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GunGriffon PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
26.04.2008

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Mechs, also die riesigen Kampfroboter, erfreuen sich vor allem in Japan großer Beliebtheit. Hierzulande sieht man sie am häufigsten in Computerspielen, man denke an die Mech Commander Reihe. GunGriffon schlägt in die gleiche Richtung, an Bord eines großen Kampfroboters stapft man durch die Gegend und zerstört zahllose Gegner.

Die Handlung des Spiels ist recht umfangreich und wird durch ein sehenswertes Intro eingeläutet. Für alle Lesefreunde gibt es noch eine Seite im Handbuch. Von Naturkatastrophen geplagt ist die Erde jedenfalls mal wieder am Arsch und immer wenn die Erde am Arsch ist und die Ressourcen knapp werden, gibt es Krieg. Die Welt ist in 4 Gruppen aufgeteilt und zofft sich mächtig bis in das Jahr 2074 hinein. Auf Seiten der unabhängigen amerikanischen Charta startet man eine Invasion auf die Paneuropäische Union in Osteuropa und China.

Vor dem Missionsstart darf man im Optionsmenü den Schwierigkeitsgrad festlegen und die Steuerung anpassen. Man darf auch ein Training absolvieren, dass es in zwei Schwierigkeitsgraden gibt und dies sollte man unbedingt machen, denn allzu leicht lässt sich so ein großer Mech nun mal nicht steuern. Jede Taste ist belegt. Mit dem Steuerkreuz schaut man sich um, gespielt wird natürlich in der Egoperspektive. Alternativ kann man auf Tastendruck nur die Kanzel bewegen, so kann man sich umsehen und Feinde angreifen, lässt man die Taste los, wird man automatisch wieder in die Ansicht nach vorne bewegt, währenddessen kann man auch weiterlaufen und sich mit einer weiteren Taste auch nach links und rechts bewegen.  
Fliegen kann man auch noch und natürlich besitzt man jede Menge Waffensysteme, von Raketen über Maschinengewehr bis zu einer Kanone.

Insgesamt acht Missionen gibt es und diese sind zwar frei wählbar, man sollte sie aber vielleicht schon in der Reihenfolge spielen und so in Kharkov beginnen. Dieser Einsatz ist noch recht einfach. In einer grünen Landschaft mit perfekter Sichtweite macht man sich auf die Jagd nach Panzern und feindlichen Mechs. Ganz selten wird man auch durch Flugzeuge angegriffen. Man macht einfach alle Gegner platt und hat die Mission erfolgreich geschafft. Da man natürlich nur begrenzt Treibstoff und Munition an Bord hat, muss man ab und zu zum Transporthubschrauber, das irgendwo in einer sicheren Ecke steht und wartet. Man bewegt sich einfach nah an dieses ran und schon wird nachgetankt.
Am Ende erfolgt eine Statistik. Es wird angezeigt, wie lange man gebraucht hat und wie viele Gegner man erledigt hat. Dafür gibt es Punkte und Punktabzüge gibt es für Friendly Fire. Ab und zu hat man nämlich ein paar Kollegen zur Seite die mit in den Kampf ziehen.
Auf dem Bildschirm sind viele Anzeigen. Links unten ein Radar auf dem Einheiten zu sehen sind, allerdings erstmal in neutraler Farbe. Erst wenn man sich etwas nähert, erkennt man, ob es sich um Freund oder Feind handelt. Waffen und Munition sowie kleinere Meldungen werden ebenso angezeigt. Durch Druck auf die Starttaste kommt man zu einem Menü, in dem man die Mission jederzeit beenden kann. Hier befinden sich auch eine große Übersichtskarte und der genaue Status des eigenen Mechs. .

Wesentlich schwerer wird es in den anderen Missionen. In der dritten muss man beispielsweise nicht nur Feinde erledigen, sondern einen Zug stoppen, der Nachschub für Feinde liefert. Erschwert wird das dadurch, dass man mitten in einem Schneesturm kämpft, was die Sicht einschränkt und die vielen Bäume sorgen dafür, dass das Radar gestört wird. Feinde zu Orten und zu Treffen, bevor man selbst getroffen wird, ist hier sehr schwer und herausfordernd. Später kämpft man auch mal in der Nacht, hier ist das zuschaltbare Nachtsichtgerät sehr nützlich.

Die Gegner verhalten sich je nach Schwierigkeitsgrad mehr oder weniger intelligent. Auf Easy ist das Spiel für ungeübte schon eine Herausforderung, die Panzer schießen aber wesentlich später als auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Vor allem aber die feindlichen Mechs sind herausfordernd, da sie nicht stumpf auf den Spieler zulaufen, sondern meist kreisartige Bewegungen machen oder plötzlich selbst fliegen und alles tun, um Projektilen auszuweichen und selbst schwere Treffer landen.
Durch die Tatsache, das laufend Nachschub an den Levelgrenzen eintrifft und sich alle Einheiten taktisch frei bewegen spielen sich die Missionen auch laufend unterschiedlich.

Grafisch macht das Spiel einen hübschen Eindruck, auch wenn das Erscheinen der Gegner relativ spät erfolgt. Eine etwas größere Weitsicht wäre wünschenswert gewesen. Dafür ist auf den Kampfgebieten recht viel los. Neben eigenen und feindlichen Einheiten hat man in der Landschaft noch Bäume und verschiedenste Gebäude platziert, die man auch für Deckung verwenden kann.
Die Musik ist recht minimal gehalten, passt so aber sehr gut zum Spiel. Während der Missionen hat man realistische Soundeffekte. Egal ob es der Krach der Mechs ist oder die Waffen und Explosionsgeräusche, es sorgt alles für eine hohe Glaubwürdigkeit. Zwischendrin gibt es noch das laute Piepen des Radars das nahe Feinde und Raketen meldet sowie davor warnt dass man zu viel Schaden abbekam. Das einzige was ein wenig fehlt, wäre Funkverkehr, es wäre schön gewesen, wenn das Ankommen des Nachschubhubschraubers auch richtig angekündigt wird.

Richtig bekannt geworden ist GunGriffon leider nie, das Sequel auf dem Saturn erschien nur in Japan und die Nachfolger auf PS2 und Xbox können nicht begeistern. Das Spiel überzeugt aber durch abwechslungsreiche Missionen, einen fairen Schwierigkeitsgrad und viel Langzeitmotivation durch nicht ständig gleich ablaufende Missionen und eine High-Score Liste, auch wenn ein paar Missionen mehr nicht geschadet hätten. Ebenso vermisst man einen Zweispielermodus.
Hat man einen Saturn, führt aber kaum ein Weg an diesem Spiel vorbei.

Publisher: Sega
Developer: Game Arts
Erscheinungsjahr: 1996
Erschienen für: Saturn
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Wählbar


Grafik9/10  Spielspass
Sound8,5/10
9/10
Gameplay 8,5/10

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