Home arrow Spiele arrow Sony arrow Playstation arrow Fighting Force 03 September 2010  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Fighting Force PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
13.07.2007

Image 

Double Dragon, Final Fight, Streets of Rage…und dann kam Fighting Force, ohne allerdings an die Klasse der erstgenannten Spiele ranzukommen. Vielleicht auch, weil es einfach zu sehr versucht, Retro zu sein.

Schon bei der Story fängt das an. Mal wieder ein verrückter Wissenschaftler, der auch Regierungsbeamter war und scheinbar schon alles im Leben mitgemacht hat. Im Prinzip kann man nur staunen, das es Core schaffte, die Story auf eine Seite im Handbuch aufzublähen.
Wir befinden uns im Spiel am Anfang des 21. Jahrhunderts, also praktisch in der jetzigen Gegenwart und Dr. Zeng ist unser Bösewicht, der mächtig sauer ist. Denn für den Jahreswechsel 2000 hat er mal eben den Weltuntergang herbeigesagt. Der kam nicht und deshalb will er jetzt nachhelfen. Warum auch immer…
Das dies nicht geht ist klar und so hat man mal schnell 4 Typen geschnappt, die Weltenretter spielen dürfen.

Fair aufgeteilt in einen Mann, zwei Frauen und das typische Muskelmonster, das mehr Tier ist. Wer mal lachen will, sollte sich deren Vorstellungen im Handbuch durchlesen.

Das Spiel ist natürlich komplett in 3D gehalten und sieht dafür überraschend gut aus. Für das Jahr 1997 bekommt man schöne, große Level, die detailliert gestaltet sind und zahlreiche zerstörbare Gegenstände vom Auto bis zur Parkbank bieten. Auch die Figuren sind schön gestaltet und haben nette Animationen.
Die Musik dagegen ist recht belanglos, sie nervt nicht und meist hört man sie eh nicht, weil sie recht leise ist und von den Kampfgeräuschen überdeckt wird. Diese sind gut gelungen.

Im Prinzip macht Fighting Force vieles richtig. Die Level sind schön groß und fast alle sind abwechslungsreich gestaltet. Es gibt zahlreiche Waffen, wie Pistolen, Raketenwerfer und Granaten, aber dank der interaktiven Umgebung, in der man alles kurz und klein hauen kann, hat man auch die Möglichkeit z.B. ein Auto zu zerstören und die Reifen als Waffe zu benutzen. Herumliegende Kisten, Monitor oder in der U-Bahn Station die Koffer. Eingesetzt werden kann praktisch alles.
Im späteren Verlauf kann man auch die Route wählen. Soll es zum Flugplatz oder zum Hafen gehen? Man merkt also, dass Core durchaus darauf bedacht war, für Abwechslung zu sorgen.

Auch die Spielfiguren sind abwechslungsreich gestaltet. Natürlich sind sie unterschiedlich stark und schnell. Aber sie alle haben auch reichlich verschiedene Moves. Neben Schlägen und Tritten, können sie auch springen und haben noch eine Taste für einen Spezialangriff und zum Greifen eines Gegners. In Kombination Entstehen dadurch eine Vielzahl weiterer Angriffsmöglichkeiten.

Trotzdem ist gerade der Kampf - und damit verbringt man hier ja die meiste Zeit - der Teil des Spiels, der recht schnell nervt.
Ständig die gleichen Gegner, allein im ersten Level kommen wohl rund 30 Anzugtypen an, die alle gleich aussehen. Für „Abwechslung“ wird hier nur durch rund 15 Typen in lila  gesorgt. Auch sind einige Levels zu lang, da schien Core den richtigen Moment verpasst zu haben, für das Ende zu sorgen. So wählt man wie oben erwähnt den Pfad und findet sich in der U-Bahn wieder. Natürlich warten auch hier Gegner und so möchte man meinen, dass 1-2 Zugabteile locker ausreichen würden. Stattdessen kämpft man sich durch drei und die Gegnerwellen hören praktisch schon gar nicht mehr auf. Das langweilt sehr schnell.
Generell gibt es einige Abschnitte wie den Zug oder einen Aufzug, wo man in einem kleinen Raum steht und von Gegnern zugemüllt wird. Es nervt.

Auch das Kampfsystem ist einfach zu langsam. Die Kämpfe ziehen sich ewig hin, da die Gegner einerseits zu viele Schläge aushalten und andererseits die meiste Zeit dastehen und blocken. Der Spieler selbst kann natürlich Angriffe nicht blocken.

Dank dieser Punkte sollte man es schon kategorisch vermeiden, das Spiel allein zu spielen. Es wird sehr schnell sehr langweilig. Im Zweispielermodus dagegen kann sich Fighting Force dagegen gerade noch ins Mittelfeld retten. Zu zweit fallen die vielen Gegner nicht so stark ins Gewicht und es ist einfach um einiges spaßiger.

Fighting Force hätte ein tolles Multiplayerspiel werden können, wenn man die Kämpfe etwas dynamischer gestaltet hätte und den Gegnern die Blockfunktion weggenommen hätte. So ist das Ganze auf Dauer doch recht nervig, monoton und öde.

Publisher: Eidos
Developer: Core
Erscheinungsjahr: 1997
Erschienen für: Playstation, Saturn, N64, PC
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

ImageImage 

Grafik8/10  Spielspass
Sound7/10
5/10
Gameplay 6/10
Multiplayer 6/10

Im Forum kommentieren
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page