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Die Alien Trilogy (wir alle haben wohl verdrängt, dass es da mal einen 4. Film gab) genießt zu Recht Kultstatus. Vor allem der erste Teil mit seiner unheimlichen Atmosphäre kann absolut überzeugen. Von Acclaim kam dann 1996 der Ego-Shooter zur Trilogy raus, mit dem passenden Namen und großem Hype. Das Spiel basiert als Ego-Shooter aber sowieso mehr auf Aliens. Viel Action und großer Munitionsverbrauch stehen an erster Stelle.
Bei der Story verfolgt man allerdings nicht die der Filme, sondern hat eine eigene entwickelt. Aber man spielt natürlich Ripley. Mal wieder wird ein Planet von Aliens überrannt, dieses mal einer mit dem interessanten Namen LV426. Man muss dahin und aufräumen. Zwar versucht das Spiel krampfhaft im Intro noch ein wenig Tiefe in das Ganze zu bringen, in dem man noch erzählt, dass die Auftraggeber selbst eher die Feinde Ripleys sind. Aber mal ehrlich, die Story ist hier so was von vergessenswert…
Das Gameplay kann man mit einem Satz zusammenfassen: Doom für Arme. Dass man bei einem Erscheinungsjahr von 1996 nun kein Half-Life erwarten kann, ist klar. Das Gameplay aber ist unglaublich lahm. Insgesamt gibt es nur 5 Waffen: Pistole, Gewehr, Impulsgewehr, Flammenwerfer und das Maschinengewehr aus den Filmen, zusätzlich noch absolut sinnlose Granaten. Anfangs hat man aber eh nur eine Pistole und man wird in einen Komplex geworfen. Das ganze Spiel läuft in Räumen ab, die größtenteils übertrieben dunkel gehalten sind. Teilweise ist der ganze Bildschirm, abgesehen von der Waffe und dem HUD schwarz und würde nicht ab und zu ein Lämpchen flackern, würde man sich gar nicht auskennen. Hellere Level gibt es natürlich auch, aber dann sieht man das lahme Leveldesign. Die Räume sind einigermaßen verwinkelt, man öffnet Türen und hauptsächlich sucht man Batterien, um damit ein Gerät anzutreiben und das Levelende zu erreichen. Zwischendrin tauchen Pixel auf. Das sollen Aliens, Facehugger oder Hunde sein. Die bewegen sich meist so schnell (Während man selbst unglaublich lahm ist) und da kann man froh sein, dass Auto-Aim an ist und man so praktisch nie daneben schießt. Abgesehen von den unbrauchbaren Granaten, die bei Knopfdruck einfach sinnlos in die Botanik fliegen.
Dafür treibt man den Schwierigkeitsgrad in die Höhe: Angriffe der Aliens ziehen gut Lebensenergie ab. Getötete Aliens hinterlassen Säurepfützen, tritt man da rein, verliert man wieder Energie und die Facehugger sind meist so schnell, dass man sie kaum trifft und schon kleben sie auf dem Bildschirm (Gruselige Riesenpixel erscheinen). Irgendwie ist das Spiel nichts, auch wenn man doch die Bemühungen des Herstellers sieht, der versucht hat, hier Atmosphäre zu erschaffen. Das Pingen des Radars ist ebenso vorhanden, wie die Waffensoundeffekte aus dem Film und die Musik ist auch gut gelungen.
Helfen tut das aber nicht viel. Die Grafik war damals vielleicht ganz nett, aber auch schon nicht so der Wahnsinn. Zwar kann das CGI-Intro überzeugen und die Texturen der Level sind zumindest halbwegs in Ordnung, genauso wie Explosionen. Aber spätestens bei den Aliens kommt man aus dem Lachen nicht mehr raus: Das sind 2D-Sprites, die unglaublich mies animiert und schrecklich pixelig sind. Vor allem die undefinierbaren orangen Pixelhaufen, welche wohl eine Aliengruppe oder so was darstellen sollen, sehen schlicht lächerlich aus.
Damals mag Alien Trilogy ein Hit gewesen sein, aber an Ego-Shootern nagt meistens schnell der Zahn der Zeit. Jener hat die Alienhatz nicht nur angeknabbert, sondern gleich komplett aufgefressen.
Publisher: Acclaim Developer: Probe Entertainment Erscheinungsjahr: 1996 Erschienen für: Playstation, Saturn, PC Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Hoch

| Grafik | 6,5/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 4,5/10 | | Gameplay | 5/10 |
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