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Guilty Gear X2 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
19.10.2007

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2D Prügler sterben trotz all der Virtua Fighter und Soul Caliburs zum Glück nicht aus. Ein Grund dafür dürfte wohl auch Guilty Gear sein, dessen erster Teil interessierte praktisch niemanden, aber bereits mit dem zweiten haben zahlreiche Spieler erkannt, was sie da für ein besonderes Beat ’em Up bekommen.

Guilty Gear ist alles, nur nicht normal. Das große Motto des Spiels ist Let’s Rock, das wird auch vor jedem Kampf gesagt (Wobei allerhand merkwürdige Messages eingeblendet werden. Vor jedem Kampf Heaven and Hell und am Ende Slash).
Nicht nur ist die Musik sehr Rock- und Metallastig, auch bei den insgesamt 20 Kämpfern kann man wunderbare Spiele spielen. Nämlich einerseits „Welchem Musiker ist der Kämpfer nachempfunden“ und andererseits „Von welcher Band stammt der Songtitel, der hier als Movename fungiert“ (Von Kickstart my Heart bis Megalomania könnte man die Moves auch in ein wunderbares Best of Rock/Metal Album umwandeln).
Das ganze gibt’s von leicht bis schwer, bei Kämpfern wie Zappa und Slayer sieht man sofort, wer Pate stand. Bei jemandem wie Ky Kiske muss man erstmal dahinter kommen, dass hier Kai Hansen und Michael Kiske von  Helloween gemeint sind. Auch die Charakterdesigns sind sehr durchgeknallt. So haben wie hier I-No, eine in rotem Leder gekleidete Hexe mit klischeehaftem Hexenhut – und einer E-Gitarre die sie als Waffe einsetzt. Wenn sie gewinnt, spielt sie noch das Schlußsolo aus Ozzys Mr. Crowley. May ist natürlich nach Brian May benannt, ein Piratenmädchen das einen Anker mit sich rumschleppt der locker doppelt so groß wie sie selbst ist. Millia Rage hat Haare, lange Haare, die sie als Peitsche einsetzen kann.
Die schrägste Person dürfte aber Bridget sein. Sie heißt wie ein Mädchen und sieht auch so aus, ist in Wirklichkeit aber ein Junge. Ihre Eltern machten aus ihr aber mal einfach so ein Mädchen. Er ist Kopfgeldjäger, attackiert mit einem Jojo und hat einen großen Roboterteddy dabei. Muss ich noch mehr sagen?

Gameplaymäßig gibt man sich eher konventionell. Im Prinzip werden alle Einstellungsmöglichkeiten wie Anzahl von Runden, Rundenzeit und Schwierigkeitsgrad geboten. Auch bei den Spielmodi gibt es den Standard. Arcade, Survival, Storymodus. Etwas besonders ist der Missionsmodus wo man verschiedene Aufträge bekommt, was dazu führt das man Gegner in besonderen Matches bekämpfen muss. Mal ist die Zeit sehr knapp, mal tritt man mit niedriger Energieleiste an oder der Gegner hat sofort ein paar Specials. Hier wird die Herausforderung groß geschrieben. Der andere Modus ist eine Art Exhibition, wo man sich seinen Gegner für ein Match raussuchen darf. Dann gibt es noch einen Modus, der quasi dem Survival Modus entspricht, das eigentliche Ziel ist es allerdings, Medaillen dem Gegner sprichwörtlich aus dem Körper zu prügeln und diese dann einzusammeln.
Natürlich ist da auch ein Zwei Spieler Modus und ein Trainingsmodus.
Genretypisch gibt es auch viel zum frei spielen. Hier geht man wieder eigene Wege, zwar kann man diverse Kämpfer nach Durchspielen eines Modus erhalten, viele gibt es aber erst, wenn man das Spiel eine bestimmte Anzahl Stunden gespielt hat oder eine bestimmte Anzahl Spielstunden erreicht hat, dann wird in einem Intervall fortlaufend was freigeschaltet. Um es kurz zu machen: Mindestens 50 Stunden muss man dafür schon investieren.

Steuerungstechnisch bewegt man sich im 2D Bereich auf altbewährten Pfaden. Vier Tasten für Angriffe, dazu diverse Spezialtasten für Verhöhnungen oder einen Special Move. Größere Aktionen und Kombos werden wie gehabt über ¾ oder Halbkreisdrehungen mit Tastendruck absolviert. Das schöne gerade bei Guilty Gear ist, dass alle Kämpfer so ausgewogen sind und die Steuerung so gut, dass auch Anfänger sehr schnell zurechtkommen, während es für Profis aber immer noch genug Herausforderungen gibt.

Grafisch sieht das Spiel sehr gut aus. 2D ist einfach immer hübscher als 3D und das Spiel zeigt das mit den toll gezeichneten Kämpfern, die schöne Animationen haben. Auch die Hintergründe der Kampforte sehen sehr gut und abwechslungsreich aus. Natürlich gibt es auch hier viele kleine Animationen und sonstige Dinge zu entdecken.
Musikalisch gibt es wie gesagt Rock und Metal. Im Gegensatz zu den Vorgängern konnte man sich dieses Mal sogar ein richtiges Schlagzeug leisten, das Ganze klingt also bei weitem nicht mehr so synthetisch. Die Soundeffekte klingen so wie man es erwartet, einigermaßen realistisch. Neben der Tatsache dass die Kämpfer natürlich diverse Geräusche und kurze Phrasen von sich geben, gibt es auch richtige Sprachausgabe in den Zwischensequenzen der Spielmodi. Hier hat man auf eine Synchronisation verzichtet, dafür gibt es englische Untertitel.

Guilty Gear XX überzeugt schon allein durch sein unkonventionelles Auftreten. Die abgedrehten Charaktere heben sich schön von den Langweilercharakteren in Spielen wie Virtua Fighter oder Tekken ab. Hinzu kommt ein sehr gelungenes und ausgewogenes Gameplay, nette Musik und hübsche Grafik. Was will man mehr?
Vielleicht leichte Überarbeitungen. Ähnlich wie bei den Prüglern von Capcom gibt es bei GG zahlreiche Überarbeitungen. Neben der hier besprochenen Urversion, die immer noch klasse ist, empfehle ich GG XX Slash, das ein etwas überarbeitetes Gameplay und einen neuen Boss präsentiert.

Publisher: Sammy / BigBen Interactive
Developer: Arc System Works
Erscheinungsjahr: 2003
Erschienen für: Playstation 2, Arcade, PC
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik9/10  Spielspass
Sound8/10
9/10
Gameplay 9/10
Multiplayer 9/10

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