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Rennspiele gehören zu Sega einfach dazu, vor allem in der Spielhalle kann man immer wieder mit genialen Spielen überzeugen und es ist natürlich klar, dass diese auch für die eigenen Konsolen konvertiert werden. Auf dem damals erst neu erschienenen Saturn gab es schon eine Konvertierung, nämlich die von Daytona USA und die war mehr als missraten. Hat Sega mit Sega Rally ein glücklicheres Händchen oder wieder Mist produziert?
Das Sega Rally Championship direkt aus der Spielhalle kommt, merkt man sofort und hierbei muss man „leider“ sagen. Denn drei Strecken und zwei Autos sind dann doch etwas arg wenig. Bei den Autos hat man die Wahl zwischen dem Toyota Celica, welcher durch Geschwindigkeit überzeugt und dem Lancia Delta, welcher zwar langsamer ist, dafür aber besser auf der Strecke liegt. Immerhin gibt es noch ein drittes Gefährt freizuspielen und das wäre der gerade zu legendäre Lancia Stratos. Geschwindigkeit und Beschleunigung auf höchstem Niveau, dafür aber eine schlechte Straßenlage und unfairerweise kann man mit ihm keine Zeiten in der Hall of Fame speichern.
Drei Strecken bedeuten natürlich auch die drei Schwierigkeitsgrade von Easy bis Hard. Wüste, Wald und Gebirge samt Dorf. Die Wüste ist recht einfach und bietet keine große Herausforderung, der Wald hat schon einige engere Kurven und das Gebirge ist recht schwer, mit engen Haarnadelkurven und auf einander folgenden 90° Kurven. Auch hier gibt es als Bonus noch eine 4. Strecke namens Lake Side. Grafisch die schönste Strecke im Herbstlook, aber auch die mit Abstand schwerste. Mit der Automatikschaltung hat man hier kaum eine Chance.
Neben dem World Championship Modus gibt es noch eine Time Attack und einen Übungsmodus. Time Attack und Übung sind ja selbsterklärend und natürlich kann man hier auch optional ein Ghostcar anzeigen lassen. Bei der Weltmeisterschaft fährt man gegen CPU Gegner, man startet auf dem letzten Platz und kämpft sich dann nach vorne. Natürlich fährt man auch noch gegen die Zeit und muss die Checkpoints erreichen, wobei das die größere Herausforderung ist, denn die KI ist nicht sonderlich ausgereift und die Gegner fahren praktisch immer auf der gleichen Linie. Spaß macht Sega Rally aber trotzdem und das liegt einfach an dem gelungenen Fahrgefühl. Natürlich ist das hier keine Simulation, sondern ein Arcaderacer, aber da hat Sega seine Sache sehr gut gemacht. Die Autos steuern sich unterschiedlich und auf den Strecken wechselt sehr oft der Belag, wo man gerade noch über Asphalt raste, kracht man nun in ein Wasserloch und fährt auf Matsch. Das Fahrverhalten ändert sich sofort und man muss sich darauf einstellen.
Einen Zwei-Spieler Splitscreen Modus gibt es natürlich auch. Schade aber, dass man den DirectLink Modus nicht unterstützt, so hätte man noch mehr Arcadefeeling rüberbringen können.
Grafisch ist die Umsetzung recht gut gelungen, auch wenn man im Vergleich zur Automatenfassung natürlich einige Abstriche und vor allem eine niedrigere Auflösung in Kauf nehmen muss. Trotzdem ist das Ganze recht ansehnlich, da auch am Streckenrand viel los ist und man z.B. Elefanten im Wüstenlevel sieht. Musikalisch kriegt man Rockmusik zu hören, natürlich hat jede Strecke ihren eigenen Song und die passen recht gut. Die Soundeffekte sind auch gut, vor allem die Motoren klingen sehr stark. Sprachausgabe gibt es ebenfalls, wobei das gesungene Game Over…Yeah! ja schon legendär ist.
Sega Rally Championship kann in Sachen Steuerung und Streckendesign absolut überzeugen. Aber es ist eben sehr schade, dass man nur 3 Autos und 4 Strecken hat, das mag in der Spielhalle ausreichen, aber für die Konsolenfassung wünscht man sich doch noch ein bisschen mehr. Empfehlenswert bleibt das Spiel trotzdem.
Publisher: Sega Developer: Sega Erscheinungsjahr: 1995 Erschienen für: Saturn, Arcade, PC, Gameboy Advance, N-Gage, Playstation 2, Dreamcast Anzahl Spieler: 1-2 Schwierigkeitsgrad: Mittel 
| Grafik | 8,5/10 | | Spielspass | | Sound | 8/10 | 9/10 | | Gameplay | 9/10 | | Multiplayer | 9/10 |
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