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Seit Jahren gibt es diese Spiele. Sportspiele mit olympischen Hintergrund. Sie sehen meist unscheinbar aus, tragen dann harmlos wirkende Titel wie Decathlon, Summer Games oder Track & Field. Aber sie sind böse. Furchtbar böse und sie haben nur ein Ziel: Die totale Zerstörung eurer Gamepads und Joysticks.
International Track & Field von Konami fällt in genau diese Sparte. 1996 ist es auf der Playstation erschienen und bietet 11 Wettkämpfe: 100 Meter Lauf, 110 Meter Hürden, Weitsprung, Dreisprung, Hochsprung, Stabhochsprung, Hammerwerfen, Speerwerfen, Discuswerfen, Kugelstoßen und 100 Meter Freistilschwimmen. Die Abwechslung könnte schon größer sein. Statt mit Hammer- und Discuswerfen sowie mit Kugelstoßen praktisch dreimal das gleiche zu bieten, hätte man hier wohl auch z.B. Gewichtheben bringen können. Aber gut, immerhin sind es 11 Events und das ist einiges.
Die Steuerung ist praktisch überall die gleiche. Zwei Tasten sorgen für Beschleunigung und man muss sie schnell und oft wie möglich drücken. Eine dritte Taste ist dann z.B. für das Springen oder zum festlegen des Wurf- oder Sprungwinkels zuständig. Im 100 Meter Lauf und beim Schwimmen geht es rein um Geschwindigkeit, wer hier am schnellsten drückt hat gewonnen. In den Wurf- und Sprungdisziplinen dagegen muss man auch dafür sorgen, dass man einerseits den richtigen Zeitpunkt für die dritte Taste findet, aber auch gleichzeitig noch ein Auge auf den Winkel wirft. Zu hoch oder zu niedrig und nichts ist es mit dem Weltrekord. Zum Gameplay ist damit auch schon alles gesagt. Es ist ja nicht sonderlich anspruchsvoll.
Das International Track & Field seine Stärken im Multiplayermodus hat, muss ich wohl niemandem sagen. Zwar kann man unterschiedliche Schwierigkeitsgrade wählen, aber diese beeinflussen eher die Zeit/Weite/Höhe, die man erreichen muss, um sich zu qualifizieren. Die Computergegner werden trotzdem nicht intelligenter und sind meist recht einfach zu schlagen. Aber schon zu zweit entfaltet das Spiel seine volle Wirkung und macht riesigen Spaß. Überboten wird das dann nur noch, wenn man die Olympischen Spiele hier zu viert austrägt. Gesteigert wird der Funfaktor auch durch die zahlreichen Easter-Eggs die sich durch bestimmte Ergebnisse erzielen lassen. So taucht beim Speerwerfen schon mal ein Ufo auf und beim Weitsprung buddelt sich ein Maulwurf durch den Sand.
Grafisch sieht man dem Spiel das Alter nicht mal an. Die Sportler sind recht groß und sehen gut aus und ihren Animationen sind erstklassig. Auch die Umgebung und das Stadion sehen gut aus. Die Musik ist wohl das, was man sich unter olympischer Videospielmusik vorstellen muss. Nett. Die Soundeffekte sind sehr gut, das Publikum schön laut und die Ansagerin hat zumindest einen lustigen Sprachfehler.
International Track & Field ist im Single-Player Modus sehr öde. Hingegen im Multiplayermodus unglaublich genial und das einzige was hier stört, ist, das man bei jedem Spielstart aufs neue Angst um seine Gamepads hat.
Publisher: Konami Developer: Konami Erscheinungsjahr: 1996 Erschienen für: Playstation Anzahl Spieler: 1-4 Schwierigkeitsgrad: Wählbar 
| Grafik | 9/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 5/10 | | Gameplay | 9/10 | | Multiplayer | 9/10 |
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