Home arrow Spiele arrow Sega arrow Saturn arrow Johnny Bazookatone 03 September 2010  
Kingdom of Desire
HomeForumImpressum
Spiele
Bücher
Filme
Hardware
Musik
Konzerte
Artikel
Wrestling
 
Johnny Bazookatone PDF Drucken
Geschrieben von ShadowAngel   
23.03.2008

Image 

Johnny Bazookatone ist Rockstar – mit Elvisfrisur in Lila. Er wird das Ziel von El Diablo. Der finstere Fürst der Hölle ist nämlich zu Tode gelangweilt und hockt in der Hölle ohne zu wissen was er anstellen soll. Da seine Hölle mittlerweile aber auch modern geworden ist, hat er Monitore mit welchen er die Welt über ihm beobachten kann. Er landet bei einem Rockkonzert von Johnnys Band. Diablo gefällt die Musik, weiß aber ganz genau, dass er noch viel bessere Musik machen kann. Schließlich ist er der Teufel.
So schickt er seine 4 Gesellen der Apokalypse aus, damit sie ihm diese Gitarre beschaffen. Johnnys Gitarre hat auch noch einen Namen: Anita. Als sich Anita in El Diablos Klauen befindet, muss er aber feststellen, dass er gar keine Musik machen kann. Also fasst er einen Plan: Keine Musik für Diablo = Keine Musik für die Menschen und so lässt er kurzerhand alle Musiker der Erde entführen – bis auf Johnny, der flüchten konnte und nun zur Rettung eilt.

Johnny Bazookatone präsentiert sich mit einer einfallsreichen trashigen Handlung und ist ein Jump n’ Run der allerklassischsten Schule. Es ist schon fast erstaunlich, dass es erst 1995  veröffentlicht wurde. Insgesamt gibt es 5 Stages mit mehreren Unterleveln. Das Ganze ist thematisch unterteilt, man durchstreift ein gruseliges Gefängnis, ein Hotel und ist am Ende in einem großen Penthouse.
Meist geht es von links nach rechts, das ganze Spiel präsentiert sich sehr linear, von einigen versteckten Bonusräumen einmal abgesehen.

Johnny lässt sich dabei mit einer einfachen Steuerung durch diese Welten bewegen. Eine Taste zum Springen, eine zum Rennen, zwei zum Schießen - und ducken kann man sich auch noch. Mehr benötigt man gar nicht. Als Waffe fungiert ein MG in Gitarrenform, andere Waffen wird man nicht finden. Nebenbei kann das Ding auch als eine Staubsauger verwendet werden um weit entfernte Gegenstände anzuziehen.
Dafür findet man unentwegt Noten, diese sammelt man ein und bekommt dafür Extraleben spendiert. Zusätzlich findet man Sterne, diese sind quasi die Lebensenergie. Je mehr Sterne man hat, desto mehr Treffer kann man einstecken. Verteilt sind diese Gegenstände im Level, in versteckten Räumen und werden manchmal von Gegnern hinterlassen.   

Die Gegner sind an die Welten angepasst und reichen vom Zombie über ein nerviges grünes Ding das durch die Gegend hüpft zu verrückten alten Männern. Das ist schon sehr sehenswert und lustig was da so durch die Stages hüpft und läuft.

Auffällig ist der sehr hohe Schwierigkeitsgrad. Es gibt viele Stellen an denen man ein Lebenssternchen verliert, weil man an einem Dornenbusch hängen bleibt oder den Sprung nicht schaffte und in einer Grube voller Zombies fest hängt. Auch gibt es viele Stellen an denen man überlegen muss wie man weiter kommt. Man steht vor Gruben mit Spitzen und springt in der Hoffnung das andere erreichen zu können. Das geht daneben. Was tun? Die Waffe kann man als eine Art Transporter verwenden, wenn man von irgendwo runterspringt und auf den Boden schießt. Dadurch fliegt Johhny einige Zeit in der Luft und man kann sich sogar noch fortbewegen und kommt so über den Abgrund.
Auch die Zwischengegner sind nicht von der einfachen Sorte, was aber richtig nervt ist die Tatsache, dass es weder eine Speichermöglichkeit gibt noch Checkpoints existieren. Stirbt man mitten im Level oder am Ende, muss man zurück zum Anfang und noch mal durch die Welt laufen. Am Ende der Level gibt es zumindest Passwörter. Das aber auch nur für die 5 Oberwelten. Das sorgt schon für Frust.

Grafisch hat man es mit einer hübschen 2D Welt zu tun. Die Levels stecken voller Details und sehen toll aus. Auch die zahlreichen Gegner wissen zu überzeugen und haben gut gemachte Animationen.  Sehr stark sind auch die zahlreichen Videos zwischen den Levels sowie das Introvideo.
Die Musik ist klasse, muss sie ja sein wenn die Entwickler dem Spiel noch eine Audio CD mit dem Soundtrack beilegen. Hier hat man Chris „Snake“ Davies zusammen mit Produzent Des Tong und Mike Hehir (Sad Cafe) und Cissy Stone (Marvin Gaye) ins Studio geschickt und einen gelungen Soundtrack irgendwo zwischen Electro, Pop und Rock mit kleinen Jazzeinlagen produziert. Die Soundeffekte sind ganz gelungen.

Johnny Bazookatone ist ein sehr humoriges Jump n’ Run in 2D das mit einem tollen Soundtrack überzeugen kann. Wäre da nicht der extreme Schwierigkeitsgrad und die Tatsache, dass man nicht speichern darf, könnte ich nun sagen, dass es ein tolles Spiel ist. So ist es „nur“ empfehlenswert.

Publisher: U.S. Gold
Developer: Arc Developments
Erscheinungsjahr: 1995
Erschienen für: Saturn, Playstation, Pc
Anzahl Spieler: 1
Schwierigkeitsgrad: Hoch


Grafik8/10  Spielspass
Sound9/10
7,5/10
Gameplay 8/10
Im Forum kommentieren
 
< Zurück   Weiter >
Top of Page