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Warped war der dritte und letzte reguläre Crash Bandicoot Teil auf der Playstation 1. In der Story dreht sich nun alles um das Thema Zeitreise und deshalb steht Crash auch in einer riesigen Zeitmaschine, von wo aus man den Level anwählt.
Eine Story gibt es natürlich auch wieder und obwohl man sich dieses Mal darum bemüht hat, dieser etwas mehr Gewicht zu verleihen, ist sie nach wie nichts Besonderes und Dr. Neo Cortex ist mal wieder der Böse.
Dafür hat sich in Sachen Gameplay so einiges getan. Auch wenn ich hier nur den Vergleich mit Teil 1 ziehen kann, da mir der zweite fehlt. Aber die beiden Spiele unterscheiden sich wie Tag und Nacht. Insgesamt gibt es 37 Level, einige davon sind nur Bosskämpfe, andere sind Geheimlevel. Es wird jedenfalls einiges geboten und zur Abwechslung sind die Levels getreu dem Motto in der Zeit angesiedelt. So geht es mal ins Mittelalter nach England, ins China des 17. Jahrhunderts, in die USA der 50er und die Zukunft darf dabei natürlich auch nicht fehlen.
Die Level sind allesamt gut in Szene gesetzt und sehen so hübsch aus, dass man das nach wie vor recht platte Gameplay schon fast vergisst. Immerhin sorgt man für Abwechslung, so gibt es nun Level, die man auf einem Motorrad, Jet-Ski oder unter Wasser erlebt. Einige Abschnitte absolviert man nicht mit Crash, sondern mit Coco, die dabei meist auf einem Tiger reitet. Je 6 Level sind zu einer Warpzone zusammengefügt, in jedem Level muss man einen Diamanten finden. Erst wenn man diese alle hat, tritt man dem jeweiligen Levelboss entgegen. Hat man einen Boss besiegt, kriegt man zur Belohnung eine neue Spezialfähigkeit: So kann Crash dann eine Art Bodyslam auf den Boden machen, was eine Druckwelle auslöst, die alle Gegner in der näheren Umgebung vernichtet. Später findet man sogar eine Bazooka, die Äpfel verschießt. Da man hiermit Gegner schon auf große Distanz besiegen kann, sinkt der Schwierigkeitsgrad dann doch recht beträchtlich. Aber fiese Fallen und Stellen gibt es nach wie vor noch. Einige Gegner sind anfangs so schlecht platziert, dass sie zuschlagen, bevor man die sieht. Vor allem die Affen in den Krügen, die mit Gegenständen werfen, sind recht fies. Neben allerlei tierischen Gegnern, wie eben den Affen, Skorpionen oder Fröschen, gibt es auch einige Menschen. In der ägyptischen Welt gibt es z.B. welche mit Flammenwerfern und im britischen Mittelalter natürlich Merlin und Ritter.
Ansonsten sammelt man nach wie vor Äpfel ein und Uka-Uka, die Maske, ist auch wieder dabei. Mit dabei sind auch wieder die Anspielungen auf Indiana Jones. In einem ägyptischen Level darf man nicht in die Lichter treten, weil sonst Pfeile aus der Wand kommen und später besteht der Boden aus Feldern mit Buchstaben und Symbolen. Man darf nur auf die Buchstaben springen. Die „Fluchtlevel“ gibt es auch wieder. Dieses Mal rennt man nicht vor einem Felsen davon, sondern vor einem großen hässlichen Vieh. Einige Levels bieten nun Bonusstages und das Spiel komplett auf 100% durchzuspielen bedeutet, das man nicht nur alle Kristalle finden und die Endgegner besiegen muss, sondern auch noch jede Kiste zerstören und davon gibt es in diesem Spiel sehr, sehr viele. Die Langzeitmotivation ist also gegeben. Auch weil es nun noch einen Time-Attack Modus gibt.
Grafisch sieht das Spiel sehr gut aus. Alles ist sehr bunt und detailreich. Die Level sind recht groß und bieten viele nette Details. Am genialsten sind allerdings die Sterbeanimationen von Crash. Wird man z.B. vom Frosch erwischt, stürzt sich dieser auf Crash und küsst ihn und dann verwandelt sich der Frosch in einen Prinz. Die Ritter mit ihrem Schwert teilen Crash in der Mitte, woraufhin sich die untere Hälfte selbstständig macht und davonrennt und es gibt noch eine ganze Menge mehr. Wirklich sehenswert und da man im Verlauf des Spiels eh mehr als genug Leben bekommt, kann man den Tod für die genialen Animationen auch locker riskieren. Die Musik ist auch klasse und sehr stimmungsvoll der jeweiligen Levelthematik angepasst. Die Soundeffekte sind nett und könnten teilweise auch direkt aus einem Cartoon stammen. Die Sprachausgabe ist klasse, vor allem natürlich die Stimme von Neo Cortex, welche richtig schön fies klingt.
Gegenüber Crash Bandicoot 1 hat sich sehr viel getan (und ich nehme mal an, gegenüber Teil 2 auch). Die Level sind deutlich abwechslungsreicher und herausfordernder geworden. Die Grafik ist genial und so ist dies der definitiv beste Teil auf der Playstation 1.
Publisher: Sony Developer: Naughty Dog Erscheinungsjahr: 1998 Erschienen für: Playstation Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Mittel
 
| Grafik | 9/10 | | Spielspass | | Sound | 9/10 | 9/10 | | Gameplay | 8,5/10 |
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