Home arrow Spiele arrow Sony arrow Playstation arrow Rage Racer 10 Februar 2012  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Rage Racer PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
24.06.2010

Image 

 

Rage Racer ist der dritte Teil der Ridge Racer Reihe. Warum man sich entschied, den Namen zu ändern, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Ridge Racer war damals einer der größten Hits auf der Playstation und bereits ein etablierter Name und auch wenn Ridge Racer Revolution irgendwie nach billiger Abzocke stank, hätte man den Titel ja weiter verwenden können.

 

Rage Racer kommt mit einigen Neuerungen und Veränderungen daher. Die größte ist die Grafik, die nun nicht mehr so knallig bunt wirkt, sondern etwas düsterer und dadurch auch wesentlich realistischer. Wenn wir schon bei der Grafik sind: Für Ende 1996 wo das Spiel in Japan erschien, sieht das Ganze schon sehr gut aus. Die Strecken sind detailreich in Szene gesetzt. Überraschenderweise gibt es auch so gut wie keine Pop-Ups oder Slowdowns. Selbst wenn man einen Hügel hochfährt und man rechts unten einen anderen Teil der Strecke sieht und dort gerade die Konkurrenten fahren. Auch mit 3 anderen Fahrern im Bild wird das Spiel nicht langsamer. Leider aber, ist das Ganze dann doch nicht so perfekt wie gedacht. Was auffällt sind hässliche schwarze Striche, vor allem in der Straße. Hier merkt man, dass die Polygone wohl nicht richtig aneinandergesetzt wurden. Dieser Effekt tritt sehr häufig auf und es sieht einfach nicht schön aus. Auch die Fahrzeuge hätten etwas weniger kantig sein können.

 

Abermals ist der Umfang des Spiels sehr beschränkt. Es gibt vier Strecken. Drei davon, jene die man ständig im G.P. Modus fahren darf, basieren auf dem gleichen Start und Endstück. Man fährt los, nach der ersten Kurve geht es einen Hügel rauf, am Wasserfall vorbei in einen Tunnel. Bei Mystical Coast fährt man gerade aus weiter, bei Over Pass City biegt man nach rechts ab und bei Lakeside Gate nach links. Das Mittelstück der Strecken ist zwar jeweils sehr hübsch gestaltet. Es geht an grüne Landschaften vorbei oder durch ein Stadtgebiet – etwas mehr Abwechslung hätte aber sicher nicht geschadet und warum nicht 3 eigenständige Strecken basteln? Das kann doch nicht so schwer sein…

Auch bei den Fahrzeugen geht man sparsam vor: 13 Autos müssen genügen. Am Anfang hat man natürlich das schlechteste Auto. Gewinnt man die Rennen, gibt es Geld. Dieses kann man nun investieren um das Auto zu tunen oder sich gleich was Neues zu kaufen. Beim Tuning darf man natürlich kein Gran Turismo erwarten. Man klickt einfach auf den Button, das Auto wird schneller, fertig. Lediglich die Steuerung darf man einstellen. Hier hat man die Wahl zwischen Grip und Drift und darf dies in mehreren Stufen einstellen. Die Driftsteuerung ist die Ridge Racer Steuerung. Man kann in Ewigkeitsdrifts gekonnt mit Vollgas selbst um die haarnadeligsten Kurven driften. Grip ist etwas realistischer, hier man dann schon mal ein wenig abbremsen. Aber auch Rage Racer ist ein Arcaderacer und so benötigt man die Bremse nicht unbedingt.

Dann gibt es natürlich noch den obligatorischen Zeitfahrmodus als weiteren Bonus. Andere Spielmodi oder gar Multiplayer fehlen komplett.

 

Ein nettes, wenn auch irgendwie überflüssiges Feature, ist der Paint Shop. Hier kann man sein Auto bemalen und ein eigenes Logo kreieren. Die Möglichkeiten sind natürlich etwas begrenzt, jedes Auto darf man nur in maximal 2 unterschiedlichen Farben einfärben.

 

Vor dem Rennstart darf man dann wie immer noch eine Musik wählen. 10 Stücke gibt es. Natürlich wieder mal Japano-Techno der nervigsten Sorte. Ich kann mit der Musik jedenfalls nichts anfangen und auf Dauer nervt sie einfach total.

Die Soundeffekte sind gekonnt unrealistisch. Vom Reifenquietschen hin zum „Klonk“ wenn man in die Streckenbegrenzung oder ein anderes Auto fährt, klingt das allem, nur nicht nach Fahrzeugen die zusammenprallen.

Was darf bei einem solchen Spiel auf keinen Fall fehlen? Klar, ein Sprecher der viel Mist labert. Das haben wir hier auch, in Form einer Sprecherin. Neben Start- und Zielansprache, gibt sie auch Sprüche wie „You shattered that Record“ oder „Teach this sucker a lesson“ von sich. Extrem trashig und leider werden die 4-5 Sprüche so oft in selbst einem Rennen wiederholt, das es schon nicht mehr lustig ist.

 

Die Kollisionsabfrage im Spiel ist auch eher merkwürdig. Kracht man gegen die Streckenbegrenzung, prallt man wie eine Flipperkugel ab und wird einfach um 50% runtergebremst. Fährt man auf ein anderes Auto auf, wird dieses 50 Meter nach vorne geschleudert, während man selbst stark abgebremst wird. Man kann sich das auch selbst zu nutze machen. Sieht man im Rückspiegel einen Gegner ankommen, fährt man einfach vor ihn und schon wird man nach vorne geworfen. Die KI ist nämlich alles andere als intelligent. Die 11 Gegner fahren wie an einer Schnur gezogen den Kurs ab. Sie kämpfen nicht um ihre Position, sie machen eigentlich gar nichts. Eine Herausforderung sind sie meist nur, weil sie eben schnellere Fahrzeuge haben.

 

Selbst damals kam Rage Racer nicht bei jedem Kritiker und Spieler gut an. Gerade verglichen mit Rennmonstern wie Gran Turismo wirkt das Spiel sehr schwach. Zwar macht es am Anfang noch Spaß, aber nach einer halben Stunde, hat man genug davon über die ständig gleichen Strecken zu fahren. Möchte man einen guten Arcaderacer für die Playstation, hält man sich an den Nachfolger Ridge Racer Typ 4, der in allen Belangen wesentlich besser ist. 

 

Publisher: Namco

Developer: Namco

Erscheinungsjahr: 1996

Erschienen für: Playstation

Anzahl Spieler: 1

Schwierigkeitsgrad: Mittel

 

ImageImage 

Grafik6,5/10  Spielspass
Sound4,5/10
5,5/10
Gameplay 6/10
Im Forum kommentieren
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page