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Moto Racer 2 PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
10.11.2007

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Motorradrennspiele schienen auf der Playstation nicht sonderlich beliebt zu sein. Zumindest  fallen mir keine 10 Titel ein.
Eine Spielereihe, die aber auf jeden Fall hervorsticht ist Moto Racer von Delphine Software.
Der zweite Teil erschien 1999 und man könnte fast vermuten, dass DSI hier die eierlegende Wollmilchsau unter den Zweiradspielen entwickeln wollte.

Denn geboten wird viel. Neben den Superbikes die natürlich auf Geschwindigkeit ausgelegt sind, gibt es hier auch noch Motocross auf staubigen Pisten.
Das Spiel wartet auch mit diversen Modi auf: Zeitfahren, Einzelrennen und Meisterschaft.
Hierbei werden gleich 5 verschiedene geboten. Je eine für Superbike und Motocross und zwei wo beide Biketypen gefordert werden, allerdings kann man da natürlich nicht gleichzeitig auf einer Strecke gegeneinander antreten. Dann gibt es noch eine Meisterschaft, die man erst freischalten muss. Alle Meisterschaften umfassen 8 Rennen und man tritt gegen 7 Gegner an.

Vorher wählt man sich natürlich sein Bike aus. Auf der Schachtel prangt zwar der Name Yamaha, aber da die Bikes alle gleich aussehen, gibt es wohl keine Originalmodelle. Dafür unterscheiden sie sich in Farbe und Handling bzw. Geschwindigkeit. Schade allerdings, dass man die Motorräder nicht modifizieren kann.

Die Strecken sind recht abwechslungsreich gemacht. Sie finden auch an unterschiedlichen Orten statt. Bei den Speedbikes ist man natürlich oft auf Rennstrecken unterwegs, aber wie bei den Crossbikes geht es auch schon mal an den Amazonas oder in die Sahara. Die Hintergrundgrafiken sehen dabei sehr gut aus, allerdings gibt es doch recht viele Pop-Ups die ein wenig stören.

Die Steuerung ist eingängig und entspricht fast dem normalen Standard. Gas geben, bremsen, hoch- und runterschalten kennt man ja. Hinzu kommt bei Moto Racer 2 noch eine Taste für eine Art Extrabeschleunigung. Mit dem Bike macht man dabei einen Wheelie und wird schneller, aber natürlich kann man nicht mehr wirklich steuern. Auf den Motocrossstrecken kann man bei Sprüngen mit dieser Taste auch noch diverse Tricks ausführen, die zwar nichts bringen, aber nett aussehen.
Zwischen Arcade und Simulation bestehen natürlich einige Unterschiede. Im Arcademodus heißt es einfach nur Gas geben und nicht darüber nachdenken. Beim Zusammenprall mit Gegnern oder der Streckenbegrenzung wird man nur ein wenig abgebremst. Im Simulationsmodus dagegen sieht die Sache schon gänzlich anders aus. Das Bike lenkt sich deutlich schwerer, man stürzt schon bei der kleinen Kollision und unterschiedliche Wetterbedingungen wie Regen oder Schnee nehmen auch noch größeren Einfluss.

Die KI der Gegner ist auch recht gut gelungen. Es gibt drei wählbare Schwierigkeitsgrade und auf Hard mit dem Simulationsmodus stellt Moto Racer 2 schon eine sehr große Herausforderung dar.

Ein Zweispielermodus wird ebenso geboten. Einzelrennen können gegeneinander absolviert werden aber auch hier hat man wieder die Wahl eine Meisterschaft zu spielen. Das sind dann die gleichen fünf wie im Einzelspielermodus.

Ein Streckeneditor wird dann auch noch geboten, obwohl die von Haus aus mitgelieferten 32 Strecken schon mehr sind, als manch anderes Rennspiel bietet. Dieser ist an sich ganz nett gelungen, allerdings stößt man recht schnell an Grenzen die nerven. Man kann die Strecke nicht frei bauen, sondern hat einfach einen Kreis. Bei diesem kann man nun Streckenpunkte hinzufügen und diese dann auseinander ziehen. So entsteht dann der Kurs. Aber leider darf man natürlich keine wirklichen Haarnadelkurven machen, auch Tunnel im Sinne von „die Strecke fährt über einen Hügel und da ist ein Tunnel wo die Strecke weitergeht“ ist nicht drin. Sehr schade auch generell die Tatsache, dass man keine wirklichen Berge basteln darf. Der Editor ist also eine nett gemeinte Sache, aber einfach viel zu stark limitiert.

Grafisch ist das Spiel recht gut gelungen. Nur die bereits angesprochenen Pop-Ups nerven und kleinere Slowdowns, die aber nicht weiter stören fallen auf. Dafür sehen die Strecken gut aus, die Bikes sehen zumindest im Replaymodus, wo das Rennen aus zahlreichen Kameraperspektiven noch mal abläuft auch schön aus.
Die Musik ist gut gelungen. Geboten wird Rock, der das ganze Spiel nach vorne peitscht und das passt einfach perfekt. Die Motoreneffekte könnten ein wenig stärker sein, sind aber noch gut. Ein paar Sprachfetzen gibt es auch. Sprüche wie „A New Record“ oder „What a Rocket“ hört man ja praktisch in jedem Arcaderacer.

Moto Racer 2 ist extrem gut gelungen und stellt das wohl beste Rennspiel auf der Playstation dar. Technisch auf sehr hohem Level wird aber vor allem spielerisch sehr viel geboten. Zahlreiche Spielmodi, zwei Rennklassen und der, zwar sehr limitierte, aber immer noch nette Streckeneditor sorgen für lang anhaltenden Spielspaß.

Publisher: Electronic Arts
Developer: DSI
Erscheinungsjahr: 1999
Erschienen für: Playstation, PC
Anzahl Spieler: 1-2
Schwierigkeitsgrad: Wählbar

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Grafik8/10  Spielspass
Sound8/10
8,5/10
Gameplay 8,5/10
Multiplayer 9/10

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