handlung verbinden können. Die verhassten Konkurrenten, die im finalen Rennen um die Meisterschaft aufeinander treffen…so etwas sollte heutzutage eigentlich Standard sein, damit es nicht so schnell langweilig wird.

Beim Tuning wird viel geboten, ein Gran Turismo darf man aber natürlich nicht erwarten. Es gibt unterschiedliche Motoren, Reifen, Turbolader und Getriebeteile, wobei natürlich gilt, das teurere ist immer das bessere. Einstellungen am Auto darf man aber nicht vornehmen.

Cheat Codes gibt es auch noch. Die üblichen Mehr Geld Cheats werden geboten, aber es gibt hier auch viele versteckte Autos zum freischalten. Darunter sogar das Batmobil.

Auf der Straße selbst, werden die üblichen Armaturen und Ansichten geboten. Auffällig ist, dass sich das Auto in der Egoperspektive etwas schwerer steuert als in der Third Person Ansicht und mit dem Digitalkreuz braucht man erst gar nicht spielen. Das Auto ist damit nahezu unlenkbar. Generell ist die Steuerung eher kompliziert, wo man doch eigentlich einen Arcaderacer erwarten sollte. Aber hier benötigt man einiges an Übungszeit, um die Autos unter Kontrolle halten zu können. Sie brechen leicht aus, man überschlägt sich leicht und die unlenkbarsten Autos wie das Batmobil kann man nur mit sehr viel Glück überhaupt auf der Strecke halten. Hat man es aber mal im Griff und kommt auch mit dem zusätzlichen Nitroboost klar, hat man ein spaßig schnelles Rennspiel, das natürlich in erster Linie von den Crashs lebt.
Rammt man einen Gegner, wird der Nitrolevel gesteigert und für jeden tollen Crash oder z.B. das zerstören aller Werbeschilder gibt es am Ende zusätzliches Geld. Es lohnt sich also, die Botanik komplett auseinander zu nehmen
Hierbei muss man sagen, das Bugbear wirklich sehr tolle Strecken geschaffen haben, die schon allein teilweise sehr herausfordernd sind. Sie führend durch Wälder, Wüsten, über Baustellen und sind mit dementsprechend viel Streckenobjekten ausgestattet. Da rast man an zerstörbaren Zäunen und Holzhütten vorbei, muss aufpassen dass man nicht in schwere Bagger und Kräne rast und kleine aufgestapelte Holzblöcke lassen sich durchaus als Rampe gebrauchen. Selbst auf den normalen Rennstrecken mit Tribünen gibt es Werbetafeln oder Gerüste zur Zerstörung.

Mehrspielermodus beschränkt sich leider auf einen Splitscreen- und einen Partymodus für mehr Teilnehmer. Ein Onlinemodus ist leider nicht vorhanden und das ist hier doch ziemlich schade.

Grafisch kann das Spiel überzeugen. Die Strecken sind sehr abwechslungsreich und interessant gestaltet. Zerstörungen der Streckenteile haben Auswirkungen, am Ende sieht die Strecke meist wie eine Müllhalde aus. Fährt man z.B. die linke Säule einer Werbetafel um, fällt die ganze Werbetafel mehr oder weniger physisch korrekt in sich zusammen.
Auch die Rauch und Feuer sowie Funken, sowie optischer Schaden an den Fahrzeugen sieht gut aus.
Bei der Musik wurden wieder Titel lizenziert. In Teil 1 waren dies größtenteils unbekannte Gruppen. Dieses Mal hat man bekannte Namen verpflichtet und ich muss ganz deutlich sagen, dass der Soundtrack für mich der große Schwachpunkt ist. Einerseits sind es recht wenige Songs und für meinen Geschmack befinden sich genau drei brauchbare Bands darunter. Megadeth, Rob Zombie und Mötley Crüe. Beim Rest hat man wohl in erster Linie an die jüngere Spieler gedacht. Die werden sich über Kiddiemetal a la Papa Roach und generell poppigen Trendbands wie Rise Against und Nickelback sicher freuen. Für alle anderen gilt: Musik deaktivieren und eine CD in den CD-Player.
Die Soundeffekte dagegen klingen sehr gut, wird hier etwas zerstört, hört es sich auch so an.

FlatOut 2 ist ein insgesamt recht gelungenes Spiel, das lediglich unter einer etwas arg sensiblen Steuerung leidet. Hätte man die mehr auf Arcade getrimmt, hätte man einen tollen Konkurrenten zur Burnout Reihe, die ungefähr das gleiche Spielprinzip anstrebt. Dafür bietet FlatOut 2 eben noch Destruction Derby und die Minispiele. Es ist also auf jeden Fall einen Blick wert.

Publisher: Empire Interactive
Developer: Bugbear
Erscheinungsjahr: 2006
Erschienen für: Playstation 2, PC, Xbox
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Abhängig von Wagen und Strecke

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Grafik8,5/10  Spielspass
Sound5/10
8/10
Gameplay 8/10

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