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Micro Machines V3 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
05.10.2007

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Bereits seit 1991 erfreut sich die Micro Machines Reihe vor allem im Multiplayer großer Beliebtheit. Micro Machines V3 war das erste 32-Bit Spiel dieser Reihe und erschien nach sehr langen Verzögerungen im April 1997.

Micro Machines sind kleine Spielzeugautos und das Videospiel ist quasi die Simulation des Ganzen. Denn die Rennstrecken sind praktisch selbstgebastelte Strecken auf dem Esstisch, einem Pooltisch oder einfach auf dem Boden, mit all den Hindernissen, die da eben so rumliegen. Stifte und Bücher oder Billardkugeln und Steinen.

Insgesamt gibt es 48 Strecken, zusammengefasst in einige unterschiedliche Themen. Der Schwierigkeitsgrad variiert dabei von leicht locker bis „Verdammte Scheiße, warum ist das Lineal so schmal“. Trotzdem ist nie frustrierend, sondern irgendwie witzig, aber natürlich nur im Multiplayer, wenn der Konkurrent, der in Führung liegt, einen Meter vorm Ziel vom Tisch rutscht.
Micro Machines V3 ist komplett auf den Multiplayer ausgelegt. Denn hier macht das Ganze am meisten Spaß, auch wenn sich die CPU Gegner große Mühe geben, es fehlen eben die Reaktionen der Spieler, wenn sie an einem Bleistift hängen bleiben.

Zahlreiche Spielmodi finden sich im gerade zu niedlich gestalteten Menü. Als erstes wäre da die Fahrschule, wo man die Basics in kurzen Tutorials lernen kann.

Im Einzelspielermodus hat man die Wahl zwischen Time Trial Single und Challenge. Hier versucht man auf der jeweiligen Strecke natürlich die Bestzeit zu erreichen. Bei der Challenge ist das Ganze in Gruppen festgelegt, erst wenn man auf jeder Strecke einer Gruppe eine neue Bestzeit erreicht hat, darf man zur nächsten.
Der Duellmodus ist auch in 3 Gruppen gefasst. Man fährt gegen 4 Computergegner und muss natürlich möglichst immer als erster durchs Ziel kommen.
Der Zweikampf ist praktisch der gleiche Modus, nur dass man gegen einen Fahrer antritt und es einige Gruppen mehr gibt.
In den letzten beiden Modi bekommt man nach jedem Sieg ein Preisfahrzeug bzw. wird dieses verbessert. Einsetzen kann man diese bei der Testfahrt oder im Beute-Modus setzen.

Der Multiplayerpart ist riesig.
Bei Zwei Spielern hat man die Möglichkeit, ein einzelnes Rennen zu starten oder ein Turnier.
Dann gibt es den Teammodus, wo 4, 6 oder 8 Spieler in Teams antreten, immer 2 Spieler bilden ein Team. Das Ziel eines Teams hierbei ist es, den Bildschirmrand schneller als die anderen zu erreichen.
Der Partymodus ist noch mal unterteilt in Zeitfahren, Zeitfahrturnier, ein Ausscheidungskampf und den Beute-Modus.
Codemasters selbst war im Konsolenbereich ja immer dafür bekannt, vor allem den Multiplayerpart ihrer Spiele zu fördern. Wo die Mega Drive Spiele bei den Cartridges z.B. zwei zusätzliche Controlleranschlüsse boten, hat man sich bei Micro Machines V3 wohl gedacht, dass die Steuerung so simpel ist, dass sich zwei Spieler auch ein Gamepad teilen können. Im Prinzip reichen dann ein Multi-Tap und 4 Gamepads aus, damit die maximale Anzahl von 8 Spielern gleichzeitig antreten darf.
Aber natürlich kann man auch konventionell auf 2 Multi-Taps und 8 Gamepads setzen.

Der letzte Punkt des Hauptmenüs bietet zahlreiche Statistiken und eben den Testfahrmodus, zum ausprobieren der gewonnenen Fahrzeuge.

Die Steuerung ist recht simpel. Gas geben, Bremsen, links, rechts, dann gibt es noch eine Taste, damit das Auto springt und eine Hupe.
Letztere sorgt bei bestimmten Fahrzeugen auch für Sonderfunktionen. Fährt man auf Strecken, wo der Panzer eingesetzt wird, kann man mit der Hupe die Kanone abfeuern und so Gegner, die vorne liegen zerstören. Nicht ganz fair, aber diese Dinge sorgen für noch mehr Spaß. Genauso wie die zahlreichen Power-Ups, die man einsammeln kann.
Die Fahrzeuge steuern sich auch unterschiedlich. Ein Rennwagen ist natürlich klar schneller als ein Panzer, der dafür nicht ganz so extrem auf das Lenken reagiert. Insgesamt gibt es 32 Stück, inklusive Wasserfahrzeugen.

Grafisch ist das Spiel sehr hübsch und vor allem unglaublich bunt. Die Strecken haben viele Details, auch abseits der Markierungen liegen passende Gegenstände herum. Etwas enttäuschend sehen lediglich die Wasserstrecken aus.
Die Musik ist nett und passt gut zu diesem Titel. Die Soundeffekte sind bewusst cartoonmäßig gehalten. Die Sprachausgabe ist auch nett, hier merkt man aber sehr deutlich, das dieses Spiel aus England kommt.

Micro Machines V3 ist im Einzelspielermodus ganz unterhaltsam, dreht aber erst im Multiplayermodus so richtig auf und hier gilt: Je mehr Mitspieler, desto besser. So kann das Spiel auch heute noch absolut überzeugen.

Publisher: Codemasters
Developer: Codemasters
Erscheinungsjahr: 1997
Erschienen für: Playstation, PC, Gameboy Color
Anzahl Spieler: 1-8
Schwierigkeitsgrad: Mittel

Grafik8/10  Spielspass
Sound8/10
8/10
Gameplay 8,5/10
Multiplayer 10/10

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