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Demolition Racer PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
29.01.2009

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Der Titel macht schon klar, worum es geht und ich denke jeder erinnert sich sofort an Destruction Derby.
Schon das Intro kann überzeugen. Szenen, die aussehen als stammten sie aus einem alten Verkehrslehrfilm und eine Stimme, die erklärt, dass man im Straßenverkehr immer aufpassen soll und aufmerksam sein muss - und ehe man sich versieht, sieht man eine Crashorgie nach der anderen. Das Intro ist auf jeden Fall genial.

Im Hauptmenü wählt man zunächst zwischen Meisterschaft und Einzelrennen und dann den Spielmodus.
Demolition entspricht fast einem normalen Rennen auf einer Strecke. Man fährt gegen Konkurrenten und bekommt natürlich Punkte, wenn man diese rammt und zerstört. Aber es ist auch wichtig, möglichst als erster durch das Ziel zu kommen. Die Zeit, Platzierung und der Punktestand werden miteinander verrechnet und liefert dann das Endergebnis. Wer also nur durchrast und zwar als erster ins Ziel kommt, aber kaum Punkte gemacht hat, wird nicht gewinnen.

Die Verfolgungsjagd wäre dann das normale Rennen. Hier versucht jeder als erster und möglichst unbeschadet ins Ziel zu kommen. Der eindeutig langweiligste Spielmodus.

Chicken kennt man auch aus diversen Filmen. Zwei Autos fahren aufeinander zu und wer bremst oder ausweicht, verliert. Den Modus hat man hier eliminiert, so dass man als einziger in eine Richtung fährt und alle anderen Gegner kommen dem Spieler entgegen.

Last Man Standing ist das altbekannte Destruction Derby. Eine Arena, viele Gegner und wer die Crashorgie überlebt, hat gewonnen.

Suicide ist das genaue Gegenteil, wer als erster in der Arena sein Auto zu Schrott fährt, hat gewonnen.

Zur Auswahl stehen 10 Arenen und 3 Stadien. Die Strecken führen über einen Flugzeugträger, durch ein Stahlwerk, über einen Parkplatz oder sind doch „nur“ eine normale Rennstrecke. Für Abwechslung wird hier gesorgt.
Dann wählt man noch sein Auto. Acht Stück stehen zur Auswahl und sie alle unterscheiden sich natürlich in Punkten wie Geschwindigkeit, Handling und, ganz wichtig, Panzerung.
Natürlich muss man einige Strecken und Autos erst freischalten, dafür gibt es die Meisterschaft.
Hat man dort sein Auto ausgewählt, darf man es noch lackieren und ein Logo draufkleben, das sind die einzigen Modifikationen.

Kommen wir nun zu den negativen Dingen, denn davon gibt es bei Demolition Racer leider einige. Die geringe Anzahl an Strecken und Wagen hätte wohl nicht sein müssen. Nur acht Autos sind einfach zu wenig. Hinzu kommt der größte Nachteil im Rennen selbst: Die Computerfahrer haben alle das gleiche Auto. Wo bleibt da der Spaß? Wäre es nicht wesentlich lustiger, mit dem extrem gepanzerten Vandal im Last Man Standing Modus auf den VW Golf ähnlichen Bobcat zu stürzen? Vor allem dann, wenn man es ständig mit 15 Konkurrenten zu tun hat, da ist es öde, dass alle das gleiche Auto haben. Selbst im Zweispielermodus darf nur ein Autotyp gewählt werden.
Was auch fehlt, ist eine Übersichtskarte der Strecke während des Rennens. Man weiß praktisch nie, wo man selbst und wo die Gegner sind.

Die Steuerung ist recht gut. Sie reagiert schnell und da das ganze Spiel natürlich auf Arcadeaction ausgelegt ist, braucht man neben Gas und Bremse keine weitere Taste. Trotzdem fanden es die Programmierer wohl witzig, noch eine Hupe einzubauen.

Auch grafisch bietet sich viel Licht und Schatten. Die Autos sehen nett aus und die Strecken sind abwechslungsreich gestaltet. Aber alles wirkt schon sehr pixelig und Grafikfehler gibt es auch noch. Dagegen sehr gut sieht das Feuer und die Explosionen aus. Die Autos zerfallen recht eindrucksvoll.
Die Musik dagegen ist sehr gelungen. Tatsächlich hat Infogrames hier bekannte Bands und Musiker genommen und sie beauftragt, Songs für dieses Spiel zu produzieren. Bands wie Fear Factory, Empirion und Cirrus finden sich hier ebenso wie Videospielmusiklegende Tommy Tallarico.

Demolition Racer hätte ein toller Nachfolger für die Destruction Derby-Reihe werden können. Aber leider hat man eben zu viele Dinge in den Sand gesetzt, so dass der Spielspaß darunter schon etwas leidet. Auch ist der Erfolg einfach immer viel zu sehr vom Glück abhängig, da ja ständig die gleichen Autos als Gegner unterwegs sind.

Publisher: Infogrames
Developer: Pitbull Syndicate
Erscheinungsjahr: 1999
Erschienen für: Playstation, PC
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

Grafik7/10  Spielspass
Sound8,5/10
6/10
Gameplay 7/10

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