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WWE Smackdown: Shut your Mouth PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
04.12.2011

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2001 erschien der dritte Teil der Smackdown Reihe, der gleichzeitig auch der erste auf der damals neuen Playstation 2 war. Leider war dieser Teil, untertitel mit Just Bring it, auch eine recht große Enttäuschung, ob das nächste Sequel alles besser macht?
Während ich Just Bring it nur bei Freunden spielte, war Shut your Mouth damals, Ende 2002, das erste PS2 Wrestlingspiel das ich mir kaufte.

Wie gewohnt gibt es erstmal ein Intro und dann landet man im Hauptmenü das aus verschiedenen Buttons besteht. Das Optionsmenü fehlt ebenso wenig wie dass Exhibition Menü, der Season Modus und Create-A-Wrestler (CAW).

Insgesamt gibt es 52 Wrestler sowie 8 „Diven“ (immerhin sind mit Molly Holly und Jazz auch 2 echte Wrestlerinnen vertreten) und aus heutiger Sicht wirkt der Roster schon fast antik. Die einzigen Wrestler, die heute noch in der WWE aktiv sind, sind Triple H, Undertaker, Christian, Kane, Big Show, Mark Henry, Randy Orton und so halbwegs Kevin Nash. Ansonsten gibt es viele legendäre Wrestler wie Shawn Michaels, Ric Flair, Rob Van Dam, Steve Austin, The Rock und durch den 2001er Aufkauf der WCW und ECW auch einige dieser Wrestler wie DDP (mit seinem furchtbaren WWE Theme), die Dudleys, Rhyno, Raven, Tazz oder die originale nWo. 
Zusätzlich hat man noch 32 Plätze für CAWs. Gegenüber den Vorgängern wurde der Create-A-Wrestler Modus überarbeitet und bietet noch mehr Kleidungsstücke. Durch entsprechende Tools wie Gameshark oder X-Port kann man sich auch CAW Saves auf die Memory Card kopieren und manche Spieler zauberten trotz Limitationen extrem gut aussehende Wrestler zusammen.
Zusätzlich kann man bei jedem CAW und jedem sonstigen Wrestler das Moveset editieren, wenn man also will, dass Hulk Hogan einen 540° Splash zeigen soll oder Chris Jericho plötzlich zum Brawler wird.

Auch bei den Matcharten war das Motto wohl „Mehr ist besser“. Insgesamt gibt es 24 Matcharten: Single Match, Tag-Team Match, Tornado Match, 3 Way Dance, 4 Corners, Hardcore, Hell in a Cell, Cage, diverse Handicapd Matcharten, Ladder Match, TLC, Table, Lumberjack, Iron Man, Special Referee, Last Man Standing, Streetfight, Submission oder 3 Stages of Hell. Natürlich kann man auch einen Royal Rumble veranstalten, ein King of the Ring Turnier abhalten oder das Slobberknocker starten, quasi ein Survival Match wo man fortlaufend gegen neue Wrestler antritt bis man verliert.

Der Storymodus wurde auf 2 Jahre verlängert und steht thematisch im Zeichen der damaligen WWE: Der Brand-Split, also die Trennung von Raw und Smackdown in eigenständige Bereich, inklusive Brandeigener PPVs wurde damals noch richtig ernst genommen. So muss man sich erstmal dafür entscheiden, für wen man antritt: Ric Flair ist der General Manager von RAW, Vince McMahon der GM von Smackdown. Wahlweise kann man nun die Roster beider Brands selbst bestimmen oder einen Draft durchführen.
Wobei es auf den gewählten Wrestler ankommt, ob man auch direkt bei einer dieser Shows startet. Mit einem selbstgebauten Wrestler oder einem bedeutungslosen Midcarder wie Rico startet man erstmal bei Sunday Night Heat. Recht witzig hierbei ist, das man als eine Art Mentor Maven an die Seite gestellt, dessen WWE Karriere schon nach 4 Jahren vorbei war.

Jede Show startet damit, dass man im Eingang der Halle steht, hier kann man sich frei bewegen und verschiedene Bereiche betreten. Man kann in den Umkleideraum oder zum General Manager, kann an den Merchandisestand (wo man verschiedene Dinge wie Arenen und Move-Sets freischalten kann) oder eben die Show starten. Trifft man backstage auf einen Wrestler, gibt es einen Dialog, der mitunter auch in einem Backstagekampf enden kann.

Ist man dann bei einer der beiden Hauptshows gelandet, geht der Spaß eigentlich erst so richtig los. Man kann den jeweiligen GM nerven und Titelkämpf fordern, in der Arena trifft man auf andere Wrestler die man herausfordern kann und es gibt einige Storylines. Da Yuke’s oft reale WWE Storylines verarbeitet hat, ist der Mittelpunkt bei Shut your Mouth die Einführung der New World Order in die Liga durch Vince McMahon.

Es gibt aber auch Storylines die den eigenen Wrestler im Mittelpunkt haben. Fehden etwa weil ein Wrestler neidisch ist oder weil ein Spion vom gegnerischen Brand auftaucht, der den gespielten Wrestler sabotieren will. Die Storylines dauern meistens einen Monat und enden mit einem entscheidenden Match beim PPV.

Beim Gameplay versucht Smackdown SYM noch etwas mehr vom arcadelastigen Gameplay wegzukommen, schafft das aber nicht ganz. Gegenüber etwa dem 2. Teil fällt das niedrigere Spieltempo auf und die Wrestler springen nicht mehr sofort nach jeder Aktion auf, aber es ist eben immer noch sehr Arcade. Die Steuerung ist simpel, man kann nach wie vor mithilfe der Richtungstasten 4 Grapplemoves von vorne, 4 von hinten sowie 4 Moves anwenden, wenn der Gegner benommen ist. Angriffe auf dem Ringboden wie ein Boston Crab oder Figure 4 Leglock sind natürlich ebenso möglich wie Angriffe vom Ringpfosten. Die Steuerung ist aber trotzdem wesentlich simpler und einfacher zu erlernen, als bei den immer umfangreicheren Nachfolgern die mit all ihren Tastenbelegungen mitunter schon fast über die Stränge schlagen (Smackdown vs. Raw 2008 sei hier genannt) . Allerdings führt das natürlich auch dazu, dass man keine allzu abwechslungsreichen Matches zu Stande bekommt, da man immer die gleichen 10 Aktionen zeigt.
Traditionell ist die KI nicht gut, ein höherer Schwierigkeitsgrad zeigt sich bei den CPU Gegnern meist nur dadurch, das sie noch mehr Moves kontern und etwas mehr Aktionen einstecken können, ehe sie sich pinnen lassen. Die Smackdown-Reihe war eben schon immer eher was für den Multiplayerbereich.

Bei Konsolen immer faszinieren ist, wie sich die Grafik trotz gleichbleibender Hardware weiterentwickelt. Vergleicht man Shut your Mouth mit etwa Smackdown vs. Raw 2011, könnte man schon fast 2 unterschiedliche Konsolen vermuten. Die Wrestler sind nicht sonderlich detailliert (Sie haben nicht mal Zähne) und auch die Arenen sind bei weitem nicht so gut designed, sondern haben recht matschige Texturen und klobige Zuschauer.
Ebenfalls traditionell zur Serie gehörend sind die zahllosen Clippingfehler. Teilweise verschmelzen beide Wrestler bei manchen Moves schon zu einem großen Klumpen.
Die generellen Animationen der Moves sind aber gut gelungen.
Bei der Musik gibt es natürlich erstmal die ganzen Entrance Themes der Wrestler, dann das damalige Smackdownlied (Beautiful People von Marylin Manson, auch so ein Zeugnis dafür, wie alt das Spiel schon ist) und während den Matches (abschaltbar) gibt es das typische merkwürdige Gitarrengedudel im Hintergrund. Die Kommentatoren halten sich sehr zurück. Jim Ross kündigt ab und zu mal einen Move an, bei jeder Show gibt es eine kurze Einführung, das muss reichen. Immerhin nervt das dadurch nicht so extrem wie bei den Nachfolgern wo man jedes mal, wenn man „It isn’t Ballet you know“, einen Schreikrampf bekommen will.

WWE Smackdown: Shut your Mouth war damals ein richtig gutes Spiel mit einem tollen Seasonmodus. Leider hat der Zahn der Zeit, es sind ja doch bald 10 Jahre, schon am Spiel genagt und bereits im nächsten Jahr wurde es vom genialen WWE Smackdown – Here comes the Pain überholt. Für WWE Fans ist das Spiel einen Blick wert, denn besser als die eher misslungenen Teile 2008 – 2010 ist es auf alle Fälle nach wie vor.

Publisher: THQ
Developer: Yuke’s
Erscheinungsjahr: 2002
Erschienen für: Playstation 2
Anzahl Spieler: 1-4
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik6,5/10  Spielspass
Sound7/10
7,5/10
Gameplay 8/10
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Letzte Aktualisierung ( 04.12.2011 )
 
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