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Gran Turismo 2 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
07.01.2009

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Gran Turismo war ein unerwarteter, enormer, riesiger Erfolg. Das Spiel ist ja auch das meistverkaufte Playstationspiel überhaupt. Dass ein Nachfolger kommen würde, stand schon schnell fest.

Bei Gran Turismo 2 wollte man wohl alles auf „2“ trimmen. Die zwei im Titel, zwei Handbücher, zwei CDs und schon die reinen Statistiken zum Spiel zeigen, wie enorm umfangreich dieses Spiel ist: fast 650 Autos und 28 Strecken. Zum Vergleich: Gran Turismo 1 bot 11 Strecken und 178 Fahrzeuge. Der große Kritikpunkt außerhalb Japans bei den Autos war ja der enorme Fokus auf den japanischen Markt. Dieser wurde nun beseitigt und es finden sich 34 internationale Hersteller. Schlicht gesagt ist alles dabei, was Rang und Namen hat, von kleinen Schrottkisten wie Renault und VW hin zu Sportwagen von Chevrolet oder Jaguar. Der einzige renommierte Hersteller, der fehlt ist Ferrari. Porsche im Prinzip auch, aber da half der Tuner RUF aus. Neben damals modernen Fahrzeugen finden sich auch viele Klassiker und Muscle Cars im Angebot. Mit einem 1971er Dodge Charger durch die Gegend zu  fahren macht einfach Spaß.
Viele der Strecken gab es exklusiv nur bei Teil 2, weder im ersten noch in den Sequels und darunter sind einige die richtig toll sind wie Grindelwald die durch ein Bergdorf führt oder eine Rennstrecke durch Rom. Auch der Superspeedway wo man unglaubliche Geschwindigkeiten erzielen kann, ist klasse und lädt zum rasen ein.

Disc 1 ist der Arcademodus, wo man einfach so drauflos fahren kann. Hier können auch wie gehabt Zwei Spieler antreten, man kann seine Fahrzeuge aus dem GT Modus laden und Strecken freispielen.
Der eigentliche Grund, warum man Gran Turismo spielt, findet sich auf CD 2: Der GT Modus. Nebenbei bemerkt ist CD 2 zumindest im Originalrelease des Spiels eine Disc deren Oberfläche einen recht widerlichen Gestank von sich gibt. Das Ganze soll an Öl und Reifen erinnern, ich kann dazu nur sagen: Bäh. Nach guten 9 Jahren richt die ganze Hülle und beide Handbücher recht fies danach. Wie kommt man nur auf so eine blöde Idee…

Rein in den Modus und hier fällt schon das neue Menü auf. Die zahlreichen Hersteller sorgten dafür, dass es jetzt Untermenüs gibt. Diese nach Stadtteilen benannten Menüs, beherbergen sortiert die Hersteller. So finden in der Oststadt alle japanischen Hersteller, in der Südstaat die Amerikaner und im Norden die deutschen und britischen Hersteller. Die anderen Menüs wie Radverkauf für Felgen, die Wachanlage und der Maschinentest mit Teststrecken kennt man auch noch vom Vorgänger.
Im Prinzip hat sich sonst gar nicht viel verändert. Noch immer gilt es mit wenig Geld erstmal einen gebrauchten Wagen zu finden. Leider gibt es Gebrauchtfahrzeuge nur bei den Japanern. Die ersten kleinen Pokale wie den Sunday Cup kann man ohne Lizenz bestreiten, für alles andere geht es in die Fahrschule, mit Fahrprüfungen und Aufgaben. Auch das kennt man schon vom Vorgänger, die Prüfungen in Teil 2 wurden aber leicht entschärft, auch Anfänger sollten nach einiger Zeit schnell damit zu Recht kommen.

Neben den normalen Pokalen gibt es nun auch Ländercups, wo beispielsweise nur amerikanische oder deutsche Fahrzeuge teilnehmen dürfen, eine weitere Neuerung sind die Rallyrennen auf unbefestigten Straßen. Dafür gibt es eigene Strecken wie Pike’s Peak oder Tahiti Dirt und man benötigt spezielle Reifen. Was die Serie auch seit jeher ausgezeichnet hat, sind die Ausdauerrennen. Davon gibt es nun sieben Stück. Von 300 Kilometer Marathons zu Rennen die nach 2 Stunden einfach ihr Ende finden hin zum 50 Runden Ausdauerrennen bei Nacht auf der S. S. Route 5 sind dies Rennen für Spieler die Zeit haben. Wobei das alles natürlich nicht so extrem ist wie bei Gran Turismo 4, das mit 24 Stunden Rennen protzt. Aber dort gab es ja den CPU Fahrer. Bei Teil 2 muss der Spieler zu jeder Zeit selbst ran.

Tuning und umfangreiche Fahrzeugeinstellungen gab es auch seit jeher. Etwas das mit bei Gran Turismo 3 oder 4 fehlt, ist das spezielle Renntuning für alle Autos. Die bekommen dann eine modifizierte Karosserie und sehen mitunter recht schick aus

Rein vom Gameplay her hat sich nichts verändert und tatsächlich stellt man schnell fest, das GT 2 abseits der Technik auch noch recht locker mit Gran Turismo 4 mithalten kann. Die simulationslastige Steuerung ist gleich und leider auch die nicht gerade intelligenten CPU Fahrer. Die Fahrzeuge nehmen auch hier keinen Schaden. Es ist eigentlich alles wie gehabt. Wobei man ja sagen muss zum Glück, denn schon Gran Turismo 1 hat sich ganz toll gespielt.

Grafisch war das Spiel damals eine Offenbarung und sah einfach genial aus. Die Strecken protzten mit Details. Vor allem die Waldstrecken wie Trial Mountain oder die Bergstrecke Grindelwald sehen toll aus. Die Fahrzeuge sind auch sehr gut designt.
Musikalisch gibt es lizenzierte Musik von mittlerweile recht unbedeutend gewordenen Gruppen wie Propellerheads, Stereophonics, Fat Boy Slim und Cardigans. Nicht absolut schlecht, aber ich hör da doch lieber richtige Musik.
Die Soundeffekte sind dagegen gut.

Gran Turismo 2 positioniert sich direkt hinter Gran Turismo 4 als (derzeit) bester Teil der Reihe. Abseits der Grafik ist das Gameplay eben kaum schlechter und es wird ebenso mit riesigem Umfang geprotzt. Wer also Gran Turismo 4 mochte und mehr will, sich auch nicht an schlechterer Grafik stört, sollte also unbedingt einen Blick riskieren, denn hier findet man haufenweise Autos und tolle Strecken die in den Sequels nicht mehr dabei waren.

Publisher: Sony
Developer: Polyphony Digital
Erscheinungsjahr: 1999
Erschienen für: Playstation
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Fahrzeugabhängig

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Grafik9,5/10  Spielspass
Sound7/10
9/10
Gameplay 9/10

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