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Metal Gear Solid PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
22.07.2006

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8 Jahre mussten vergehen, ehe die Metal Gear Saga mit Teil 3 fortgesetzt wurde. Die ersten beiden Teile erschienen ursprünglich für das MSX und wurden dann auf anderen Systemen umgesetzt. Metal Gear Solid erschien für die Playstation in Japan im September 1998 und im Februar 1999 auch in Europa.

Metal Gear Solid spielt auf Shadow Moses Island, einer kleinen Insel vor Alaska, auf der sich eine Nuklearwaffenfabrik befindet. Im Februar 2005 kommt es zu einem Überfall durch genetisch verbesserte Krieger, die man Genome Soldaten nennt. Sie gehören zu Foxhound, einer Spezialeinheit, die jene Waffenfabrik dazu benutzt, um die USA zu erpressen. Sie sollen eine Milliarde Dollar zahlen und die sterblichen Überreste von Big Boss übergeben. Um den Foderungen Nachdruck zu verleihen, haben sie auch Geiseln genommen. Die USA haben aber kein Interesse daran, nachzugeben. Stattdessen holen sie Colonel Campbell, den früheren Leiter von Foxhound zurück. Er soll dafür sorgen, dass Solid Snake Shadow Moses Island infiltriert, die Geiseln befreit und Foxhound zur Strecke bringt.

Im späteren Verlauf wird die Geschichte immer weiter vertieft. Es tauchen neue Charaktere auf, die Story nimmt einen ganz anderen Verlauf als ursprünglich gedacht und es gibt viele überraschende Wendungen. Gerade einige Personen verhalten sich teilweise recht merkwürdig. Wer steckt wohl hinter Deepthroat? Die Fragen werden erst am Ende geklärt und man sollte auf jeden Fall beide Enden erlebt haben.

Man steht mit seinem Team über ein Codec in Kontakt. Ab und zu wird man von ihnen angerufen und erhält Tipps zum jeweiligen Raum oder die Story wird weitergeführt. Auch Zwischengegner oder andere wichtige Personen, auf die man trifft, führen die Story weiter oder holen ganz weit aus und erzählen vom Golfkrieg. Das alles geschieht in Spielgrafik und ab und zu werden Videos eingespielt.

Mit dieser Grundstory wird man als Solid Snake ausgesetzt. Die erste Aufgabe ist es, in die Waffenanlage einzudringen. Wie auch schon beim Originalspiel ist hier Schleichen die wichtigste Funktion. Überall trifft man auf Wachen. Wird man von einer entdeckt, wechselt das Spiel in den Alert-Modus. Für einen bestimmten Zeitraum, angezeigt durch einen Counter, sind alle Soldaten auf dem Gelände in Alarmbereitschaft und suchen nach Snake. Kämpfe sollte man vor allem am Anfang tunlichst vermeiden, da man einerseits kaum anständige Waffen hat und auch gar nicht genug Munition, zumal ständig neue Soldaten nachrücken. Also muss man sich das Gelände ansehen und einen Plan entwickeln, um an den Wachen, Kameras und anderen meldewilligen Gerätschaften vorbei zu schleichen.

Waffeneinsatz ist eigentlich nur bei den Zwischengegnern gefragt. Hierbei trifft man auf alle Mitglieder von Foxhound. Jeder von ihnen hat einen eigenen Charakter und seine eigenen Stärken und Schwächen. So ist z.B. Vulcan Raven beim ersten Treffen in einem Panzer versteckt. Diesen muss man erst mal mit Störgranaten lahm legen und dann Handgranaten auf diesen werfen, bis er kaputt ist. Der ausgefallenste aller Charaktere ist aber eindeutig Psycho Mantis. Er beherrscht Telekinese und kann Gedanken lesen. Gerade bei diesem Gegner fällt auch auf, wie gelungen Designer Hideo Kojima die so genannte 4. Wand durchbricht und direkt mit dem Spieler interagiert. In der Playstationfassung liest Psycho Mantis den Inhalt der Memory Card und gibt zu dort abgespeicherten Spielen Kommentare ab und da er Gedanken lesen kann, kann man ihn auf normalem Wege nicht besiegen. In einem anderen Fall wird man vom Colonel darauf hingewiesen, dass man doch mal auf die Verpackung schauen sollte um einen bestimmten Codec zu bekommen. Durch solche Momente hat man das Gefühl, Teil des Spiels zu sein.

Die Waffenliste umfasst eine normale Pistole (Socom), welche man auch später mit einem Schalldämpfer ausstatten kann. Dann gibt es noch die FA-MAS, ein Scharfschützengewehr, Blend-, Stör- und Handgranaten, sowie C4 und Claymorminen. Die coolsten Waffen sind aber eindeutig Stinger und Nikita. Letztere hat Raketen, die man in der Ego-Perspektive steuern kann. Wesentlich länger ist die Liste der normalen Ausrüstungsgegenstände. Nachtsicht- oder Infrarotgeräte gehören da eben so dazu, wie ein Fernglas und Heilungsmittel. Man findet Kartons, in denen man sich verstecken kann oder in denen man von einem Punkt des Geländes zu einem anderen transportiert wird und wofür mögen wohl Zigaretten gut sein?

Es gibt also viel zu entdecken, viel zu erleben und vor allem kann man sehr viel ausprobieren. Das Spiel hat unterschiedliche Enden und man kriegt einen Bonusgegenständ, den man beim nächsten Spielstart benutzen kann. Das beste davon ist der Stealthanzug, mit diesem ist man unsichtbar für Soldaten und Kameras, aber nicht für Tiere und Zwischengegner. Dadurch wird das Spiel aber recht leicht und man kann sehr viel Spaß haben. Zum Beispiel macht man sich vor einem Wachposten kurz sichtbar und dann wieder unsichtbar und er wundert sich oder man schleicht sich von hinten an und klebt ihm C4 auf den Rücken.

Grafisch sah das Ganze auf der Playstation damals ganz gut aus. Im Gegensatz zu etwa Resident Evil wurde alles in Echtzeit gerendert, was auch der Grund dafür ist, dass die Personen in Gesprächen recht statisch wirken und den Mund nicht bewegen. Dafür überzeugen vor allem die Animationen und die Terrains auf der Insel. Musikalisch gibt es im Spiel einerseits elektronische Ambientmusik, die sich dem Spielgeschehen anpasst und nie aufdringlich wirkt. In den Zwischensequenzen hingegen wird es orchestral. Die Soundeffekte sind recht realistisch ausgefallen und zumindest in Englisch kann die Sprachausgabe absolut überzeugen. In der deutschen Fassung wirkt die Sprachausgabe eher etwas billig.

Ungefähr 2 Jahre später erschien Metal Gear Solid dann noch für den PC. Geändert hat sich am eigentlichen Spiel nichts, ausser dass eben Dinge wie Psycho Mantis Memory Card Spielereien wegfielen und man dafür eine höhere Auflösung bei der Grafik benutzen kann. Insgesamt entspricht die PC-Fassung der Integral Version von MGS, die nur in Japan erschien. Diesen enthält den Very Easy Schwierigkeitsgrad, wo man eine MP5 mit unendlich Munition bekommt, einige neue Kostüme, die First-Person Ansicht und die VR-Missionen, die auf der Playstation auch als Quasi-Addon kaufbar waren. Das sind einerseits kleinere Spiele, wo man so schnell wie mögliche Ziele abschießen muss oder an Soldaten vorbei schleichen und andererseits auch Spezialmissionen, wie der Kampf gegen Genola und kleinere Detektivmissionen wo man Morde aufklären muss. In diesen Missionen kann man auch mit dem Ninja spielen.

Metal Gear Solid war zur damaligen Zeit das beste Schleichspiel und wird auch heutzutage eigentlich nur von Snake Eater, dem dritten Teil der Metal Gear Solid-Reihe übertroffen. Das Spiel bietet eine tolle, filmreife Geschichte, viele interessante Charaktere, sehr gutes Leveldesign und viele kleine Dinge zum entdecken. So ist MGS auf jeden Fall Pflicht, sowohl auf der Playstation, als auch auf dem PC.

Publisher: Konami
Developer: Konami
Erschienungsjahr: 1998
Erschienen für: Playstation, PC
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik7/10  Spielspass
Sound9/10
9,5/10
Gameplay 9,5/10
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Letzte Aktualisierung ( 18.08.2007 )
 
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