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Wie jedes Jahr im November beglücken uns THQ und Yuke’s auch dieses Mal mit einer neuen Version ihrer WWE Smackdown Reihe. Da es Gerüchten zufolge wohl auch der letzte Smackdown-Teil auf der PS2 sein wird, haben sich die Entwickler noch mal extra viel Mühe gegeben und versprachen uns zahlreiche Verbesserungen und Neuerungen. Time to play the Game Nach dem Intro und dem anlegen eines Profiles für die Statistik befindet man sich nun im aufgeräumten Hauptmenü. Am auffälligsten ist dabei der drittletzte Punkt namens Locker Room. Hinter diesem neuen Menüpunkt findet man sozusagen die Kommandozentrale des Spielers. Diese kann man nun erstmal nach Belieben einrichten, vorausgesetzt man hat das Geld um die verschiedenen Tische, Poster und Sammlerstücke wie Wrestlerfiguren zu kaufen. Gekauft werden diese Sachen im WWE Shop wo man auch die Legenden und Titel wie den Million Dollar Championship Belt kaufen kann. Einige dieser Gegenstände und Legenden werden allerdings erst verfügbar nachdem man bestimmte Aufgaben geschafft hat. So kann man den „Million Dollar Man“ Ted DiBiase erst kaufen, wenn man eine bestimmte Challenge Trophy gewonnen hat. Die Challenges kann man sich auch im Locker Room ansehen. Sie sind aufgeteilt auf 4 Schwierigkeitsgrade und sind Aufgaben wie z.b. in einem Match dreimal den Finishing Move zu zeigen oder man muß Matches nachspielen und seinen Wrestler zum Sieg führen. Des Weiteren kann man sich im Locker Room noch alle Championtitel und Trophäen ansehen, die Ladebildschirme auswählen und die Attribute seiner selbsterstellten Wrestler erhöhen. Die Attribute unterteilen sich auf Kategorien wie Stärke, Geschwindigkeit, Technik oder Hardcore. Sie alle haben Einfluss darauf wie stark der Wrestler ist und was er kann. Ein Wrestler mit einer hohen Technik kann leichter Griffe des Gegners kontern, wogegen der Kämpfer mit einem höheren Hardcorewert mehr Schaden durch Waffen wie Stühle oder Tische macht. Die Einzelattribute ergeben einen Gesamtwert, der maximal 99 beträgt. Die Einzelattribute wieder rum sind auf das Gewicht des Wrestlers bezogen. Ein 300 Kilo-Koloss ist natürlich niemals so schnell, wie ein Wrestler der nur 100 Kilo wiegt, dieser hat dafür nicht soviel Kraft. Wir verlassen nun den Locker Room und wechseln zu den Create Modes. Natürlich kann man hier seine eigenen Wrestler erstellen. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt, egal ob man nun echte Wrestler wie Sting oder A.J. Styles nachbaut oder Filmfiguren wie den Terminator oder Homer Simpson, das alles ist problemlos möglich, vorausgesetzt, man nimmt sich die Zeit dafür. Das erstellen eines Wrestler kann durchaus 1-2 Stunden dauern. Insgesamt kann man 30 Wrestler auf einer Memory Card abspeichern. Der nächste Menüpunkt dreht sich um das erstellen eines Move-Set, man kann hier neben den selbsterstellten Wrestlern auch die mitgelieferten bearbeiten und ihnen so neue Angriffe geben. Als nächstes kommt eine weitere Neuerung: Create an Entrance. Zum ersten Mal in der Smackdown-Reihe kann man seinem Wrestler einen maßgeschneiderten Einzug geben und muss nicht mehr die von anderen Wrestler benutzen. Man hat die Wahl zwischen Easy und Advanced Creation. Wählt man den ersten Punkt, kann man nur einen vorgefertigten Einzug mitsamt Musik und Video auswählen, während man bei letzterem alles selber festlegen kann. Es gibt hierbei 90 verschiedene Bewegungen die der Wrestler macht, man kann Pyroeffekte einstellen, die Kameraeinstellungen, die Lichter und sogar noch spezielle Bildschirmeffekte, so dass zum Beispiel der Entrance komplett in Schwarz-Weiß abläuft. Das Erstellen ist sehr unterhaltsam, da man große Freiheit zum Experimentieren hat und auch richtig psychedelische Einzüge gestalten kann. Leider macht sich hierbei einer der Nachteile der Konsole bemerkbar: Die Ladezeiten sind enorm. Will man sich nur kurz einen Pyroeffekt ansehen, wird der ganze Entrance geladen, das kann 10-20 Sekunden dauern und bei der großen Anzahl an Effekten wird das sehr schnell nervig. Hier wäre es besser gewesen, im Create Menü vielleicht unten ein kleines Preview Fenster einzubauen, wo man den jeweiligen Effekt kurz sieht. Kommen wir nun zum Create a Stable, wo man ein Tag Team (Ein Team bestehend aus 2 Wrestlern) bzw. ein Stable (Ein Stable ist ein Team aus mehreren Wrestlern, Diven oder Managern, prominente Beispiele dafür sind die 4 Horsemen oder die nWo – im Spiel können 3-5 Kämpfer in ein Stable gesteckt werden) erstellen kann. Man kann ihnen einen eigenen Namen und einen Entrance geben. Leider kann man für Tag-Teams und Stables keinen eigenen Entrance erstellen, sondern muss aus den vorgefertigten wählen. Der Vorteil des Stable ist, das man während eines Singlematches per Tastendruck einen Kollegen herbeirufen kann, der dann eingreift. Als letztes haben wir dann noch bei Create a Championship die Möglichkeit einen eigenen Titel zu erstellen. Diesen kann man dann in Exhibition Matches oder einem selbsterstellten PPV verteidigen oder erringen. Positiv zu erwähnen, das die Erstellung eines Gürtels im Gegensatz zum Vorgänger sehr viel günstiger wurde. Ein schicker Gürtel kostet jetzt nur noch etwa 2000 Credits. Negativ dagegen ist, dass man nur Einzel- und Tag-Team Gürtel erstellen kann und nur männliche Wrestler um diese kämpfen können. Außerdem gibt es keine Liste der Titelträger. Die Titel gehören viel mehr zu dem Profil, das man anfangs erstellt hat. Wenn man z.b. den Titel mit Chris Jericho gewinnt, wird nicht gespeichert, das Jericho der Champion ist, stattdessen kann man im nächsten Titelmatch auch Triple H als Titelträger auflaufen lassen. Get in the Ring Kein Wrestlingspiel wäre komplett ohne eine Vielzahl an Matcharten und Wrestlern. Bei den Ringern stehen insgesamt 43 Wrestler, 7 Diven und 13 Legenden zur Auswahl, wobei man leider sagen muss, dass der Roster alles andere als aktuell ist. Da in der WWE Wrestler kommen und gehen oder sich eine neue Rolle zulegen, ist eine 100%ige Aktualität wohl auch nicht möglich. So finden sich auch hier noch Leute wie Chris Jericho, Christian die schon lange nicht mehr in der WWE Das stört aber nur am Rande, durch den sehr gelungenen Create a Wrestler Modus hat man stets die Möglichkeit das Spiel zu aktualisieren. Bei den Legenden finden sich diesmal Andre the Giant, Bret “The Hitman“ Hart, The British Bulldog Davey Boy Smith, Hulk Hogan, Jake “The Snake” Roberts, Jimmy “Mouth of the South” Hart, The Junkyard Dog, Mankind, The Rock, “Stone Cold” Steve Austin und der “Million Dollar Man” Ted DiBiase. Anzumerken sei hierbei, das Hulk Hogan 3x vorhanden ist, sowohl in seinem 80er Jahre Outfit, als nWo Hollywood und in seiner aktuellsten Fassung. Richtige Wrestlingfans dürfte es wohl stören, dass man bei Hollywood Hogan und dem British Bulldog nicht die Originalmusik hört, sondern nachgestellte Songs, die natürlich nicht an die Originale heranreichen. Außerdem kann man Jake Roberts nur dann freischalten, wenn man eine PSP und das dafür erhältliche WWE Smackdown vs. Raw besitzt. Das ganze klingt nach ziemlicher Geldmacherei, zumal Jake Roberts eine der wenigen Legenden ist, die wirklich perfekt erstellt wurde, er kommt sogar mit seiner Schlange zum Ring. Allerdings kann man da noch Hoffnung in die große Community stecken, es wird sicher bald Action Replay Codes bzw. Save Games (die man dann per Max Drive oder X-Port vom PC auf die PS2 Memory Card überträgt) geben, wo Roberts freigeschaltet ist. Bei den Matcharten findet man dieses Jahr insgesamt 25 Grundmatches angefangen von Single über Handicap zu den so genannten Gimmickmatches wie Elimination Chamber, First Blood oder Hell in a Cell. Durch Variationen dieser Matcharten, wie zum Beispiel der Frage ob das Single Match mit Managern stattfindet oder ob das Tag-Team ein normales oder ein Tornado Tag sein soll, kommt man auf rund 100 verschiedene Matcharten. Erwähnenswert ist dabei das Käfig Match, das dieses Jahr überarbeitet wurde. In diesem Match ist um den Ring ein Käfig und man gewinnt nun, in dem man über den Käfig nach draußen klettert. Neben dem normalen Käfig, gibt es auch den so genannten Legends Cage, dahinter verbirgt sich der alte blaue Stahlkäfig, den die WWE bis Mitte der 90er verwendet hat. Hier kann man auch gewinnen, in dem man durch die Tür in der linken unteren Ecke verschwindet. Damit das ganze nicht so einfach ist, wurde das ganze in ein Mini Game verpackt, wo man einen Balken immer auf dem Maximalpunkt stoppen muss, während der Gegner das gleiche machen muss, um zu verhindern das er verliert. Neu hinzugekommen sind dieses Jahr 3 neue Matcharten. Als erstes hätten wir den Bar Room Brawl, der wie der Name es schon sagt in einer Bar spielt. Regeln gibt es hierbei keine und so kann man den Gegner schwungvoll über die Theke befördern oder ihn mit einer Bierflasche bearbeiten. Als zweites gibt es das so genannte „Fulfill your Fantasy“ Match. Das bestreitet man mit den Diven, die man z.b. als Schulmädchen verkleiden kann. Gekämpft wird dann zwar im Ring, dort steht aber ein Bett, zwei Sessel und jede menge großer Kissen, die man für eine kleine Kissenschlacht verwenden kann. Gewinnen kann man dieses Match auf zwei Arten. Entweder füllt man seine Fantasy-Leiste aufs Maximum, in dem man die Gegnerin mit dem Kissen verprügelt oder man reißt der Gegnerin die Kleidung runter. Als letztes wäre da noch das Buried Alive Match. Ziel dieses Matches ist es, den Gegner in ein Grab zu werfen und ihn mit Erde zu überschütten. Aus welchen Gründen auch immer, wurde diese Matchart im Spiel etwas umgeändert. Statt in ein Grab, muss seinen Gegner in einen Sarg befördern und den Deckel schließen. Es ist also mehr eine Art Hybrid aus Buried Alive und Sarg Match. Natürlich kann man sich auch den Austragungsort für sein Match aussuchen. Neben den bekannten Wochenshows Raw, Smackdown, Velocity und Heat finden sich auch sämtliche PPV Arenen in ihrem 2004er bzw. 2005er Outfit. Als besonderen Bonus gibt es noch die Arenen von ECW One Night Stand und Wrestlemania IX. Die Arenen sind optisch alle sehr gelungen umgesetzt, vor allem Wrestlemania IX, die 1993 im Caesar’s Palace als Open-Air Veranstaltung stattfand. Know your Role… Da es aber langweilig wäre, immer nur einzelne Matches zu machen, gibt es wie jedes Jahr die so genannte Season. Hier erlebt man die wilde Welt des Wrestling wie man es aus den Fernsehsendungen kennt. Es gibt Storylines, man fehdet gegen andere Wrestler und will natürlich World Heavyweight Champion werden. Außerdem verdient man in der Season das Geld das man im WWE Shop ausgibt und die Attributspunkte. Leider ist der Seasonmode etwas enttäuschend. Beim ersten Mal durchspielen ist er spannend und interessant, aber es fällt schon hier auf, das alles sehr linear abläuft und man kaum Einfluss auf die Geschichten nehmen kann. Konnte man bei Smackdown – Shut your Mouth (Der 4. Teil der Reihe) beispielsweise Backstage durch die Arena gehen, mit anderen Wrestlern reden oder Titelkämpfe fordern, klickt man sich hier von Match zu Match und sieht sich zwischendurch einige längere Zwischensequenzen an. Der Hauptgrund für den sehr linearen Seasonmode ist die Sprachausgabe, jeder Wrestler spricht sich selber. Dazu muss man sagen, dass sich die Wrestler dieses Mal wesentlich mehr Mühe gaben und den Text nicht mehr so gelangweilt vorlesen wie letztes Jahr. Noch ein Wort zu den Legenden: Man kann nur mit wenigen Legenden den Seasonmode bestreiten, das wären Steve Austin, Mankind und Hulk Hogan (unverständlicherweise kann man hier nur den 2005er Hogan wählen) Die anderen Legenden sind nicht spielbar, berücksichtigt man die Sprachausgabe, ist das zumindest bei Andre the Giant und dem British Bulldog klar, da diese mittlerweile leider gestorben sind. Ein neuer Spielmodus ist der so genannte General Manager Mode. Hier ist man nicht als Wrestler sondern als Manager tätig. Vergleichen kann man das natürlich mit den bekannten Fussball Managern, wobei man hier nicht so große Freiheiten hat (Das kann sich aber nächstes Jahr ändern, da Yuke’s den General Manager Modus dieses Jahr als Test einbaute und darauf hofft, das die Fangemeinschaft viele gute Verbesserungsvorschläge bringt) Man übernimmt entweder Raw oder Smackdown. Mit einem nicht allzu hohen Budget muss man Wrestler verpflichten, kümmert sich um das Merchandise und versucht eine bessere Show als der Konkurrent zu bieten. Dabei kann man jedes Match und Promos (Wo Fehden weitergeführt werden, Merchandise oder Wrestler beworben werden) festlegen, aber anders als in der Realität leider nicht den Sieger. Das ginge nur, wenn man jedes Match selber spielen würde, was natürlich auch möglich ist, ansonsten kann man sich die Matches ansehen oder sofort zum Ergebnis springen. Im Gegensatz zur Season kann man diesen Modus auch zu zweit spielen, was den Spielspaß noch um einiges erhöht. Da dieser Modus auch unendlich lange spielbar ist bietet er eine gute Langzeitmotivation selbst im Einzelspielermodus. Zum ersten Mal seit Smackdown 2 ist auch wieder der PPV Modus dabei. Unter dem Begriff PPV (steht für Pay-Per-View) versteht man die großen Events der Wrestlingligen die üblicherweise einmal im Monat stattfinden. Bei der WWE sind die bekanntesten PPVs Wrestlemania, Royal Rumble, Summer Slam und die Survivor Series. In diesem Modus kann man also seinen ganz eigenen Event erstellen und kann die dabei den Namen, die Arena, die Anzahl der Matches (1-8 sind möglich) und die Kommentatoren (entweder die Kommentatoren von Raw oder Smackdown) bestimmen. Natürlich kann man nicht nur gegen die CPU spielen, sondern auch gegen Freunde. Insgesamt 6 Spieler gleichzeitig sind möglich. Wenn man keine Freunde hat oder die nicht wrestlingbegeistert sind, kann man auch online gegen Spieler aus der ganzen Welt antreten. Der Onlinemodus wurde im Vergleich zum Vorjahr wo man nur Single- und Bra-and-Panties Matches bestreiten konnte, verbessert. Es können nun alle Matcharten auch online bestritten werden und es wird eine Onlinestatistik geführt, wo nicht nur die Anzahl der Siege und Niederlagen aufgeführt ist, sondern auch wie oft man in Matches Disconnected hat. Hierbei kann man auch um selbst erstellte Titel kämpfen oder sie von anderen erringen. Just bring it Nach dem Einzug der Gladiatoren steht man im Ring und es kann los gehen. Die Steuerung hat sich hierbei nicht allzu sehr verändert. Griffe setzt man immer noch mit der Kreistaste in Verbindung mit einer Richtungstaste an und Schläge macht man mit X. Geblockt wird mit den Schultertasten. Schläge und Tritte mit R1 und Griffe mit L2. Finisher kontert man in dem man beide Tasten drückt. Das Kontern verlangt einiges an Übung, da man natürlich zum richtigen Zeitpunkt die Taste drücken muss. Bei den Finishern wurde das ganze, im Gegensatz zu den Vorgängern, auch erschwert, wurde früher das Smackdown Logo eingeblendet, wenn der Gegner einen Finisher machen will, passiert das nun nicht mehr. Es ist also jetzt mehr eine Art Glücksspiel einen Finisher erfolgreich zu kontern, aber das ist in der Realität auch nicht anders. Neu hinzugekommen sind einige Verbesserungen im Detail, so hat jeder Wrestler jetzt so genannte Clean oder Dirty Moves, je nachdem ob man Face (Der Gute) oder Heel (Der Böse) ist. Allerdings ist es nun so, dass sowohl das digitale Steuerkreuz als auch beide Analogsticks belegt sind. Während man mit dem Steuerkreuz den Wrestler bewegt und die Moves ausführt, ist der linke Stick für Anweisungen an den Manager (Der dann eine Waffe in den Ring wirft oder den Referee ablenkt) oder an den Tag-Team Partner (Damit er in den Ring zur Unterstützung kommt oder sich um den Gegner kümmert) und zum herbeirufen eines Stable-Kollegen. Der Rechte Stick ist wie gehabt für die Taunts zuständig. Die Taunts dienen dem Auffüllen des Momemtun Meters. Allerdings sollte man sich genau überlegen, wann man post. Da sich die Taunts nicht abbrechen lassen, ist man so ein leichts Opfer für den Gegner. Im Optionsmenü besteht die Chance, die Belegung von Steuerkreuz und linkem Analogstick zu tauschen. Während des Matches gibt es auch noch kleinere Spielchen. Vor einem Single Match kann man auswählen ob man einen Lock-Up Battle (Man muss einen Balken stoppen, wer näher am Maximum ist gewinnt) oder einen Test of Strength, hierbei erscheinen auf dem Bildschirm die Tastensymbole wer die als erster drückt gewinnt, starten. Während des Matches gibt es bei den Aufgabegriffen einiger solcher Spielchen. Um den Gegner zur Aufgabe zu bringen, muss man so schnell wie möglich auf die Tasten hämmern, während der Gegner das mit der gleichen Methode zu verhindern versucht. Im Sleeperhold Match muss man versuchen einen Balken an der richtigen Stelle zu stoppen um sich aufzupowern. Es gibt auch einige neue taktische Elemente wie den so genannten Possum Pin, wo man sich tot stellt, um den Gegner zu überrumpeln und zu pinnen. An der richtigen Stelle eingesetzt, kann man so sehr schnell ein Match für sich entscheiden. Eine andere Neuerung ist die Ausdauer, wenn man ständig rumrennt und –springt ermüdet der Wrestler schneller und fällt irgendwann einfach um weil er KO ist. Um dies zu verhindern, muss man die Select-Taste drücken, um sich zu erholen, in dieser Zeit kann man keine Angriffe machen und ist ein leichtes Opfer, deshalb sollte man sich gut überlegen wann man das macht. Generell wurde jetzt auch viel mehr Wert darauf gelegt, ob man Heel oder Face ist. Das hat nicht nur auf die Moves Einfluss, sondern auch darauf, was man darf und was nicht. Als Face darf man keine unerlaubten Waffen einsetzen, man sollte nicht den Schiedsrichter angreifen oder unfair kämpfen, weil man sonst vom Publikum ausgebuht wird, während man als Heel genau so vorgehen sollte, um so richtig gehasst zu werden. Das alles hat Einfluss auf den Momentum-Meter, je nachdem wie gut man seine Rolle spielt, füllt sich dieser und wenn er auf Maximum steht, kann man seinen Finisher einsetzen oder man speichert diesen und versucht den Meter noch mal zu füllen um dann entweder eine stärkere Version des Finishers auszuführen oder sogar den Finisher des Gegners zu stehlen. Einfluss auf das Momentum hat auch die Art wie man kämpft. Wenn man ständig die gleiche Aktion zeigt, langweilt sich das Publikum sehr schnell und das Momentum nimmt mit jeder Wiederholung der gleichen Aktion ab. Was mich etwas störte, war der Einsatz von Waffen wie Stühlen, Barbed Wire 2x4 und Tischen. Finishing Moves kann man nach wie vor nur mit Stühlen machen und da gibt es wie seit Jahren nur 3 Moves (Van Daminator, DDT und Guillotine), das ist etwas schade. Mit den anderen Waffen kann man überhaupt keine Finisher machen und es ist auch fast unmöglich z.b. einen Back Suplex durch den Tisch zu zeigen. Ich würde mir da für den Nachfolger etwas mehr Interaktivität wünschen, so dass vor allem die TLC (Table, Ladder, Chair) Matches noch interessanter und abwechslungsreicher werden. That ... that's not cool! Technisch kann WWE Smackdown vs. Raw 2006 auch voll überzeugen. Die Wrestler sind detailreich und gut animiert und selbst das 3D Publikum macht einen sehr guten Eindruck. Hinzu kommt durch ständig wechselnde Kameraperpesktiven bei den Moves der Eindruck einer echten Fernsehübertragung. Da die Grafik die Playstation 2 so ziemlich ausreizt, ist die Anzahl der Wrestler im Ring wie immer auf 6 limitiert. Deshalb gibt es keine 4 gegen 4 Elimination Matches und auch beim Royal Rumble gibt es dadurch keine Massenschlachten. Allerdings leidet so auch nicht die Übersicht im Ring. Der Sound hat sich im Vergleich zum Vorgänger auch deutlich gebessert. Vor allem das Publikum ist wohl endlich aus ihrem Schönheitsschlaf erwacht und macht sich nicht nur bei den Finishing Moves bemerkbar sondern auch bei tollen Aktionen im Match oder wenn durch „Boring“-Rufe wenn die Wrestler nur faul rumstehen. Der Kommentator kann da nicht ganz mithalten, zwar hat man bei Raw und Smackdown jeweils verschiedene Kommentatoren, aber die erzählen immer das gleiche und zumeist sind die Sätze absolut unpassend. Bei einem Match zwischen Hulk Hogan und dem Undertaker kommt es schon vor, das sie sagen, das im Ring gerade die Zukunft des Wrestling stehen würde… Die Sprachausgabe der Wrestler in der Season ist wie weiter oben schon erwähnt, dafür recht gelungen. Leider hat man beim spielen manchmal den Eindruck, als wäre Smackdown vs. Raw 2006 nicht ganz fertig. Zahlreiche kleine Bugs schmälern den positiven Eindruck des Spiels. So passiert es zum Beispiel, das man den Gegner in die Ringecke wirft, dieser dort aber nicht hinläuft sondern eher gleitet weil die Animation einfach einfriert. Das stört zwar nicht sonderlich beim Spielen, macht aber einfach einen negativen Eindruck. Auch findet man wieder die typischen Animationsfehler. Wrestler, die zur Hälfte durch die Seile gehen, und Griffe durch den Körper des Gegner, gehören aber schon fast zum Standard bei den 3D-Wrestlingspielen. Auch die KI besteht aus Licht und Schatten. In Tag-Team Matches oder wenn ein Manager dabei ist, verhält sich die CPU sehr intelligent. Manager lenken selbstständig den Referee ab und Tag-Team Partner stürmen in den Ring bei einem Pin. Negativ dagegen ist das Verhalten vor allem in Leitermatches, da greift sich der Computer immer die Leiter, anstatt den Gegner zu schwächen und gerade bei dieser Matchart ist es nicht schwer gegen die CPU in 30 Sekunden zu gewinnen. Dafür kann man den Schwierigkeitsgrad nun selbst anpassen. Es gibt 4 Grundschwierigkeitsstufen und dann kann man noch regeln wie schwer zum Beispiel. das Kontern von Griffen ist oder wie schnell die Wrestler an Ausdauer verlieren. So sollten auch Profis eine Herausforderung haben. And that’s the bottom line… Nach dem etwas enttäuschenden Vorgänger, kann WWE Smackdown vs. Raw 2006 voll überzeugen. Zwar stören die kleinen Bugs und die kleinen störenden Mängel wie die fehlenden Legenden im Seasonmode oder das Titelträger nicht gespeichert werden etwas und der Seasonmodus ist auch nicht gerade genial, trotzdem kriegt man hier ein sehr gutes Wrestlingspiel, das mit einer Vielzahl an Spieloptionen überzeugt und auch in Sachen Gameplay noch mal ordentlich zugelegt hat. Wenn es Yuke’s nächstes Jahr schafft, die ganzen Bugs zu beseitigen und dafür zu sorgen, das die Gegner nach Angriffen auch mal auf dem Boden liegen bleiben und nicht sofort wieder aufspringen, hat man sogar die Chance, die große Legende der Wrestlingspiele, WWF No Mercy, vom Spitzenplatz zu verdrängen. Dieses Jahr aber muss sich WWE Smackdown vs. Raw 2006 mit diesem Spiel den 1. Platz noch teilen. Publisher: THQ Developer: Jakks Erschienen für: Playstation 2 Erscheinungsdatum: 2005 Anzahl Spieler: 1-6 Schwierigkeitsgrad: 4stufig wählbar, stufenlos regelbare Einstellungen für KI und generelles Gameplay, Leicht bis Schwer
 | Grafik | 8,5/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 7,5/10 | | Gameplay | 8,5/10 | | Multiplayer | 8/10 |
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