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Survival Horror von Capcom. Na klar, Resident Evil. 1999 kam dann Dino Crisis raus. Im Prinzip ist das Resident Evil nur mit Dinosauriern statt Zombies. Es geht, mal wieder, um einen Forscher, der natürlich egozentrisch und gleichzeitig ein Genie ist. Während er an einer neuen Energieform arbeitete, kam es zu einer Explosion und dieser Wissenschaftler ist gestorben. Oder auch nicht, denn er soll nun auf Ibis Island in einer militärischen Anlage leben und immer noch seinen Forschungen nachgehen. Man schickt eine Spezialagentin namens Regina mit einem Team von Elitesoldaten da hin um der Dinge auf den Grund zu gehen. Die Story ist nun wahrlich nicht ausgefallen. Wie viele verrückte Wissenschaftler gab es in Spielen nun schon? Aber immerhin kann man hier mal wieder mit einem weiblichen Spieleheld losziehen. Das „Eliteteam“ an ihrer Seite besteht dann doch aus unglaublichen zwei Personen: Neben dem Computernerd darf der hitzköpfige Soldat nicht fehlen. Die drei landen in der Militäranlage und stellen schnell fest, dass hier was nicht stimmt. Der Strom ist weg und ein paar Meter weiter findet man eine zerteilte und angefressene Leiche. Anfangs wechselt das Spiel ziemlich häufig zwischen Videosequenzen in der Spielegrafik und spielbaren Teilen. Man läuft nach rechts durch eine Tür -> Zwischensequenz, man geht ein paar Meter weiter -> selbst ablaufendes Gespräch und dann folgt schon bald das erste Rätsel. Der Schwierigkeitsgrad jener Rätsel schwankt zwischen einfach und kompliziert. Mal muss man nur ein paar Schalter betätigen, aber öfters muss man auch Passwörter finden. Dann gibt es noch die Codes für die DDK-Türen. Aber mit ein wenig überlegen kommt man auch da sehr schnell drauf. Action gibt es natürlich auch, obwohl man dem Kampf mit den Dinosauriern am besten aus dem Weg geht. Die Velociraptoren sind schnell, aggressiv und brauchen 2-3 Treffer aus der Pumpgun, bis sie endlich das Zeitliche segnen. Da wir aber hier aber in einem Survival Horror-Spiel sind, ist die Munition rar und es gibt ab und zu Szenen, wo man die Waffen unbedingt braucht. Beispielsweise beim ersten Angriff des T-Rex. Besiegen kann man ihn nicht, aber anschießen und so wenigstens verjagen. Die meiste Zeit ist man auch allein, was ich ein wenig schade finde und irgendwie auch unrealistisch. Man hat ein Eliteteam und das weiß sehr schnell, dass hier was nicht stimmt und trotzdem geht jeder allein seinen Weg. Zumindest wäre sicher ein Co-op bei solch einem Spiel mal ganz witzig. Nun gut, man ist eben allein in einem riesigen Gebäude voller Räume und Lüftungsschächte. Raus geht es selten. Aufträge erhält man von einem Teamkollegen, der angibt, wo man ungefähr hin muss. Dieser Punkt ist dann auf einer Karte im Inventar verzeichnet und man macht sich auf den Weg. Natürlich gibt es niemals einen direkten Weg. Verschlossene Türen und Tore, Laserbarrieren und sonstige Hindernisse sorgen schon mal dafür, dass man durch einen Lüftungsschacht muss. Wie bei Resident Evil gibt es ein begrenztes Inventar, das man mit Waffen, Munition, Medizin und nützlichen Gegenständen befüllt. Waffen kann man aufrüsten, die Medizin mischen. Das kennt man ja auch schon alles. Selbst die Steuerung ist praktisch mit der von RE identisch. Auch gespeichert werden kann natürlich nur an bestimmten Punkten. Trotzdem kann Dino Crisis überzeugen. Die Atmosphäre ist mehr als gelungen. Ein wenig Musik im Hintergrund und die Geräusche der Dinosaurier, die man hört, aber öfters mal nicht sieht. Sehr genial auf Stellen, wo man Weggabelung vorbei kommt und man hört langsam die Schritte eines Dinos lauter werden. Auch die Grafik ist sehr gut. Viele kleine Details und eine sehr realistisch wirkende Umgebung, dazu die nett animierten Gegner. Das alles ist schon toll. Ganz an die Genialität von Resident Evil kommt das Spiel aber dann doch nicht ran. In erster Linie liegt es am arg unausgewogenen Schwierigkeitsgrad. Die Dinos sind schnell und werden meist über Trigger ausgelöst, weil kein Mensch kann mir erzählen, dass die KI hier so toll ist, dass ein Velociraptor von selbst auf die Idee kommt, eine Tür zu öffnen. Sie nehmen auch zu viel Schaden, ehe sie sterben und die Munition ist einfach viel zu knapp. Dino Crisis ist trotzdem noch eine Empfehlung wert, es ist auf jeden Fall besser als der Nachfolger, um einiges spannender und unheimlicher.
Publisher: Capcom Developer: Capcom Erscheinungsjahr: 1999 Erschienen für: Playstation, PC, Dreamcast Anzahl Spieler: 1 Schwierigkeitsgrad: Wählbar, trotzdem recht hoch 
| Grafik | 8/10 | | Spielspass | | Sound | 8,5/10 | 8/10 | | Gameplay | 8/10 |
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